Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Boden & Düngung

Düngung auf gefrorenem Boden nicht mehr erlaubt

In der Düngeverordnung, die seit dem 01.05.2020 in Kraft ist, gilt folgendes Aufbringungsverbot von Düngern mit wesentlichen N- und P-Gehalten.

  1. Absolutes Aufbringungsverbot von N- und P-haltigen Düngen auf überschwemmten, wassergesättigten, gefrorenen oder schneebedeckten Böden
    1. Ausnahme: Kalk mit weniger als 2 % P, wenn keine Abschwemmungsgefahr besteht

In der alten Düngeverordnung wurden diese Punkte etwas näher erläutert und wie folgt ausgelegt:
Das Ausbringverbot gilt, wenn der Boden überschwemmt, wassergesättigt (Poren gefüllt, Wasserlachen sichtbar), gefroren oder durchgängig höher als 5 cm mit Schnee bedeckt ist. Der Boden gilt als gefroren, wenn er durchgängig gefroren ist und im Verlauf des Tages nicht oberflächig auftaut.

In der neuen Düngeverordnung vom 01.05.2020 ist der gefrorene Boden nicht weiter erläutert. Somit ist es aktuell (nach der Sperrfrist) nicht mehr möglich Nachtfröste auszunutzen, um auf tragfähigem Boden bodenschonend Dünger auszubringen.

Aus diesem Grund wird sich die erste Düngergabe, sei es mit organischen Düngern oder auch mineralischen Düngern, um einige Tage oder Wochen nach hinten verschieben. Gleichzeitig wird die Nährstoffeffizienz/Nährstoffausnutzung der organischen Düngung entsprechend schlechter werden.


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