Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Bieneninstitut Kirchhain

Imkern: Gesundheitsbescheinigungen in Corona-Zeiten

Die Imkerei ist als Teil der Landwirtschaft systemrelevant. Die Bestäubungsleistung der Bienen sowie die Produktion von Honig muss möglichst ohne Einschränkungen gewährleistet bleiben – auch in Corona-Zeiten.

Für die Bewirtschaftung der Bienenvölker kann es notwendig sein, dass Völker an andere Orte verbracht werden wie z.B. zur Trachtnutzung, zum Bestäubungseinsatz, beim Verbringen von Drohnenvölkern auf Belegstellen und beim Verkauf von Bienenvölkern.

Das Verbringen von Bienenvölkern kann allerdings die Ausbreitung von Bienenkrankheiten begünstigen. Sowohl die Bienenvölker der Wanderimker als auch die der Standimker können gefährdet werden bzw. eine Gefahr für andere darstellen. Dies gilt auch beim Verkauf von Bienenvölkern. Deshalb muss sichergestellt sein, dass diese Völker gesund sind.

Bienenwanderung sowie Zu- und Verkauf von Bienen nur mit Gesundheitsbescheinigung

Imkerinnen und Imker dürfen mit gültigem Gesundheitszeugnis wandern – auch in Corona-Zeiten. Mancherorts ist es aber schwierig, Gesundheitszeugnisse von den Veterinärämtern zu erhalten. Futterkranzproben können nach wie vor untersucht werden, allerdings gibt es Engpässe bei den verfügbaren Bienensachverständigen. Der Bienensachverständige sollte den Gesundheitszustand der Bienenvölker überprüfen und Futterkranzproben entnehmen. Diese Arbeiten lassen sich auch in Corona-Zeiten durchführen. Wichtig ist nur, dass die aktuell gültigen Umgangs- und Hygieneregeln eingehalten werden. Von zentraler Bedeutung ist es, jeden körperlichen Kontakt zu vermeiden und Abstand zu halten: Nicht die Hände schütteln oder gar Umarmen, grundsätzlich zwei Meter körperlichen Abstand zueinander einhalten, keine gemeinsamen Pausen machen, die notwendige gemeinsame Zeit auf das Minimum reduzieren.

Das lässt sich bei der Gesundheitsschau der Bienenvölker gut umsetzten. Entweder handelt der Bienensachverständige (BSV) selbstständig an den Völkern, öffnet selbst die Bienenvölker, entnimmt Waben und entnimmt die Proben oder der Imker handelt auf Anweisung des BSV und führt alle Arbeiten selbst durch. Dabei können Imker und BSV immer auf Distanz bleiben.

Weitere Optionen

Sollte dem Veterinäramt aktuell kein Bienensachverständiger mehr zur Verfügung stehen, besteht die Möglichkeit bei den umliegenden Veterinärämtern um Hilfe zu bitten. Außerdem kann auch noch als letzte Möglichkeit überprüft werden, ob im Einzelfall ein Gesundheitszeugnis aus dem Vorjahr verlängert werden kann.

Die Corona-Krise fordert uns alle und stellt uns oft vor große Herausforderungen. Wichtige Prozesse müssen aber im Interesse aller, weiterlaufen können. Mit dem notwendigen Einsatz und kreativen Lösungen werden wir diese Zeit gut meistern können.


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