Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktfruchtbau

Ergebnisse der LSV Wintergerste 2018/19 & Empfehlungen

Die Wintergerstenerträge waren sowohl in der Praxis als auch in den Landessortenversuchen größtenteils besser, als aufgrund der Witterungsverhältnisse erwartet. Wintergerste stellt in Hessen nach Winterweizen die zweitbedeutendste Wintergetreideart dar. Im Vergleich zum Vorjahr wurde nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes der Anbau von 66400 ha auf 72900 ha, d.h. um 11 % ausgeweitet, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass viele Landwirte aufgrund der langanhaltenden Trockenheit im vergangenen Sommer/Herbst und der zunehmenden Schädlingsproblematik von einer Winterrapsaussaat Abstand nahmen. Im Gegensatz zur Wintergerste wurde der Winterweizen- und Triticaleanbau nur um 4800 bzw. 2500 ha ausgeweitet.

Für die Wintergerste spricht zum einen, dass die frühere Abreife eine bessere Ausnutzung der im Boden gespeicherten Winterniederschläge ermöglicht. Wintergerste ist somit auch besser angepasst an die durch den Klimawandel verursachte Verschiebung der Niederschläge von einer Abnahme der Sommerniederschlag hin zu einem Mehr an Winterniederschlag. Auch die kontinuierliche züchterische Verbesserung der agronomischen Eigenschaften der Sorten hat zur Wertschätzung der Wintergerste beigetragen.

Wieder ein Jahr mit eigentlich schwierigen Witterungsverhältnissen

LSV Wintergerste
LSV Wintergerste
Nach der extremen Sommertrockenheit stellten sich viele Wintergerstenanbauer im Herbst die Frage, ob die Bodenfeuchte eine erfolgreiche Etablierung der Bestände vor Winter ermöglicht. Wird zum Beginn der Vegetationsruhe keine ausreichende Entwicklung mit vier bis sechs Bestockungstrieben erreicht, können Auswinterungsschäden verstärkt werden. In den Höhen- und Übergangslagen Nordhessen begann die Aussaat ab Mitte September, da hier die Niederschlagsverhältnisse oft etwas günstiger waren. In den südlichen Landesteilen fiel in der letzten Septemberdekade Niederschlag, der eine Aussaat ermöglichte, die Anfang Oktober meist abgeschlossen war. Da die Trockenheit das Auflaufen von Ausfallgetreide stark eingeschränkt hatte, war keine „grüne Brücke“ vorhanden für Ausbreitung von Läusen, die als Virusvektoren fungieren; folglich war die Virusgefahr relativ gering. Allerdings wurde im Süden ein stärkeres Aufkommen von Zikaden beobachtet, die ebenfalls Überträger von Viren sind. Problematisch stellte sich auf vielen Getreideschlägen im Herbst das verstärkte Auflaufen von Ungräsern wie Windhalm, Trespe und Ackerfuchsschwanz dar.

Dank des späten Vegetationsendes konnten die Bestände über lange Zeit Nährstoffe aufnehmen. Entsprechend präsentierten sich die Gerstenbestände im Frühjahr überwiegend gut entwickelt. Lediglich aufgrund von Trockenheit spät aufgelaufene Gerste zeigte eine geringe Bestandesdichte. Auf vereinzelten Schlägen trat ein nesterweiser Befall mit Gelbverzwergungsvirus auf. Weiterhin wurden in verschiedenen Schlägen Nester mit Vergilbungen beobachtet, die auf Befall mit Gelbmosaikvirus Typ 2 zurückzuführen waren. Netzflecken und Zwergrost traten in vielen Beständen auf, Mehltau war regional von Bedeutung. So wurden auch in den LSV am Standort Rauischholzhausen an anfälligen Sorten Zwergrost und undefinierte Blattflecken beobachtet. In Korbach trat ein noch ungeklärter stärkerer Virusbefall auf und bei einzelnen Sorten wurde ein stärkerer Rynchosporiumbefall beobachtet. In Bad Hersfeld und Friedberg wurde vor allem im zweizeiligen Sortiment ein starker Ramulariabefall festgestellt. Der Befall wird begünstigt durch lange Phasen mit Blattnässe im Frühjahr/Frühsommer, was in Bad Hersfeld aufgrund der Lage in der Fuldaaue mit regelmäßig intensiver Taubildung in fast jedem Jahr gegeben ist.

Spätfröste Anfang Mai resultierten in vielen Beständen zu Stressreaktionen, die sich in Form von Gelbfärbungen zeigten. Im Mai wurde in zahlreichen Gerstenbeständen und auch in den Landessortenversuchen Ähren mit Flugbrandbefall gefunden. Beeinflusst wird das Auftreten von Flugbrand durch viele Faktoren, wie einer mangelhaften Beizgüte, Wirkstoffverlusten der fungiziden Beize, Witterungsverhältnissen und dem Aufbau eines Befallsdruckes über die letzten Jahre. Die Ursache ist daher nicht eindeutig zu benennen. Vorbeugend sollte zertifiziertes, gebeiztes Saatgut verwendet werden, welches die Befallswahrscheinlichkeit mindert. Auch eine spätere Aussaat trägt zur Schadensminderung bei. Hohe Temperaturen im Juni mit Temperaturmaxima über 30°C beschleunigten die Abreife, die Ernte begann aber etwas später als im Extremjahr 2018.

Landessortenversuche 2018/2019 an fünf hessischen Standorten

Die mehrzeiligen und zweizeiligen Wintergerstensorten werden an fünf hessischen Standorten in getrennten Sortimenten neutral und unabhängig geprüft. Über die mehrortigen und mehrjährigen Ergebnisse kann für jede Sorte eine umfassende Leistungsbeurteilung erstellt werden. Hierzu werden alle zu prüfenden Sorten eines Sortimentes unter gleichen Bedingungen, d.h. mit gleicher Nährstoffversorgung und Pflanzenschutzmaßnahmen geführt, um dann die Ertragsleistung, Ertragsstabilität, Krankheitsanfälligkeit und Robustheit zu erfassen. Auch die Qualitätseigenschaften werden routinemäßig ermittelt. Bei Hybridgerstensorten wird auf Wunsch der Züchter die Aussaatstärke um ein Drittel gegenüber der ortsüblichen Saatstärke der Liniensorten reduziert, da Hybridgersten eine deutlich höhere Bestockungsintensität aufweisen.

Geprüft wurden zwanzig mehrzeilige Wintergerstensorten, davon standen acht Sorten das erste Jahr in den Landessortenversuchen. Das Prüfsortiment der zweizeiligen Gerste umfasste acht Sorten, hiervon wurden zwei Sorten im Frühjahr 2019 zugelassen. Für den Vergleich von zwei- und mehrzeiligen Gersten wird im mehrzeiligen Sortiment California mitgeführt und im zweizeiligen KWS Meridian. Die zu prüfenden Sorten werden üblicherweise in zwei Intensitätsstufen angebaut. In Stufe 1 wird die Wachstumsreglermenge reduziert und auf Fungizide verzichtet, um die Krankheitsanfälligkeit sowie die Standfestigkeit bewerten zu können. Weiterhin ermöglicht Stufe 1 eine Einschätzung zum Leistungsvermögen der Sorten unter extensiven Bedingungen. Das Leistungspotenzial der geprüften Sorten unter optimaler Bestandesführung kann aus Stufe 2 abgeleitet werden.

Behandlungsmaßnahmen wirtschaftlich?

