Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktfruchtbau

Vor der Rapssaat: Flächen auf Rückstände von Sulfonylharnstoffen testen

Je nach Region haben die zum Teil kräftigen Schauern die Bedingungen für die Rapsaussaat verbessert.

Doch aufgrund der langen Trockenheitsphasen der letzten Zeit war der Abbau von Herbiziden auf Basis von Sulfonylharnstoffen (z.B. Atlantis WG, Broadway, Concert SX, Husar OD) sowohl chemisch als auch mikrobiell gehemmt. Besonders leicht humose Standorte, alkalische Böden mit pH-Werten > 7 oder Standorte mit extrem wenig Niederschlägen können hiervon betroffen sein und noch Reste von Sulfonylharnstoffen aufweisen.

Da Raps empfindlich auf Sulfonylharnstoffe reagiert, sollten Sie vor der Aussaat sicherstellen, dass dieser Wirkstoff nicht mehr im Boden nachweisbar ist.

Die Auflagen WP 710 und WP 720 auf der Gebrauchsanleitung eines Herbizides weisen u.a. auf das hohe Risiko beim Anbau von Raps bzw. zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten hin.

Kressetest anlegen

Eine intensive Bodenbearbeitung fördert zwar den mikrobiellen Abbau, ein Restrisiko wird bei den genannten Kulturen dennoch bestehen bleiben. Eine Möglichkeit sich mehr Gewissheit zu verschaffen, ist die Anlage eines Biotests.

Entnehmen Sie dazu an mehreren Stellen eines Schlages Boden aus ca. 1 bis 10 cm Tiefe. Säen Sie anschließend Kressesamen auf die angefeuchtete Erde. Auch Kresse reagiert sehr empfindlich auf Sulfonylharnstoffrückstände. Als Kontrolle sollten Sie immer eine Referenzprobe aus einer unbehandelten Fläche mittesten. Der Boden darf während des Tests nicht austrocknen.


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