Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Düngeverordnung

Düngeverordnung: Stichtag 31. März

Der 31. März ist in der DüV ein zentraler Stichtag. Was muss ich beachten?

1. Düngebedarfsermittlung:

Grundsätzlich gilt:

Vor der ersten Düngungsmaßnahme ist sowohl bei der Düngung von Ackerland, als auch bei der Düngung von Grünland für die Nährstoffe Stickstoff und Phosphor eine Düngebedarfsermittlung durchzuführen.

Hier gilt:

  • Vor dem Aufbringen von wesentlichen Nährstoffmengen an Stickstoff oder Phosphat ist eine schriftliche Düngebedarfsermittlung zu erstellen.
  • Als wesentliche Nährstoffmengen versteht man mehr als 50 kg N oder 30 kg P2O5 je Hektar und Jahr
  • Die Bedarfswerte müssen zu einer betrieblichen Gesamtsumme aufaddiert werden.

Für §13a-Gebiete (Nitratbelastet):

Bis zum Ablauf des 31. März des laufenden Düngejahres muss der für die Flächen ermittelte Stickstoffdüngebedarf zu einer jährlichen betrieblichen Gesamtsumme zusammengefasst und aufgezeichnet sein. Die Gesamtsumme ist im Vergleich zu den außerhalb der §13a-Gebiete liegenden Fläche, um 20 Prozent zu verringern.

Außerhalb der mit Nitrat belasteten ausgewiesenen Gebiete muss die Gesamtsumme des Düngebedarfs für N und P2O5  bis spätestens zum Ablauf des 31. März des folgenden Jahres dokumentiert werden.

2. Zusammenfassung der jährlichen betrieblichen Gesamtsumme des Nährstoffeinsatzes von Stickstoff und Phosphor

Bis zum 31. März eines jeden Jahres ist eine Zusammenfassung über den jährlichen Nährstoffeinsatz von Stickstoff und Phosphor zu erstellen.

Erstmalig ist diese Zusammenfassung nach Abschluss des Düngejahres 2021 zu erstellen. Eine Kontrolle dieser Dokumentationsverpflichtung erfolgt somit erstmals nach dem 31.03.2022.

3. Dokumentation der Düngungsmaßnahmen

Grundsätzlich gilt:

Seit dem Inkrafttreten der Düngeverordnung zum 1.Mai 2020 müssen alle durchgeführten Düngungsmaßnahmen spätestens zwei Tage nach deren Durchführung dokumentiert werden und somit bei Kontrollen vorliegen.

Unser Tipp:

Auf der LLH-Website steht ein Excel-Tool zur Verfügung, mit dem Sie die komplette geforderte Dokumentation erstellen können:

  1. Düngebedarfsermittlung; auch im roten Gebiet
  2. Dokumentation der durchgeführten Düngungsmaßnahmen
  3. Dokumentation der Weidetage
  4. Automatische Aufsummierung der gedüngten Nährstoffmengen
  5. Dokumentation der durchgeführten Pflanzenschutzmaßnahmen
  6. Die Bildung von Bewirtschaftungseinheiten von gleich bewirtschafteten Flächen ist möglich und verringert die nötigen Eingaben.

Den Download finden Sie hier:

Düngebedarfsermittlung und Dokumentation – Was ist zu beachten?

Interessant: Vielleicht sind die Befreiungsmöglichkeiten von den Aufzeichnungspflichten für Sie zutreffend. Schauen Sie hier, um darüber mehr zu erfahren:
Neue Regelungen für die Düngung (AvDÜV und DÜV)


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