Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Grünland & Futterbau

Der erste Schnitt – eine Bilanz

Nachdem nun der 1. Aufwuchs in den Milchviehbetrieben fast überall – unter für die Silierung guten Bedingungen – eingebracht werden konnte, ziehen wir für Nord- und Mittelhessen eine erste Bilanz bezüglich der Futtermengen.

Insgesamt fehlen zu „Normalerträgen“ doch in der Regel mindestens 10 und in Einzelfällen bis zu 50 %. Vielfach wird von ca. 30 % geringeren Erträgen berichtet. Grund hierfür sind der zu trockene April als auch die Wachstumsstagnation durch kurze Kälteeinbrüche im Mai.

Auf Flächen, die frühzeitig mit Gülle und mineralischem Stickstoff gedüngt wurden, waren die Erträge meist zufriedenstellend bis gut. Auch Flächen mit gelungenen Nachsaaten im Spätsommer/Frühherbst aus den vergangenen Jahren sind qualitativ und mengenmäßig positiv aufgefallen. Diese Bestände waren nicht unbedingt höher aber dichter.

Die Silagen sollten möglichst mindestens 8 Wochen oder länger verschlossen bleiben. Ansonsten steigt die Gefahr der Nacherwärmung, da die Silagen wahrscheinlich wieder hohe Restzuckergehalte enthalten.

Ausblick

Aktuell sind die früh geschnittenen Grünlandbestände wieder schnell ausgetrieben da die Stängel auch im unteren Bereich noch grün waren. Aufgrund der weiter eher ungünstigen Wettervorhersagen muss leider für den 2. Aufwuchs mit größeren Ertragseinbußen als beim 1. Schnitt gerechnet werden, da der 1. Aufwuchs noch von den hohen Niederschlägen im Februar/März profitieren konnte. Der Ertrag des 2. Aufwuchs ist von den Niederschlägen nach dem 1. Schnitt abhängig. Hier sind zumindest in Nordhessen bisher nur geringere Niederschlagsmengen gefallen.

Dort wo sich eine Futterknappheit abzeichnet, kann ggf. durch die Ernte von Getreideganzpflanzensilage (GPS) die zu erwartende Futterlücke geschlossen werden.

 


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