Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

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Winterraps: Aktuelles zur Aussaat

Die regional sehr unterschiedlichen Niederschläge stellen einige Landwirte vor die Frage – was mache ich mit dem Raps?

Rapsaussaat

Raps benötigt je nach Entwicklung zwischen 80 und 180 l/m² im Herbst, damit sich der Bestand einheitlich entwickelt. Damit der Raps keimen kann, benötigt er einen feuchten Oberboden. Zwar reicht vereinzelt hierbei ein einmaliger Niederschlag von wenigen Litern aus, die Problematik entsteht aber dann, wenn dem Raps nach der Keimung das Wasser ausgeht. Aus diesem Grund sollten einmalige Niederschläge von ~5 mm nicht genutzt werden, um zur Annahme zu kommen, dass der Raps erfolgreich wachsen wird. Wenn er nicht keimt, ist die Gefahr bei ausbleibenden Niederschlägen einer Keimruhe der Samen. Keimt er, aber es ist zu wenig Wasser im Boden, wird er schnell vertrocknen.

Die momentan noch hohen Bodentemperaturen ermöglichen es, die Aussaat zu verzögern. Zudem kann die Verwendung einer frohwüchsigeren Rapssorte, das Herbstwachstum beschleunigen. Je nach Region ist somit eine Aussaat bis Mitte September ohne größere Gefahr möglich. Die Zeit bis dahin kann man gut für die Strohzerkleinerung und Saatbettbereitung nutzen, um bei der späteren Aussaat beste Bodenbedingungen zu haben. Sind wiederkehrende Niederschläge zu erwarten, kann dann gedrillt werden. Positiv wird sich dann auch der folgende Herbst mit gehäuftem Morgentau auswirken.


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