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Körnermais oder Energiemais?

Die Maisbestände präsentieren sich in diesem Jahr optisch sehr gut. Wahrscheinlich werden große Mengen geerntet und die Silos füllen sich sehr schnell. Für einzelne Partien stellt sich dann die Frage, ob eine Nutzung als Körnermais oder als Energiemais sinnvoll und lukrativ ist.

Verschiedene Faktoren wie z. B. Kornfeuchte, Trocknungskosten, Kornanteil an der Trockenmasse der Gesamtpflanze oder die Erlösaussichten beeinflussen das Ergebnis entscheidend. In diesem Jahr hinkt die Abreife des Maises hinter dem Durchschnitt der Vorjahre hinterher. Dies kann bedeuten, dass die Körnermaisernte bei höheren Kornfeuchten von Statten geht und damit dann höhere Trocknungskosten verbunden sind. Darüber hinaus gehen Experten davon aus, dass sich in diesem Jahr das Verhältnis zwischen der Trockenmasse der Gesamtpflanze und der Korntrockenmasse zu Ungunsten des Kornmassenanteils verschiebt. Diese Faktoren sprechen für Energiemais, während die guten Erlösaussichten für Maiskorn hingegen für die Nutzung als Körnermais sprechen.

Die Einschätzung bezüglich der Kornfeuchte und der Abweichung des Trockenmasseanteils der Körner vom durchschnittlichen Wert wird sicherlich zur Zeit der Siloreife am einfachsten und genauesten sein. Die Siloreife ist der Termin, an dem die Entscheidung über die Nutzung der fraglichen Bestände getroffen werden muss. Sie können zu diesem Zeitpunkt die Trockenmasseanteile stichprobenartig selber bestimmen (Backofen) oder sich an den vom LLH erhobenen und im Grünlandfax veröffentlichen Werten orientieren.

Der Maisrechner des LLH bietet Ihnen eine Hilfestellung, um die richtige Nutzungsrichtung für Ihre Maisbestände zu finden. Alle wichtigen Einflussgrößen können Sie an die Bedingungen vor Ort und gemäß Ihrer Einschätzungen anpassen. Dieses Tool können Sie zur Nutzung hier herunterladen:

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