Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Landgestüt Dillenburg

29. Internationales Einspännerturnier in Dillenburg

Marlen Fallak hat die Deutschen Meisterschaften der Einspänner gewonnen. Die Titelkämpfe fanden vom 4. bis zum 7. Juni im Rahmen des 29. Internationalen Einspännerturniers in Dillenburg statt. Die Deutschen Meisterschaften der Einspännerpferde warteten diesmal mit gleich zwei Premieren auf.

Zum einen fanden sie erstmals in Dillenburg statt, das als Wiege des Einspännersports in Deutschland gilt, zum anderen war es für Marlen Fallak der erste deutsche Meistertitel, nachdem sie im vergangenen Jahr knapp einen Platz auf dem Podest verpasste.

Mit einem Start-Ziel überzeugte die Fahrerin, die für den RFV Nägelstedt in Thüringen startete und die 2014 Mannschaftsgold und Einzel-Bronze bei der WM in Ungarn holte. Marlen Fallak gewann mit Tessa FST die Dressur mit 41,22 Punkten gleichauf mit Philipp Faißt (RFV Ottenheim) und den Marathon im anspruchsvollen Gelände des Dillenburger Turniers. Im finalen Hindernisfahren reichte ihr eine Fahrt mit 12,30 Strafpunkten durch den Pylonenparcours auf dem Paradeplatz des Hessischen Landgestüts für den Gewinn des Internationalen Einspännerturniers, der für sie auch Platz eins in der Wertung der Deutschen Meisterschaften brachte.

Vize-Meister wurde wie im Vorjahr der Lokalmatador und achtfache Gewinner der „Krone des Fahrsports“, Dieter Lauterbach (RFV Kelkheim). Vor dem Finale lag er noch auf dem aussichtsreichen dritten Platz in der Kombination, direkt hinter dem bis dahin amtierenden Deutschen Meister Philipp Faißt. Der musste seine Stute „Ann in time“ wegen einer Verletzung jedoch aus dem Rennen nehmen. Lauterbach war in der Dressur auf Platz drei gefahren, mit dem vierten Platz erwartungsgemäß stark im Gelände, sammelte aber im Kegelparcours für ihn ungewöhnliche 13,47 Strafpunkte. In der internationalen Wertung fiel Lauterbach damit auf Rang sechs hinter die Niederländer Saskia Siebers, Franciscus Hellegers, Rudolf Pestmann und Saskia van Heesch zurück. Im nationalen Wettbewerb hielt er Rang zwei mit 140,90 Punkten. Die Siegerin hatte 132, 73 Punkte. Bronze in der Deutschen Meisterschaft ging an Jens Chladek von der Viernheimer Kutschengilde. Der 20-Jährige war 18. in der Dressur, Dritter im Gelände und Zehnter im Hindernisfahren. Besser in der kombinierten Wertung als Chladek war die noch junge Marie Tischer (Neu-Isenburg) platziert – sie hatte gleich zwei Pferde im Rennen. Mit „Papas Carlson“ wurde sie siebte in der internationalen Konkurrenz, mit ihrem Meisterschaftspferd „Dreamgirl“ 13.

In der Pony-Konkurrenz des internationalen Turniers erhielt Herbert Rietzler (RFV Rettenberg) nach dem Finale den ersten Preis. Mit Edebluthaflinger „Nakuri“ gewann er die Dressur, kam auf Rang 14 im Gelände und wurde im Hindernisfahren Dritter. Am Ende standen für ihn 131,71 Punkte in der Ergebnisliste. Für den zweiten und zweifachen Gewinner des  internationalen Turniers in Dillenburg, Patrick Hanisch (RZFV Ennigerloh-Neubeckum) mit „Moses“, wurden 135,66 Punkte notiert. Hanisch holte such mit seinem Haflinger in den Prüfungen die Plätze zwei (Dressur), acht (Gelände) und vier (Hindernisfahren). Fabian Gänshirt (RFv Ottenheim) komplettierte mit seinem dritten Rang in der kombinierten Wertung den deutschen Erfolg bei dem internationalen Wettbewerb. Für die Pony-Einspänner war das Turnier in Dillenburg die zweite Sichtung für die WM, die vom 2. bis zum 6. September in Breda in den Niederlanden stattfindet.

