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LeguNet

Projekt
Modellhaftes Demonstrationsnetzwerk zur Ausweitung und Verbesserung des Anbaus und der Verwertung von Körnerleguminosen in Deutschland – Leguminosennetzwerk – LeguNet
Koordination
Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen
Laufzeit
01/2022 bis 12/2023

Ziele und Aufbau

Ziel des Leguminosennetzwerkes ist es, Anbau, Verarbeitung und Verwertung von Erbsen, Bohnen, Lupinen, Soja und anderen Körnerleguminosen zu verbessern und auszuweiten. Ein Schwerpunkt des kulturartenübergreifenden Netzwerkes liegt darin, den Leguminosensektor weiter zu vernetzen, um so Angebot und Nachfrage stärker zusammenzubringen und weitere Absatzkanäle für Leguminosen zu öffnen. Dafür werden Akteure aus Forschung, Beratung, Züchtung, Erzeugung, Verarbeitung, Handel und Verbänden angesprochen, Perspektiven anhand von modellhaften Wertschöpfungsketten und Praxisbeispielen aufgezeigt und Wissen zu den Verwertungsmöglichkeiten von Körnerleguminosen vermittelt. Das bundesweit agierende Netzwerk hat Anfang 2022 unter der Leitung des LLH gemeinsam mit fünf weiteren Verbundpartnern seine Arbeit aufgenommen. Die Aufgabe innerhalb des Kernprojektes erstreckt sich zu anfangs auf die Vernetzung der Akteure im Leguminosensektor auf überregionaler Ebene. Eine Erweiterung, bei der Erzeuger und nachgelagerter Bereich auf regionaler Ebene verstärkt eingebunden werden, ist im Projektverlauf vorgesehen.

Absatzmärkte weiter aus- und aufbauen

Aufbauend auf die drei vorangegangenen Demonstrationsnetzwerke zu Erbse/Bohne, Soja und Lupine und mehreren Forschungsprojekten aus der Eiweißpflanzenstrategie werden die Erkenntnisse für das kulturartenübergreifende Netzwerk zu einem Gesamtkonzept zusammengeführt. Auf der Grundlage von diesen heimischen Körnerleguminosen wird die Entwicklung von Produkten und der Aufbau von neuen Absatzmärkten für Futter- und Lebensmittel durch das LeguNet unterstützt. Dabei werden die Handels- und Aufbereitungsinfrastruktur, bis hin zum Lebensmittelhandel sowie Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie eingebunden. Die aufzubauenden Strukturen sollen die Absatzkanäle erweitern, die Markttransparenz stärken und den Markt für Körnerleguminosen insgesamt nachhaltig stimulieren. Die Möglichkeiten auf dem Markt für pflanzenbasierte Proteine sollen weiter eruiert, Marktpotenziale durch Bündelung von Ware erschlossen und die Qualitätsanforderungen an die Eiweißkomponenten für eine bedarfsgerechte konventionelle und ökologische Rationszusammensetzung vermittelt werden. Informationen zu Leguminosen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, z. B. zum Anbau, zur Verwertung und Vermarktung werden für den Wissenstransfer aufbereitet und über verschiedene Medien vermittelt.

Laufende Informationen aus dem Projekt LeguNet und zu Veranstaltungen finden Sie auf der Website des Projektes unter: www.legunet.de


Das „LeguNet“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages in der BMEL-Eiweißpflanzenstrategie (EPS). Die EPS-Geschäftsstelle ist in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angesiedelt und betreut das Vorhaben als Projektträger.