Der ortsübliche Einsatz von Fungiziden und Wachstumsregler erbrachte im aktuellen Jahr im mehrzeiligen Sortiment einen Mehrertrag von im Mittel 16.0 dt/ha, wobei sich der Effekt jedoch deutlich zwischen den Standorten unterschied (0.2 bis 24.4 dt/ha). Zurückzuführen ist die positive Wirkung der Behandlung an den Standorten Friedberg, Fritzlar, Bad Hersfeld und Marburg in diesem Jahr vor allem auf die verbesserte Standfestigkeit und Strohstabilität und in einem etwas geringeren Umfang auf die Gesunderhaltung des Blattapparates. Die geringe Wirkung der Behandlung in Korbach liegt begründet in der Virusinfektion. Von den mehrzeiligen Sorten reagierten besonders stark auf eine Behandlung KWS Higgins, KWS Orbit und Lucienne, den geringsten Mehrertrag zeigte SY Galileoo. Im zweizeiligen Sortiment steigerte die Behandlung den Kornertrag im Mittel über alle Sorten und Standorte um 15.4 dt/ha. Den größten Mehrertrag (20.6 dt/ha) durch die Behandlung zeigte Valerie. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr war die Behandlung meist wirtschaftlich und unterstreicht die Bedeutung einer Behandlung zur Absicherung des Aufbaus des Blattapparates und der Ertragsbildung in der Kornfüllungsphase. Darüber hinaus kommt der Behandlung auch eine qualitätsabsichernde Wirkung zu.

Erträge 2019 über den Erwartungen

Reife Wintergerste
Die Wintergerstenernte 2019 toppte die Erwartungen
Der Kornertrag der mehrzeiligen Bezugsbasis (KWS Meridian, California, Toreroo, Lucienne, KWS Higgins, SU Ellen, KWS Kosmos) war mit 100.9 dt/ha in Stufe 2 etwas höher als im letzten Jahr und lag leicht unter dem Niveau von 2017 (Tabelle 1). In Stufe 1 wurden im Mittel annähernd gleiche Erträge erzielt wie in den beiden Vorjahren.

Ein Vergleich der diesjährigen Leistung an den fünf Prüfstandorten belegt für Korbach vor allem in Stufe 2 einen geringeren Kornertrag (Tabelle 2). Dies ist zum einen darauf zurückzuführen, dass die Bestandesdichte nicht optimal war. Zusätzlich hatten Spätfröste im Mai Schäden an den Ähren verursacht und ein stärkerer Virusbefall die Bestände negativ beeinflusst. Die hohen Kornerträge in Friedberg sind vermutlich auf die günstige Vorfrucht Kartoffel zurückzuführen. Der Ertragsabstand zwischen der ertragsstärksten und -schwächsten Sorte variierte in Abhängigkeit des Standortes von 20.3 bis 33.8 dt/ha in Stufe 1 und von 14.1 bis 25.4 dt/ha in Stufe 2.

Das Bezugssortiment der zweizeiligen Sorten (KWS Meridian, California, Zita, Sandra, KWS Infinity) erreichte einen durchschnittlichen Ertrag von 88.4 dt/ha in Stufe 1 und 103.6 dt/ha bei optimaler Behandlung (Tabelle 3). Das Ertragsniveau liegt somit über den letztjährigen Ergebnissen, besonders in Stufe 2 (Tabelle 4). In Friedberg und Griesheim wurden die höchsten Winterfuttergerstenerträge in den letzten dreizehn Jahren gedroschen. Der Standort Fritzlar war leider nicht auswertbar. Kornertragsunterschiede zwischen der stärksten und schwächsten Sorte rangierten je nach Standort zwischen 11.3 und 17.5 dt/ha in Stufe 2 und zwischen 8.1 und 20.1 dt/ha in Stufe 1.

Der Leistungsabstand der zweizeiligen zu den mehrzeiligen Gersten hat sich durch Züchtungsfortschritt in den letzten Jahren verringert. Unter den meisten Anbaubedingungen, insbesondere wenn die Wasserversorgung stimmt, können mehrzeilige Gersten ihr gegenüber zweizeiligen Gersten höheres Ertragspotenzial realisieren. Hitze- und Trockenstressbedingungen hingegen scheinen von zweizeiligen Gersten etwas besser toleriert zu werden. Bei der Sortenwahl ist jedoch zu berücksichtigen, dass zweizeilige Sorten aufgrund ihres normalerweise höheren Marktwareanteils, der besseren Sortierung, der höheren Tausendkornmasse und des höheren Hektolitergewichtes einen Vorteil bei der Vermarktung bieten. Weiterhin sind zweizeilige Sorten meist weniger lageranfällig.

Durchweg gute Qualitäten

Die untersuchten Qualitätsparameter der mehrzeiligen Sorten in Intensitätsstufe 2 zeigen mit einem mittleren Hektolitergewicht von 67.9 kg/hl ein gutes Niveau, das aber etwas unter den in den beiden Vorjahren erzielten Ergebnissen liegt (Tabelle 5). Alle Sorten überschritten problemlos die vom Handel gewünschten 64 kg/hl. Im zweizeiligen Sortiment wurde ein durchschnittliches Hektolitergewicht von 69.9 kg/hl erreicht, und verfehlt den Vorjahreswert (70.1 kg/hl) nur knapp. Durch besonders hohe Hektolitergewichte zeichneten sich die mehrzeiligen Sorten Lucienne, SY Baracooda und SU Jule aus, sowie bei den zweizeiligen Gersten Valerie und KWS Moselle. Die Marktwareanteile (> 2.2 mm) erreichten mit durchschnittlich 98.1 (mehrzeilig) und 98.4% ein gutes Niveau, aber keine Spitzenwerte.

In der unbehandelten Stufe lag das Hektolitergewicht um 1.7 kg/hl unter dem Ergebnis von Stufe 2, und SU Ellen, Pixel und SU Laurielle verfehlten den Zielwert von 64 kg/hl. Um eine gute Kornqualität zu erzielen, zahlt es sich also aus, die Bestände möglichst lange gesund zu erhalten.

Ertragsstabilität über mehrere Jahre gefragt

Das Leistungspotenzial einer Sorte kann nicht auf der Grundlage eines einzigen Prüfjahres beurteilt werden, da relevante Eigenschaften wie Krankheitsresistenzen, Strohstabilität und Lageranfälligkeit in jedem Jahr in Abhängigkeit von Witterungsverhältnissen und Krankheitsdruck unterschiedlich stark beansprucht werden. Auch die Winterfestigkeit kam im vergangenen Winter an den meisten Standorten nicht zum Tragen, muss aber bei der Sortenwahl auf jeden Fall berücksichtigt werden. Schaut man in die Beschreibende Sortenliste (Tabellen 8 und 9), fällt auf, dass für viele der neueren Sorten keine Einstufung zur Neigung zur Auswinterung existiert, da noch keine belastbare Datenbasis vorliegt. Der betriebliche Anbauumfang dieser Sorten sollte daher begrenzt werden, um das Anbaurisiko zu minimieren. Eines der wichtigsten Merkmale bei der Sortenwahl ist die Ertragssicherheit, d.h. die Konstanz der Leistung, die nur anhand von mehrjährigen Versuchen sicher eingeschätzt werden kann.

Betrachtet man die drei- und mehrjährig in Hessen geprüften mehrzeiligen Sorten, bestätigt sich wiederum die Ertragssicherheit von KWS Meridian, die konstant gute Erträge in beiden Stufen bringt. Ähnlich ertragsstark zeigt sich Lucienne, mit allerdings stärkeren Schwankungen zwischen den Jahren und Standorten. KWS Higgins liefert in Stufe 2 einen konstant überdurchschnittlichen Ertrag, während die Sorte in Stufe 1 aufgrund der schlechten Leistung in 2017 nur durchschnittlich abschneidet. Die langjährig geprüfte, gegen beide Gelbmosaikvirusstämme resistente und früh abreifende SU Ellen sowie KWS Kosmos bleiben in Stufe 2 am Ertragsdurchschnitt und fallen in Stufe 1 ertraglich etwas ab. Von den zweijährig geprüften Sorten präsentieren sich KWS Orbit und die Hybride SY Galileoo in beiden Stufen ertragsstark, SU Jule und Mirabelle können nur in Stufe 1 ertraglich überzeugen.

Bei den zweizeiligen Sorten liegt KWS Infinity in Stufe 1 leicht vor California und Sandra, während sich in Stufe 1 keine der drei- oder mehrjährig geprüften Sorten absetzen kann. Die Ertragsleistung von Zita fällt über die Jahre ab und bleibt unter dem Durchschnitt des Bezugsortiments. Von den zweijährig geprüften Sorten zeigt die kompakte SU Ruzena in beiden Stufen eine überdurchschnittliche Leistung, während sich Lottie etwas schwächer präsentiert.