Im Rahmen des 29. Internationalen Einspännerturniers gab es erstmals kombinierte Prüfungen für fünf-, sechs- und siebenjährige Fahrpferde. Die internationalen Wettbewerbe waren gleichzeitig Sichtung für die WM vom 24. bis 27. September im ungarischen Staatsgestüt Mezöhegyes. 18 junge Fahrpferde waren für die Premiere gemeldet. Bei den Fünfjährigen überzeuge „Enfado“ mit Fahrerin Jovanca Marie Kessler (RFV Dillenburg) in der kombinierten Dressur- und Hindernisprüfung die Richter: 8,00 in der Dressur und null Fehler im Kegelparcours. Friedrich-Wilhelm Müller (RFV von Lützow Herford) gewann mit „Vegas“ den Wettbewerb der sechs Jahre alten Fahrpferde. Auch er leistete sich zwischen den Kegeln keinen Fehler. In der Dressur gab es die Wertnote 7,58. „Graf Ibiskus“ heißt der siebenjährige Trakehner den Dieter Lauterbach (RFV Kelkheim) eingespannt hatte. Die Durchschnittsnote 7,75 brachte Lauterbach und „Graf Ibiskus“ Platz eins.

Lauterbach und „Graf Ibiskus“ wareb zudem in der M-Tour erfolgreich, Mit 40,40 Punkten gewann Lauterbach mit seinem Nachwuchspferd die Dressur, im Hindernisfahren wurde er Sechster und im Gelände Zweiter. Insgesamt gab es für den Routinier 91,97 Punkte. Zweiter wurde mit 96,56 Punkten Marcel Lehmbruch vom Krefelder RFV, der „Zulandos“ angespannt hatte. Platz drei ging an Frank Söhngen (RFV Schwalbach) mit „Veneziano“ und 113,22 Punkten.

Der Pony-Wettbewerb war für die Dillenburgerin Lea Benschus das erste Turnier in der Saison und gleich auch der erste Sieg. Ihr Pony „Campari“ bekam in der Dressur 52,40 Punkte und somit Platz eins, null Fehler im Pylonenparcours brachten erneut die Spitzenposition. Der dritte Rang im Gelände reichte für den Gesamtsieg mit 101,19 Punkten. Dahinter kam Miriam Kampmann (RFV Neu-Isenburg) mit „Flandernhofs Sunshine“ und je einem dritten Platz in der Dressur und im Kegelfahren sowie Rang zwei im Gelände auf den zweiten Platz. Dritter in der Kombination wurde nach den Plätzen sechs (Dressur), eins (Gelände) und vier (Hindernisfahren) Kai Maria Schleicher (Krefelder RFV) mit „Cilena“.

Claudia Lauterbach (RFV Dillenburg) bekam beim Empfang des Landesamts Landwirtschaft Hessen (LLH) im Reithaus des Hessischen Landgestüts vom Vize-Präsidenten der FN, Fritz Otto Erley, das Goldene Fahrabzeichen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Damit würdigte die FN die sportlichen Erfolge und Verdienste der Oberschelderin für den Einspännersport. Seit dem Jahr 2005 hat Claudia Lauterbach die Leinen in der Hand. „Edison“ und „Fia“ hieße ihre vierbeinigen Sportkameraden, mit denen sie damals startete. Nach einer Pause gehört sie seit 2011 wieder der gehobenen Fahrsportszene an. „FST Velten“ beschert ihr seitdem Erfolge und gute Platzierungen bei nationalen und internationalen Turnieren wie beispielsweise den Vize-WM-titel 2014 in Ungarn.


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