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Düngeverordnung: Neue Rechtsauslegung

Abstimmungsvorgänge zur rechtlichen Auslegung der Düngeverordnung haben zu einer neuen Bewertung geführt.

Dies betrifft die Aussage, dass eine Befreiung der Reduzierung der Düngung in von Nitrat belasteten (rote) Gebieten mit organischen und organischen-mineralischen Düngemitteln auf 130 kg/ha möglich ist. Sollte der Gesamtstickstoffeinsatz im Mittel der mit Nitrat belasteten Gebiete weniger als 160 kg Stickstoff pro Hektar und davon höchstens 80 kg aus mineralischen Stickstoff betragen, konnte die Befreiung geltend gemacht werden.

Diese Aussage stimmt nach der neuen Rechtsauffassung nicht mehr.

Für Ackerflächen gilt daher die Begrenzung der Düngung in mit Nitrat belasteten Gebieten aus organisch und organischen mineralischen Düngemitteln (Ausnahme ist Festmist von Huf- und Klauentieren sowie Kompost) auf 130 kg Stickstoff pro Hektar.

Für Grünlandflächen gelten die Beschränkung der Aufbringmenge auf 130 kg Stickstoff pro Hektar nicht, hier gelten weiterhin die 170 kg N/ha.

Im Feldgemüseanbau besteht zusätzlich die Möglichkeit mittels des Nachweises eines Bilanzwertes von nicht mehr als 75 kg Gesamtstickstoff aus organischer und organisch mineralischer Düngung pro Hektar in der Stoffstrombilanz die Begrenzung auf 130 kg Gesamtstickstoff pro Hektar aus organischer und organisch mineralischer Düngung pro Hektar zu vermeiden.

Nachlesen können Sie im Beitrag „Neue Regelungen für die Düngung (AvDÜV und DÜV)“ im Abschnitt „Folgende Regelungen gelten für die mit Nitrat belasteten Gebiete“. Die neue Rechtsauslegung ist rot markiert.