Auch über die Landesgrenze schauen

Abgesehen von den mehrjährigen hessischen Landessortenversuchen macht es Sinn, die Ergebnisse von Standorten aus benachbarten Bundesländern in die Sortenwahl einzubeziehen, die annähernd vergleichbare Boden- und Klimabedingungen aufweisen. Eine gute Orientierungshilfe bieten die überregionalen, mehrjährigen Auswertungen für die unterschiedlichen Anbaugebiete. Auf der Basis von Boden-Klimaräumen und unter Beachtung der unterschiedlichen Ansprüche der Pflanzenarten und deren Anbaubedeutung wurden kulturartspezifische Anbaugebiete (AG) definiert (http://geoportal.julius-kuehn.de/map?app=konv ). Die hessischen Wintergersten-LSV-Standorte gehören zu drei unterschiedlichen Anbaugebieten: Korbach und Eichhof zum AG 15 (Höhenlagen Mitte/West); Friedberg, Fritzlar und Rauischholzhausen zum AG 16 (Mittellagen Südwest) und Griesheim zum AG 20 (Wärmelagen Südwest). Die Anbaugebiete 16 und 20 werden gemeinsam ausgewertet. Um die Datenbasis zu vergrößern und damit die Einschätzung des Sortenleistungsvermögens noch belastbarer zu machen, werden nicht nur LSV-Ergebnisse in die Auswertungen einbezogen, sondern auch Ergebnisse der dreijährigen Wertprüfung, die der Sortenzulassung vorausgeht.

Die Resultate der überregionalen Auswertung des Kornertrages für die Höhenlagen Mitte/West werden in Tabelle 6 präsentiert. KWS Higgins erzielte die höchste Leistung, etwas schwächer, aber noch überdurchschnittlich präsentieren sich Joker, KWS Kosmos und SY Galileoo. Von den Neuzulassungen zeigen Melia, SY Baracooda, Journey, Jettoo und KWS Flemming eine etwas bessere Leistung; die Datengrundlage ist jedoch noch nicht wirklich belastbar.

Für die Anbaugebiete 16 (Mittellagen Südwest) und 20 (Wärmelagen Südwest) bilden bei den mehrzeiligen Gersten in Stufe 2 KWS Higgins, KWS Orbit, Melia und SY Galileoo die Leistungsspitze (Tabelle 7). Die neu zugelassene Melia zeigt auch in Stufe 1 ein sehr hohes Ertragspotenzial. Weiterhin ertraglich überzeugen in Stufe 1 können die bewährte KWS Meridian, SY Baracooda, Journey, KWS Flemming, SU Laurielle und Toreroo. Im zweizeiligen Sortiment setzen sich in Stufe 2 die Neuzulassungen Valerie und KWS Moselle von den anderen Sorten deutlich ab. KWS Moselle erbringt auch in Stufe 1 die höchste Leistung, gefolgt von LG Caspari und Yvonne.

Gute Liniensorten können mit Hybriden mithalten

Mehrzeilige Hybrid-Wintergersten sind seit einigen Jahren auf dem Markt. In der aktuellen Beschreibenden Sortenliste sind 9 mehrzeilige Hybridgersten eingetragen von insgesamt 65 mehrzeiligen Wintergerstensorten. Hybriden weisen ein hohes Ertragspotenzial auf und ermöglichen durch ihre allgemein gute Wüchsigkeit ein weiteres Aussaatfenster. Eine weitere positive Eigenschaft besteht in der guten Ertragssicherheit, auch unter etwas schwierigeren Anbaubedingungen. Durch die bessere Bestockungsfähigkeit der Hybridsorten kann die Aussaatmenge reduziert werden (Empfehlung der Züchter: 30%), aber die höheren Saatgutkosten müssen durch einen Mehrertrag von 2.5 bis 3.5 dt/ha kompensiert werden. In den aktuellen hessischen Wintergersten-LSV erreichten die Hybriden in Stufe 1 das Leistungsniveau der besten Liniensorten. In Stufe 2 hingegen lagen Liniensorten, wie auch in den Vorjahren, an der Leistungsspitze. Der Entscheidung über den Anbau von Hybridgerste sollte eine innerbetriebliche wirtschaftliche Betrachtung und eine Abwägung der relevanten Sorteneigenschaften vorausgehen.

Sortenbeschreibung der Neuzulassungen

Das Bundessortenamt hat im Frühjahr 2019 neun mehrzeilige und sieben zweizeilige Winterfuttergersten zugelassen. Die erstmals in den Landessortenversuchen geprüften Neuzulassungen sollen hier kurz mit den relevanten Sorteneigenschaften dargestellt werden. Die aktuellen Einstufungen (Noten 1 bis 9) des Bundessortenamtes der geprüften Sorten sind Tabellen 8 und 9 zu entnehmen. Dabei bedeutet die Note 1 eine sehr geringe Ausprägung eines Merkmals (z.B. sehr niedrig, sehr kurz, sehr früh) und Note 9 eine hohe Ausprägung (z.B. sehr hoch, sehr lang, sehr spät). Eine mittlere Merkmalsausprägung wird mit der Note 5 bewertet.

SY Baracooda (Syngenta) ist eine später abreifende Hybridgerste der dritten Generation. Die Sorte weist neben Melia die größte Pflanzenlänge aller in der Beschreibenden Sortenliste aufgeführten mehrzeiligen Gersten auf. Standfestigkeit und Strohstabilität liegen auf einem mittleren Niveau. Abgesehen von einer höheren Anfälligkeit für Zwergrost verfügt die Sorte über eine gute bis ausreichende Blattgesundheit. Das Ertragspotenzial ist in Stufe 2 mit der Höchstnote eingestuft. Sie bringt im ersten Prüfjahr besonders in Stufe 1 überdurchschnittliche Erträge.

Journey (IG Pflanzenzucht), bereits 2018 zugelassen, ist eine später abreifende Liniensorte mit höherer Pflanzenlänge und einer mittleren Standfestigkeit und Strohstabilität. Ausgewogene Resistenzeigenschaften sowie ein hohes Ertragsvermögen und ein hoher Marktwareanteil vervollständigen das Sortenprofil. Das erste Versuchsjahr schliesst Journey mit überdurchschnittlichen Erträgen ab.

Jettoo (Syngenta) wurde 2016 in Frankreich zugelassen und hat in Deutschland die EU-Sortenprüfung durchlaufen. Die Sortenbeschreibung basiert auf Züchterangaben. Die Hybridsorte zeichnet sich durch eine besondere Frühreife und ein sehr hohes Ertragspotenzial aus. Die Neigung zu Auswinterung wird als mittel eingestuft, ebenso wie die Neigung zu Lager und die Strohstabilität. Jettoo verfügt über gute Resistenzeigenschaften, besonders gegenüber Rynchosporium. Ertraglich liefert die Sorte besonders in Stufe 1 ein überdurchschnittliches Ergebnis ab.

KWS Flemming (KWS) hat in 2019 in Stufe 1 eine überdurchschnittliche Ertragsleistung gezeigt. Die etwas längere Sorte reift mittelfrüh ab und weist nach Bundessortenamt eine Schwäche im Ährenknicken auf. KWS Flemming verfügt über eine gute Blattgesundheit, mit einer sehr geringen Anfälligkeit gegen Rynchosporium. Marktwareanteil und Vollgerstenanteil sind etwas schwächer ausgeprägt, das Hektolitergewicht liegt auf einem guten Niveau.

Melia (IG Pflanzenzucht) brachte in 2019 besonders in Stufe 1 eine sehr hohe Ertragsleistung. Die Sorte ist mittelfrüh, längerstrohig und benötigt eine Absicherung von Standfestigkeit und Strohstabilität. Der erhöhten Anfälligkeit gegenüber Rynchosporium steht eine ansonsten leicht überdurchschnittliche Gesundheit gegenüber. Melia bildet eine etwas höhere Tausendkornmasse und eine überdurchschnittliche Kornqualität.

SU Laurielle (Saaten Union) ist eine frühreife Wintergerste mit einer zusätzlichen Resistenz gegen das Gelbmosaikvirus-Typ2. Die Standfestigkeit wird als gut eingeschätzt, Halm- und Ährenknicken weisen jedoch Schwächen auf. Von einer mittleren Zwergrostanfälligkeit abgesehen ist die Blattgesundheit als gut eingestuft, in der Anfälligkeit gegen Ramularia zeigte sie Schwächen. Im ersten Prüfjahr lag der Ertrag am Versuchsdurchschnitt, der Marktwareanteil bewegte sich im oberen Bereich, während Tausendkornmasse und Hektolitergewicht nur ein mittleres Niveau erreichten.

Diadora (Hauptsaaten) ist eine standfeste, mittelfrühe, etwas längerstrohige Sorte. Von einer mittleren Mehltauanfälligkeit weist die Sorte eine ausgewogene Blattgesundheit auf. Diadora bildet eine hohe bis sehr hohe Tausendkornmasse, ein mittleres Hektolitergewicht und einen hohen bis sehr hohen Marktwarenanteil aus. Im ersten Versuchsjahr konnte Diadora nur in Stufe 1 ertraglich überzeugen.

Paradies (DSV) verfügt über eine zusätzliche Resistenz gegen das Gerstengelbver-zwergungsvirus. Schwächen in der Strohstabilität und die mittlere Lagerneigung machen eine Unterstützung durch Wachstumsregler erforderlich. Die Blattgesundheit ist, mit Ausnahme von Netzflecken, als leicht überdurchschnittlich bewertet. Die Kornqualität hingegen erreicht nur ein mittleres Niveau. Im aktuellen Jahr zeigt Paradies nur in Stufe 1 eine über dem Mittel liegende Ertragsleistung.

Valerie (Limagrain) ist eine zweizeilige Neuzulassung, mit einer zusätzlichen Resistenz gegenüber dem Gelbmosaikvirus-Typ2. Abgesehen von einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber Zwergrost weist die Sorte eine gute Blattgesundheit auf. Tausendkornmasse und Marktwareanteil werden als hoch bis sehr hoch eingestuft; auch das Hektolitergewicht erreicht ein hohes Niveau. Im aktuellen Jahr zeigte Valerie eine stärkere Variation des Ertrages zwischen den Standorten und blieb nur in Stufe 2 über dem Durchschnitt.

Die mittelfrüh abreifende, zweizeilige KWS Moselle (KWS) zeichnet sich durch eine sehr gute Blattgesundheit aus. Auch die Vermarktungseigenschaften, d.h. Tausendkornmasse, Hektolitergewicht und Marktwareanteil werden als gut eingestuft. Lediglich die Standfestigkeit bewegt sich nur auf einem mittleren Niveau. Im ersten Prüfjahr war sie leistungsstärkste Sorte mit einem Ertragsniveau von KWS Meridian.

Empfehlung zu mehrzeiligen Sorten

Einige Sorten neigen zu Lager
Bei der Sortenwahl auf geringe Lagerneigung achten
Die hessischen und überregionalen Ergebnisse der Landessortenversuche demonstrieren, dass leistungsstarke Sorten auch unter schwierigen Witterungsverhältnissen stabile und hohe Erträge bei guten Kornqualitäten erzielen können. Vorbehaltlich der Zustimmung des Gremiums aus Beratung, Praktikern, Handelshäusern, Vermehrungsbetrieben und Fachinformation, welches jährlich die offiziellen hessischen Sortenempfehlungen abstimmt, werden auf Basis der mehrjährigen Ergebnisse für die Aussaat 2019 die mehrzeiligen Sorten KWS Meridian, KWS Keeper, SU Ellen, KWS Kosmos, KWS Higgins und für Südhessen weiterhin Lucienne empfohlen. Neben den bewährten Sorten umfasst die Empfehlung auch neuere Sorten mit mindestens zweijähriger LSV-Prüfung für den Probeanbau, um einen fließenden Sortenwechsel zu ermöglichen. Eine Liste der für alle Winterungen offiziell empfohlenen Sorten wird Anfang September an dieser Stelle veröffentlicht.

Über eine mehrjährig stabile Ertragsleistung und dadurch uneingeschränkt empfehlenswert bleibt KWS Meridian (KWS; Zulassung 2011). Die Sorte konnte im aktuellen Jahr wieder an die Ergebnisse der Vorjahre anknüpfen. Auch im überregionalen Vergleich bestätigt KWS Meridan ihr Leistungspotenzial. Abgesehen von ihrer Ertragskonstanz punktet die Sorte mit einer guten Winterhärte und der guten Kornqualität. Schwächen in der Standfestigkeit, Strohstabilität und Blattgesundheit können durch gezielte Pflanzenschutzmaßnahmen kontrolliert werden.

SU Ellen (Saaten Union; Zulassung 2014) ist eine früh abreifende Wintergerste, mit einer schwächeren Einstufung im Ährenknicken bei sonst sehr guter Standfestigkeit. Die Winterfestigkeit ist schwächer ausgeprägt als bei KWS Meridian. Abgesehen von Schwächen in der Zwergrostanfälligkeit weist SU Ellen eine gute Blattgesundheit auf. Die Sorte verfügt über Resistenzen gegenüber Gelbmosaikvirus-Typ1 und –Typ2, jedoch nicht gegen das milde Gerstengelbmosaikvirus (BAMMV). Den Ertrag macht die Sorte über eine sehr hohe Kornzahl/Ähre, das Hektolitergewicht ist unterdurchschnittlich.

Wintergerstensorte KWS Higgins
Die Sorte KWS Higgins lieferte gute Erträge. Allerdings neigt sie zu Halmknicken.
Auch die doppelresistente (Gelbmosaikvirus-Typ 1 und –Typ2, BAMMV) KWS Keeper (KWS, Zulassung 2013) überzeugt mehrjährig durch solide Erträge und Qualitäten. Die Sorte verfügt über eine ausreichende Standfestigkeit, Strohstabilität und Blattgesundheit. Tausendkornmasse und Vollgersteanteil sind jedoch unterdurchschnittlich.

Die mittelfrüh abreifende KWS Higgins (KWS, Zulassung 2017) erzielt in Stufe 2 leicht überdurchschnittliche Erträge. Die Sorte weist eine starke Neigung zum Halmknicken auf, was über Wachstumsregler kontrolliert werden muss. Ebenso zu beachten ist die hohe Anfälligkeit gegenüber Zwergrost. KWS Higgins liefert einen hohen Marktwareanteil bei gutem Hektolitergewicht.

KWS Kosmos (KWS; Zulassung 2015) verfügt über eine gute Strohstabilität und Winterhärte. Ergebnisse der überregionalen Auswertung belegen ein stabiles, mittleres Ertragsniveau auch in Höhenlagen. Die mittelfrühe Sorte zeichnet sich weiterhin aus durch einen hohen Marktwareanteil. KWS Kosmos reagiert anfällig auf Zwergrost, ansonsten ist die Blattgesundheit als gut einzustufen. Das Hektolitergewicht erreicht nur ein mittleres Niveau.

Lucienne (Saaten Union; Zulassung 2017) erzielt nach dreijähriger Prüfung eine leicht überdurchschnittliche Ertragsleistung, auch in Stufe 2 der überregionalen Auswertung, bei allerdings etwas stärker schwankenden Erträgen zwischen Standorten. Die Sorte reift mittelfrüh ab, ist etwas länger im Stroh und weist eine mittlere Standfestigkeit und Strohstabilität auf. Die Blattgesundheit weist keine Schwächen auf, die Kornqualität ist als gut bis sehr gut einzustufen.

Zum Probeanbau empfehlen sich KWS Orbit, SY Galileo und für die nördlichen Landesteile zusätzlich Lucienne und Mirabelle.

KWS Orbit (KWS; Zulassung 2018) erzielte in beiden Prüfjahren einen über dem Mittel liegenden Ertrag und erreicht einen hohen Marktwareanteil bei guten Hektolitergewichten. Die Sorte verfügt über eine gute Standfestigkeit bei mittlerer Neigung zum Halmknicken, die Abreife erfolgt mittelfrüh bis spät. Die Anfälligkeit für Zwergrost ist erhöht.

SY Galileoo (Syngenta, Zulassung 2018), eine mittel bis spät abreifende Hybridgerste mit etwas größerer Pflanzenlänge, präsentiert sich nach zwei Prüfjahren in den hessischen LSV besonders in Intensitätsstufe 1 mit über dem Versuchsmittel liegenden Erträgen und kann auch überregional überzeugen. Die Neigung zu Lager und Halmknicken liegt im mittleren Bereich, die Neigung zu Ährenknicken ist jedoch hoch. Die Anfälligkeit für Mehltau und Zwergrost ist gering. Die Kornqualität liegt auf ähnlichem Niveau wie KWS Meridian.

Die mittel bis spät abreifende Mirabelle (DSV, Zulassung 2018) kann für viehhaltende Betriebe in den Höhenlagen Hessens interessant sein, für die nicht nur der Korn-, sondern auch der Strohertrag von Relevanz ist. Mirabelle weist eine größere Pflanzenlänge auf und zeichnet sich durch eine gute Strohstabilität aus. Die Ertragsleistung bleibt in Stufe 2 leicht unter dem Mittel, erreichte in Stufe 1 in Hessen aber ein überdurchschnittliches Niveau. Die Blattgesundheit ist auf einem mittleren Niveau.

Empfohlene zweizeilige Sorten

Im zweizeiligen Sortiment erhalten California, KWS Infinity sowie Sandra wiederum eine volle Empfehlung; SU Ruzena wird für den Probeanbau empfohlen.

Die langjährig geprüfte California (Limagrain; Zulassung 2012) erbringt stabile, mittlere Erträge bei guter Kornausbildung. Die mittelspät abreifende Sorte zeichnet sich aus durch eine gute Strohstabilität und Standfestigkeit. Auch die Blattgesundheit weist keine Schwächen auf. Die Winterfestigkeit liegt allerdings nur auf einem mittleren Niveau, was auf auswinterungsgefährdeten Standorten zu beachten ist.

KWS Infinity (KWS; Zulassung 2015) bringt stabil mittlere Erträge. Ergebnisse aus den neuen Bundesländer zufolge ist die Winterhärte besser ausgeprägt als die von California. Standfestigkeit und Strohstabilität liegen auf einem mittleren Niveau. Die Blattgesundheit ist als gut einzustufen, wenn man von der erhöhten Anfälligkeit gegen Mehltau absieht.

Sandra (IG Pflanzenzucht; Zulassung 2010) ist eine kurzstrohige Gerste mit durchschnittlicher Standfestigkeit, Halm- und Ährenstabilität. Sandra ist anfälliger für Zwergrost und Ramularia, und weniger anfällig für Mehltau. Hervorzuheben ist ihre sehr gute Kornqualität. Sandra ist jedoch etwas stärker auswinterungsgefährdet.

SU Ruzena (Saaten Union, Zulassung 2017) konnte in beiden Prüfjahren und in beiden Intensitätsstufen mit einem leicht über dem Versuchsmittel liegenden Ertrag überzeugen. Überregional liegt sie leicht unter dem Mittel. Die Sorte ist kurz, mit ausreichender Standfestigkeit und Strohstabilität. SU Ruzena weist ein ausgeglichenes Gesundheitsprofil auf, die Ramulariaanfälligkeit erscheint jedoch erhöht.

Die Produktionstechnik im Auge behalten

Neben der Wahl von leistungsfähigen Sorten muss auch die Produktionstechnik stimmen, damit Höchsterträge erzielt werden könnten. Wintergerste stellt zwar geringere Ansprüche an die Bodengüte als Weizen, der Bodenbearbeitung muss jedoch besonderes Augenmerk geschenkt werden. Dies gilt besonders für schwerere Böden, auf welchen die Luftführung limitierend wirken kann. Wintergerste benötigt ein gut abgesetztes Saatbett und eine gute Bodenstruktur. Bodenverdichtungen, die u.a. durch Befahren von feuchten Böden und/oder mit zu hohen Lasten entstehen, sowie Staunässe oder ungenügender Bodenschluss durch Strohmatten führen bei Gerste zu deutlicheren Ertragseinbußen als bei den anderen Wintergetreidearten. Vorbeugend sollten also alle Maßnahmen ergriffen werden, um Bodenverdichtungen zu vermeiden, denn eine erfolgreiche und dauerhafte Beseitigung von Bodenverdichtungen, insbesondere des Unterbodens, ist sehr schwierig zu realisieren und benötigt sehr lange Zeiträume. Um das Bodengefüge in einem guten Zustand zu erhalten bzw. zu verbessern, sollte auf eine ausreichende Kalk- und Kaliumversorgung geachtet werden.

Zur Ertragssicherung sollte der Aussaattermin nicht zu früh gewählt werden, da bei Frühsaaten eine höhere Wahrscheinlichkeit besteht, dass virusübertragende Schädlinge (Läuse, Zikaden) bereits im Herbst größere Populationen aufbauen. Frühsaaten erhöhen auch das Risiko, dass sich Blattkrankheiten bereits im Herbst stärker ausbreiten können. Weiterhin besteht bei Frühsaaten die Gefahr, dass sich die Bestände bei einer milden Herbstwitterung überwachsen und in der Folge eine geminderte Winterhärte aufweisen. Und nicht zuletzt fördern Frühsaaten in Fruchtfolgen, die von Winterungen dominiert werden, die Ausbreitung von Problemungräsern wie Ackerfuchsschwanz, Windhalm und Trespe.

Tabelle 1: LSV Wintergerste mehrzeilig; Erträge (relativ zur Bezugsbasis (BB)) der Versuchsjahre 2017 bis 2019

Resis-tenzen unbehandelt
(rel. zur BB)
fungizidbehandelt
(rel. zur BB)
Jahr 2017 2018 2019 Mittel 2017 2018 2019 Mittel
 Orte 4 4 5   4 4 5  
BB (dt/ha) 83.6 83.5 82.1 83.0 102.2 96.1 100.9 99.8
VD (dt/ha) 83.4 84.4 85.5 84.5 100.4 96.5 101.5 99.6
KWS Meridian  BB r 104 101 102 102 101 103 101 101
California  BB zz r 97 100 95 97 95 97 89 94
Toreroo  BB  (Hybride) r 106 101 112 107 100 102 102 101
Lucienne  BB r 108 102 99 102 103 99 101 101
KWS Higgins  BB r 91 103 104 100 101 104 109 105
SU Jule r 101 111 99 100
Mirabelle r 102 108 98 98
KWS Orbit VGL r 106 104 105 107
Pixel r 96 98 106 99
SY Galileoo  (Hybride) r 106 113 102 102
SY Baracooda  (Hybride) r 107 103
Journey r 107 104
Jettoo EU (Hybride) r 110 102
KWS Flemming r 104 101
Melia r 112 104
SU Laurielle r2 101 100
Diadora r 106 98
Paradies r4 105 99
Wootan (Hybride) r 102 103 97 102
Bazooka  (Hybride) r 99 101 95 102
Sonnengold r 92 98 98 98
LG Veronika r 105 83 102 88
Hedwig r2 104 102 99 96
Wenke 100 97
Anhangsortiment
KWS Keeper r2 77 103 83 97
SU Ellen  BB r3 100 98 92 96 99 99 98 99
KWS Kosmos  BB r 95 78 96 93 101 81 100 100
Quadriga r 102 98 103 98
Joker r2 99 99 101 101
Bella r 102 96
Tamina r 99 95

BB: Bezugsbasis, d.h. Sorten mit dreijährigen Prüfergebnissen (KWS Meridian, California, Toreroo, Lucienne, KWS Higgins, SU Ellen, KWS Kosmos)
VD: Versuchsdurchschnitt
r: resistent gegen Gelbmosaikvirus
r2: zusätzliche Resistenz gegen Virustyp BaYMV-2
r3: zusätzliche Resistenz gegen Virustyp BaYMV-2, nicht resistent gegen BaMMW
r4: Resistenz gegen Gerstengelbverzwergungsvirus
grau schattiert: nur Standort Bad Hersfeld

Tabelle 2: LSV Wintergerste mehrzeilig Hessen; Erträge (relativ zur Bezugsbasis (BB)), Versuchsjahr 2018/2019

Resis-tenzen unbehandelt (rel. zur BB) fungizidbehandelt (rel. zur BB)
FB FZ HEF KB MR Mittel FB FZ HEF KB MR Mittel
BB (dt/ha, 86% TS) 87.8 89.7 80.5 78.3 74.0 82.1 112.8 104.7 104.4 78.8 103.5 100.9
VD (dt/ha, 86% TS) 92.6 93.2 84.3 77.8 79.9 85.6 113.3 107.6 104.4 78.0 104.3 101.5
GD 5 % (relativ) 7.4 9.8 8.2 7.0 10.1   6.0 8.5 6.6 7.0 7.7
KWS Meridian BB r 102 98 105 107 101 102 101 93 103 104 103 101
California BB r 101 89 102 84 101 95 94 86 94 88 84 89
Toreroo BB (Hyb) r 111 118 108 103 119 112 102 106 99 105 100 102
Lucienne BB r 101 109 98 90 94 99 101 109 101 94 97 101
KWS Higgins BB r 103 99 104 111 103 104 104 108 108 111 113 109
SU Jule r 115 112 110 94 123 111 99 107 104 90 100 100
Mirabelle r 107 108 108 97 120 108 93 103 98 98 100 98
KWS Orbit r 108 113 106 100 90 104 105 116 106 104 102 107
Pixel r 100 94 103 85 107 98 103 104 99 90 99 99
SY Galileoo (Hyb) r 109 109 114 108 130 113 100 101 100 105 105 102
SY Baracooda (Hyb) r 105 108 107 102 114 107 102 107 99 104 104 103
Journey r 112 106 100 105 110 107 101 105 104 108 102 104
Jettoo EU (Hyb) r 109 104 116 103 119 110 100 104 99 100 105 102
KWS Flemming r 114 106 103 97 101 104 109 101 101 94 98 101
Melia r 112 111 114 106 120 112 95 110 103 107 106 104
SU Laurielle r2 104 102 98 97 104 101 104 102 94 100 99 100
Diadora r 107 107 105 93 117 106 98 108 98 89 94 98
Paradies r4 110 99 109 101 105 105 103 98 96 96 101 99
Anhangsortiment
KWS Keeper r2 102 105 104 98 105 103 98 92 100 95 101 97
SU Ellen BB r3 92 89 86 96 98 92 102 99 94 95 100 98
KWS Kosmos BB r 89 97 97 110 85 96 95 99 101 103 104 100

BB: Bezugsbasis, d.h. Sorten mit dreijährigen Prüfergebnissen (KWS Meridian, California, Toreroo, Lucienne, KWS Higgins, SU Ellen, KWS Kosmos)
VD: Versuchsdurchschnitt
r: resistent gegen Gelbmosaikvirus
r2: zusätzliche Resistenz gegen Virustyp BaYMV-2
r3: zusätzliche Resistenz gegen Virustyp BaYMV-2, nicht resistent gegen BaMMW
r4: Resistenz gegen Gerstengelbverzwergungsvirus
FB: Friedberg (Niederweisel), FZ: Fritzlar (Hombergshausen), HEF: Bad Hersfeld (Eichhof), MR: Marburg (Rauischholzhausen), KB: Korbach

Tabelle 3: LSV Wintergerste zweizeilig Hessen; Erträge (relativ zur Bezugsbasis (BB)), Versuchsjahr 2018/2019

Resis-tenzen unbehandelt (rel. zur BB) fungizidbehandelt (rel. zur BB)
  FB FZ GRI HEF MR Mittel FB FZ GRI HEF MR Mittel
BB (dt/ha) 98.4 nicht aus-wertbar 89.1 82.7 83.4 88.4 114.8 nicht aus-wertbar 96.5 101.8 101.2 103.6
VD (dt/ha) 98.7 90.8 83.4 83.9 89.2 115.1 98.2 102.5 102.6 104.6
GD 5 % (relativ) 8.3 6.3 5.8 7.0   7.1 5.8 4.7 5.8
KWS Meridian BB r 107 103 98 127 108 107 106 103 116 108
California BB r 106 102 102 90 100 99 101 101 93 98
Zita BB r 93 94 101 89 94 96 89 97 93 94
SU Ruzena r 102 104 101 103 103 99 105 96 104 101
Lottie r 101 102 104 99 101 96 100 101 97 99
Valerie r2 90 106 96 98 97 100 107 98 106 103
KWS Moselle r 110 106 106 106 107 106 104 112 104 107
Anhangsortiment
Sandra BB r 97 101 101 103 100 98 102 98 101 100
KWS Infinity BB r 97 101 99 90 97 98 102 102 96 100

BB: Bezugsbasis, d.h. Sorten mit dreijährigen Prüfergebnissen (KWS Meridian, California, Zita, Sandra, KWS Infinity)
VD: Versuchsdurchschnitt
r: resistent gegen Gelbmosaikvirus
r2: zusätzliche Resistenz gegen Virustyp BaYMV-2
FB: Friedberg (Niederweisel), FZ: Fritzlar (Hombergshausen), GRI: Griesheim; HEF: Bad Hersfeld (Eichhof), MR: Marburg (Rauischholzhausen)

Tabelle 4: LSV Wintergerste zweizeilig; Erträge (relativ zur Bezugsbasis (BB)) der Versuchsjahre 2017 bis 2019

Resis-tenzen unbehandelt
(rel. zum VD)
fungizidbehandelt
(rel. zum VD)
Jahr 2017 2018 2019 Mittel 2017 2018 2019 Mittel
 Orte 4 5 5 0 4 5 5
BB (dt/ha) 85.4 84.4 88.4 86.0 95.0 92.2 103.6 96.6
VD (dt/ha) 84.2 84.6 89.2 85.9 93.7 92.2 104.0 96.3
KWS Meridian  BB mz r 106 103 109 106 103 102 108 104
California  BB r 97 98 100 99 98 99 98 99
Zita  BB r 103 98 94 98 98 96 94 96
SU Ruzena r 102 103 103 101
Lottie r 103 101 101 99
Valerie r2 97 103
KWS Moselle r 107 107
Anhangsortiment
Sandra BB r 96 98 100 98 99 99 100 99
KWS Infinity BB r 99 102 97 99 101 104 100 102
LG Caspari r 100 102
Yvonne r 99 95
Kathmandu r 98 99
Paroli r3 81 97
Julena r 100 98

BB: Bezugsbasis, d.h. Sorten mit dreijährigen Prüfergebnissen (KWS Meridian, California, Zita, Sandra, KWS Infinity)
VD: Versuchsdurchschnitt
r: resistent gegen Gelbmosaikvirus
r2: zusätzliche Resistenz gegen Virustyp BaYMV-2
r3: zusätzliche Resistenz gegen Gerstengelbverzwergungsvirus
grau schattiert: nur Bad Hersfeld

Tabelle 5: LSV Wintergerste Hessen; hl-Gewicht (absolut), Versuchsjahr 2018/2019

Wintergerste mehrzeilig

unbehandelt fungizidbehandelt
FB FZ KB HEF MR Mittel FB FZ KB HEF MR Mittel
KWS Meridian r 68.0 62.6 68.1 64.7 66.2  65.9 67.9 62.5 68.1 69.3 70.3  67.6
California zz r 66.1 64.7 66.7 62.5 63.4  64.7 68.5 66.0 67.2 66.0 66.1  66.8
Toreroo (Hyb) r 67.9 67.8 67.7 63.9 66.8  66.8 68.9 67.6 68.3 66.6 69.4  68.2
Lucienne r 68.7 67.5 69.2 64.1 67.8  67.5 70.9 69.2 69.8 68.8 71.3  70.0
KWS Higgins r 67.1 63.6 67.1 63.2 64.8  65.2 70.1 67.6 68.7 68.0 70.5  69.0
SU Jule r 70.2 68.6 68.8 65.2 69.1  68.4 70.6 69.4 69.0 68.8 70.4  69.6
Mirabelle r 69.7 67.7 68.7 64.9 68.8  68.0 70.7 68.3 68.4 68.8 70.0  69.2
KWS Orbit r 68.7 65.6 66.5 62.8 67.1  66.1 69.0 68.6 67.4 66.8 69.3  68.2
Pixel r 64.9 61.4 66.9 60.4 63.7  63.5 68.8 65.6 67.9 64.9 66.6  66.8
SY Galileoo (Hyb) r 68.0 66.7 68.1 63.2 68.9  67.0 68.0 65.1 68.2 66.6 69.9  67.6
SY Baracooda (Hyb) r 68.6 67.5 69.8 63.0 68.8  67.5 70.7 69.4 69.5 68.2 70.9  69.7
Journey r 66.8 66.3 66.9 61.8 64.6  65.3 68.9 65.5 67.0 65.8 69.2  67.3
Jettoo (Hyb) r 68.1 67.4 68.1 63.9 68.1  67.1 69.2 67.2 68.7 66.7 70.5  68.5
KWS Flemming r 69.8 67.7 69.2 65.8 68.3  68.2 70.3 66.0 67.7 69.4 70.5  68.8
Melia r 68.3 65.9 67.9 65.0 67.4  66.9 68.8 67.5 67.9 66.7 69.4  68.1
SU Laurielle r2 63.8 62.4 64.0 58.7 61.4  62.1 65.9 64.9 65.0 63.9 66.5  65.2
Diadora r 66.8 66.5 66.1 62.6 65.6  65.5 67.0 65.8 66.5 65.7 67.0  66.4
Paradies r4 66.3 66.3 68.4 65.1 66.7  66.6 68.6 64.2 68.8 67.8 69.2  67.7
KWS Keeper r2 66.3 65.8 68.8 64.1 67.2  66.4 68.4 66.5 68.5 66.3 69.1  67.8
SU Ellen r3 63.0 62.6 65.3 60.1 61.2  62.4 65.4 64.2 66.3 65.0 66.2  65.4
KWS Kosmos r 67.6 64.7 68.1 62.7 63.1  65.2 69.8 66.0 69.3 68.3 68.8  68.4
Mittel absolut   67.4 65.7 67.6 63.2 66.1  66.0 68.9 66.5 68.0 67.1 69.1  67.9

Wintergerste zweizeilig

unbehandelt fungizidbehandelt
FB FZ GRI HEF MR Mittel FB FZ GRI HEF MR Mittel
KWS Meridian VRS mz r 69.5 Nicht aus-wertbar 70.7 67.1 69.1 69.1 69.9 Nicht aus-wertbar 70.9 70.7 70.9 70.6
California VRS r 68.0 70.3 64.5 64.2 66.8 69.2 69.3 68 67.0 68.4
Zita r 69.2 70.4 66.8 67.7 68.5 69.9 70.0 69.9 66.4 69.1
SU Ruzena r 69.8 71.9 65.2 66.6 68.4 71.5 73.2 68.8 69.6 70.8
Lottie r 67.7 69.7 66.3 65.8 67.4 69.7 70.4 68.7 67.5 69.1
Valerie r 67.6 73.0 64.8 67.7 68.3 71.1 73.0 69.6 71.1 71.2
KWS Moselle r 70.4 71.9 65.9 68.2 69.1 71.9 72.4 69.8 70.2 71.1
Sandra r 70.4 72.3 67.9 67.6 69.6 71.9 72.3 65.3 70.6 70.0
KWS Infinity r 66.1 69.4 71.1 65.1 67.9 68.9 69.6 67.6 68.5 68.7
Mittel absolut 68.7 71.1 66.6 66.9 68.3 70.4 71.2 68.7 69.1 69.9

 

Tabelle 6: Relativer Ertrag Wintergerste nach Hohenheim-Gülzower-Methode für Höhenlagen Mitte/West auf Basis einer mehrjährigen Auswertung (2015-2019)

relativ Anzahl Versuche

mehrzeilig

Quadriga 100.1 19
KWS Kosmos 101.2 20
Joker 102.1 19
KWS Higgins 104.1 13
Toreroo (Hyb.) 100.1 13
KWS Keeper 96.9 20
KWS Meridian 100.0 16
KWS Orbit 100.5 9
Mirabelle 97.8 9
Pixel 96.2 9
SU Jule 97.6 9
SY Galileoo (Hyb.) 101.4 9
Journey 101.9 5
SY Baracooda (Hyb.) 102.1 5
Jettoo (Hyb.) 101.1 5
KWS Flemming 101.2 5
Melia 102.9 5
SU Laurielle 96.8 5
Diadora 95.4 5
Paradies 96.5 5

zweizeilig

Valerie 87.8 4
Standard dt/ha 100  

 

Tabelle 7: Kornertrag Wintergerste (relativ zu Verrechnungssorten) nach Hohenheim-Gülzower-Methode für die Anbaugebiete 16 (Mittellagen Südwest) und 20 Wärmelagen Südwest auf Basis mehrjähriger Ergebnisse (2015-2019)

 

 

Stufe 1  Stufe 2   Anzahl Versuche
Mittelwert S.E. Mittelwert S.E.

mehrzeilig

KWS Meridian 100.1 1.2 101.3 1.2 84
Toreroo (Hybride) 102.9 1.4 102.7 1.4 30
Lucienne 97.8 1.5 101.0 1.5 21
KWS Higgins 100.5 1.4 105.7 1.4 32
SU Jule 100.9 1.7 100.1 1.6 14
Mirabelle 98.0 1.6 97.9 1.5 19
KWS Orbit VGL 100.3 1.6 105.0 1.6 19
Pixel 98.9 1.8 103.3 1.7 14
SY Galileoo (Hybride) 104.3 1.5 104.2 1.5 23
SY Baracooda (Hybride) 103.2 1.9 103.2 1.8 12
Journey 103.9 1.8 102.7 1.7 11
Jettoo EU (Hybride) 101.8 2.7 100.8 2.5 5
KWS Flemming 104.9 2.0 102.6 1.9 10
Melia 106.5 2.1 105.1 2.1 8
SU Laurielle 103.0 2.0 100.1 1.9 10
Diadora 102.1 2.0 99.8 1.9 10
Paradies 101.6 1.9 98.1 1.9 12
Wootan (Hybride) 96.7 1.4 100.3 1.3 57
Bazooka (Hybride) 98.1 1.6 99.1 1.5 23
Sonnengold 97.1 1.7 98.1 1.6 16
LG Veronika 99.0 1.5 100.1 1.9 11
Hedwig 100.3 1.7 101.0 1.6 18
Wenke 99.8 1.9 100.9 1.8 10
KWS Keeper 99.1 2.2 97.1 2.0 9
SU Ellen 99.6 1.3 100.7 1.3 43
KWS Kosmos 96.6 1.7 100.9 1.6 18
Quadriga 99.0 1.5 99.2 1.5 21
Joker 94.8 1.5 99.8 1.5 34
Bella 98.7 1.8 97.7 1.8 14
Tamina 102.2 2.2 100.0 2.1 9
zweizeilig
California 98.2 1.2 96.7 1.2 84
Zita BB 97.9 1.4 95.7 1.4 30
SU Ruzena 99.1 1.4 99.4 1.4 33
Lottie 98.8 1.5 98.2 1.5 24
Valerie 99.1 1.9 102.3 1.9 13
KWS Moselle 101.9 1.9 102.7 1.9 14
Sandra 97.3 1.5 97.8 1.5 29
KWS Infinity 96.7 1.3 98.6 1.3 39
LG Caspari 99.7 1.6 99.5 1.6 19
Yvonne 100.1 1.5 96.5 1.5 21
Kathmandu 96.4 1.7 97.3 1.6 26
Paroli 89.0 2.7 92.1 2.6 8
Julena 98.5 1.9 94.7 1.8 12
Mittel Verrechnungs-sorten (dt/ha) 83.5   96.4    

S.E.: Standardfehler
Verrechnungssorten: KWS Meridian, SU Ellen, Toreroo, KWS Higgins, KWS Orbit, SY Galileoo, SY Baracooda, Paradies, Mirabelle, Sandra, SU Vireni, California, SU Ruzena, Zita, KWS Carbis, Padura, Lottie, Yvonne, Newton, Iggy, Valerie, KWS Moselle

Die nachfolgende Tabelle 8 kann nicht barrierefrei dargestellt werden. Bitte kontaktieren Sie bei Fragen Frau Dr. Herrmann.

Tabelle 8: Sortenbeschreibungen Wintergerste mehrzeilig, LSV 2018/2019, nach Beschreibender Sortenliste des Bundessortenamtes

Neigung zu Anfälligkeit für Ertragseigenschaften Qualität
Sorte GMV Züchter /
Vertreiber
Ähren-schieben Reife Pflanzen-länge Aus-winterung Lager Halm-knicken Ähren-knicken Mehl-tau Netz-flecken Rhyncho-sporium Zwerg-rost Bestandes-dichte Kornzahl pro Ähre Tausend-korn-masse Korn-ertrag Stufe 1 Kornertrag Stufe 2 Markt-ware-anteil Voll-gerste-anteil Hekto-liter-gewicht Eiweiß-gehalt
KWS Meridian VRS r KWS Lochow 5 5 5 4 6 6 5 5 6 4 5 4 6 6 7 7 7 7 5 3
California VRS zz r Limagrain 5 6 4 5 4 3 3 4 4 4 4 8 2 7 7 6 7 6 6 3
Toreroo (Hyb) r Syngenta 5 5 6 4 4 5 4 4 4 3 4 6 6 8 8 7 6 5 3
Lucienne r Eckendorf / SU 5 5 6 5 5 5 3 4 4 4 4 6 6 7 6 8 8 6 3
KWS Higgins r KWS Lochow 5 5 6 5 6 4 4 4 5 8 4 6 6 7 8 8 8 6 2
SU Jule r Eckendorf / SU 5 6 6 4 3 4 6 5 4 5 4 4 7 7 8 7 7 6 2
Mirabelle r Eckendorf / DSV 5 6 6 4 3 4 5 5 4 4 3 4 7 7 7 7 7 6 2
KWS Orbit VGL r KWS Lochow 5 5 5 4 5 4 4 4 5 6 3 5 7 7 8 7 7 6 2
Pixel r Secobra / Hauptsaaten 4 5 4 5 6 6 4 6 6 4 5 4 5 8 7 7 6 5 2
SY Galileoo VRS (Hyb) r Syngenta 5 5 6 5 5 7 3 5 5 3 4 5 6 9 9 7 7 5 2
SY Baracooda (Hyb) r Syngenta 5 6 7 5 5 5 3 5 4 6 3 6 7 7 9 7 7 6 2
Journey r IG Pflanzenzucht 5 6 6 5 5 5 4 5 4 4 3 7 6 8 8 7 7 5 2
Jettoo (Hyb) EU* r Syngenta 4 4 5 5 5 4 5 4 4 3 4 9 9 7 5 2
KWS Flemming r KWS Lochow 5 5 6 5 5 6 4 4 3 4 4 6 6 8 8 6 5 6 3
Melia r SZ Streng / IG 5 5 7 6 5 6 3 6 4 5 4 6 7 7 8 7 7 6 2
SU Laurielle r2 Nordsaat / SU 4 4 5 4 6 6 4 3 4 5 3 6 7 8 7 8 9 5 3
Diadora r DSV / Hauptsaaten 4 5 6 4 4 5 5 4 4 4 4 4 8 8 7 8 8 5 3
Paradies r4 DSV 5 5 6 5 6 7 3 5 4 3 3 7 5 7 6 5 4 5 3
Anhangsortiment
KWS Keeper r2 KWS Lochow 6 6 6 4 4 5 4 5 4 4 4 4 6 5 6 7 7 5 6 2
SU Ellen r3 Nordsaat / SU 3 4 5 5 3 4 6 4 4 3 6 3 7 6 8 7 8 7 4 2
KWS Kosmos r KWS Lochow 6 5 5 4 5 5 4 4 4 4 7 4 6 6 7 8 8 7 5 2

r: resistent gegen Gelbgelbmosaikvirus-Typ1 und das Milde Gerstenmosaikvirus (BAMMV)
r2: Resistenz gegen Gelbmosaikvirus-Typ1 und Typ2 sowie BAMMV
r3: Resistenz gegen Virustyp BaYMV-Typ1 und Typ2, nicht resistent gegen BaMMV
r4: Resistenz gegen Gelbmosaikvirus-Typ1, BAMMV und Gerstengelbverzwergungsvirus
zz: zweizeilig
* züchtereigene Einstufung
Note 1 = niedrige Ausprägung des Merkmals (gering, kurz, früh); Note 9 = hohe Merkmalsausprägung (hoch, lang, spät); Die Note 5 wird bei durchschnittlicher Einstufung vergeben. Günstige Einstufungen sind in der Tabelle grün, weniger günstige orange hinterlegt.

Sortenbeschreibungen Wintergerste mehrzeilig, LSV 2018/2019, nach Beschreibender Sortenliste des Bundessortenamtes

Die nachfolgende Tabelle 9 kann nicht barrierefrei dargestellt werden. Bitte kontaktieren Sie bei Fragen Frau Dr. Herrmann.

Tabelle 9: Sortenbeschreibungen Wintergerste zweizeilig, LSV 2018/2019 nach Beschreibender Sortenliste des Bundessortenamtes

Neigung zu Anfälligkeit für Ertragseigenschaften Qualität
Sorte GMV Züchter /
Vertreiber
Ähren-schieben Reife Pflanzen-länge Aus-winterung Lager Halm-knicken Ähren-knicken Mehl-tau Netz-flecken Rhyncho-sporium Zwerg-rost Bestandes-dichte Kornzahl pro Ähre Tausend-korn-masse Kornertrag Stufe 1 Kornertrag Stufe 2 Markt-ware-anteil Voll-gerste-anteil Hekto-liter-gewicht Eiweiß-gehalt
KWS Meridian VRS mz r KWS Lochow 5 5 5 4 6 6 5 5 6 4 5 4 6 6 7 7 7 7 5 3
California VRS r Limagrain 5 6 4 5 4 3 3 4 4 4 4 8 2 7 7 6 7 6 6 3
Zita r Nordsaat / Hauptsaaten 5 5 4 4 4 3 2 4 4 4 7 2 8 7 6 7 7 5 3
SU Ruzena r Ackermann / SU 3 5 3 4 4 5 4 4 4 4 9 1 7 7 6 7 7 6 2
Lottie r SZ Breun / Limagrain 5 6 4 3 3 6 6 4 5 4 8 1 8 7 7 8 8 6 3
Valerie r2 SZ Breun / Limagrain 4 5 4 4 5 6 4 4 4 6 9 1 8 7 7 8 9 7 1
KWS Moselle r KWS Lochow 5 5 4 5 5 4 3 4 4 3 9 2 7 7 8 7 6 7 2
Anhangsortiment
Sandra r SZ Bauer / IG 4 5 4 6 5 4 5 3 4 5 6 8 1 8 6 6 8 8 6 3
KWS Infinity r KWS Lochow 6 5 4 5 5 5 4 6 4 4 4 8 1 7 6 7 7 6 6 2

r2: auch Resistenz gegenüber dem Virustyp BaYMV-2
mz: mehrzeilig
Note 1 = niedrige Ausprägung des Merkmals (gering, kurz, früh); Note 9 = hohe Merkmalsausprägung (hoch, lang, spät); Note 5 = durchschnittliche Einstufung; günstige Einstufungen = grün, weniger günstige = orange

Sortenbeschreibungen Wintergerste zweizeilig, LSV 2018/2019 nach Beschreibender Sortenliste des Bundessortenamtes

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