Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktfruchtbau

Ergebnisse der LSV Winterraps 2019/20 & Empfehlungen

Im Vergleich zum Vorjahr nimmt die Bereitschaft zum Rapsanbau wieder merklich zu. Laut einer Schätzung des statistischen Bundesamts vom Juni 2020 wurden in diesem Jahr in Hessen ca. 45.400 ha Winterraps angebaut.

In 2019 lag die hessischen Rapsanbaufläche noch bei etwa 27.000 ha. Die durchschnittlich zu erwartenden Rapserträge für 2020 wurden vom statistischen Bundesamt im Juni 2020 auf 34,3 dt/ha geschätzt. Obwohl sich viele Betriebe wieder Raps in ihrer Fruchtfolge vorstellen können, wurden sie zur Aussaat 2019 und über 2020 wieder mit widrigen Witterungsbedingungen konfrontiert.

Sclerotinia-Befall - hier sind nach der Ernte in den Stengeln die Sclerotien sichtbar
Sclerotinia-Befall - hier sind nach der Ernte in den Stengeln die Sclerotien sichtbar

Nach einem trockenen Frühjahr und Frühsommer kamen regional pünktlich zur Rapsaussaat Niederschläge, die zunächst für günstige Aussaatbedingungen sorgten. Stellenweise kam es danach erneut zu verstärkter Trockenheit oder Starkniederschlägen, was entweder für Verschlämmungen und Behinderungen beim Auflaufen oder für ein Vertrocknen der Keimlinge sorgte. Die Bestände liefen in dieser Zeit sehr heterogen auf und die Befürchtung war groß, dass sie den Winter nicht gut überstehen würden und sogar Umbrüche nötig sein könnten. Durch den milden Winter kam es aber nur zu geringen Auswinterungsverlusten und die meisten Bestände erholten sich im Frühjahr relativ gut und entwickelten sich aufgrund der hohen Temperaturen sehr zügig. Durch die hohen Niederschlagsmengen über den Winter konnten lokal violett gefärbte Blätter an den Rapspflanzen beobachtet werden, die ein Zeichen für Schäden durch Staunässe sind. Eine weitere Folge der Niederschläge war eine nur schlechte Befahrbarkeit der Fläche im späten Februar bis März, was die Andüngung deutlich erschwerte bzw. verzögerte. Die ausbleibenden Niederschläge ab Mitte März führten dann dazu, dass nun ausgebrachte Nährstoffe nur noch eingeschränkt pflanzenverfügbar waren. Ende März und Mitte Mai kam es zu Frostereignissen, die die Bestände in den meisten Fällen aber gut überstanden haben. Frostrisse an den Stängeln waren häufiger zu beobachten, verheilten aber meist gut. Zu Knospenwelke oder Blütenreduktion kam es nur in seltenen Fällen. Im März waren erste Zuflüge von Schädlingen in den Gelbschalen zu beobachten. Aufgrund starker Temperaturschwankungen mit Frostereignissen, hielt sich der Schädlingsdruck in 2020 aber insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Auch Infektionen mit Weißstängeligkeit (Sclerotinia sclerotiorum) oder die Verticillium-Welke (Verticillium longisporum) wurden nur vereinzelt berichtet.

Saatbettbereitung häufig entscheidender als Saattermin, Fruchtfolge beachten

Auch wenn nach den Erfahrungen der letzten drei Jahr eine gewisse Nervosität bei der Aussaat des Winterraps verständlich ist, sollte dennoch vermieden werden, dass zu früh oder in ein nur unzureichend vorbereitetes Saatbett gesät wird.

Als Feinsämerei ist Raps auf eine hohe Saatbettqualität angewiesen, bei deren Vernachlässigung ein sehr ungleichmäßiges oder generell schlechtes Auflaufen zu erwarten ist. Das Saatbett sollte feinkrümelig, gut abgesetzt und möglichst unkrautfrei sein. Befinden sich Erntereste der Vorfrucht oder andere organische Substanz auf der Fläche, müssen diese gleichmäßig verteilt sein. Dringend zu vermeiden sind Bodenverdichtungen, beispielsweise durch Schlepperspuren oder Pflugsohlen, welche die Wurzelentwicklung der jungen Rapspflanzen behindern und das Risiko von Auswinterungsschäden steigern. Schlammkrusten werden von den zarten Rapskeimlingen nur sehr schwer durchstoßen, daher sollten Verschlämmungen, z.B. durch zu intensive Bodenbearbeitung, vermieden werden.

Damit der Raps gut über den Winter kommt, muss er das Rosettenstadium erreichen. Um diese Vorentwicklung sicherzustellen, benötigt er ungefähr 2,5 Monate Vegetationszeit bis zum Eintritt in die Winterruhe. Ist das Rosettenstadium noch nicht erreicht oder schon überschritten, ist mit erhöhtem Auswinterungsverlust zu rechnen. Den optimalen Saatzeitpunkt zu finden ist, gerade in Zeiten von verhältnismäßig trocken Frühjahren und Sommern sowie milden Wintern, nicht ganz trivial. Zur Einstufung der angestrebten Saatzeitpunkte kann die Tabelle 1 herangezogen werden. Zudem ist es wichtig, die aktuelle Witterung im Auge zu behalten, um das optimale Zeitfenster abzupassen. Langjährige Beobachtungen bestätigen, dass spätere Saattermine meistens in einem geringeren Schädlingsbefall resultieren und vermeiden, dass der Raps aus dem Rosettenstadium herauswächst und in der Folge Wachstumsregler nötig werden. Sollten die trockenen Bodenverhältnisse bis zur Aussaat anhalten, ist auf möglichst wassersparende Bearbeitungsgänge bei der Aussaatvorbereitung zu achten.

Um das Auftreten von Pflanzenkrankheiten oder Schädlingen zu verringern, ist neben dem kurzfristigen optimalen Aussaattermin, auch eine langfristig geplante Fruchtfolgegestaltung nicht unbedeutend. Als gute fachliche Praxis gelten eine mindestens vierjährige Anbaupause sowie das Vermeiden von Kreuzblütlern (wie Senf, Ölrettich oder Rübsen) als Zwischenfrucht. Dies verhindert, dass sich für den Raps relevante Fruchtfolgekrankheiten auf der Fläche akkumulieren können.

Sieben neue Hybridsorten an vier hessischen Standorten geprüft

Befallssymptome des Wasserrübenvergilbungs-Virus zeigen sich oft schon im Herbst, meist sind gut entwickelte Pflanzen betroffen
Befallssymptome des Wasserrübenvergilbungs-Virus zeigen sich oft schon im Herbst, meist sind gut entwickelte Pflanzen betroffen

Die hessischen Landessortenversuche (LSV) für den Winterraps wurden im Wirtschaftsjahr 2019/2020 an vier unterschiedlichen Standorten durchgeführt. Die Prüfungen erfolgen nach wissenschaftlichen Standards, die Ergebnisse werden neutral und unabhängig bewertet. Wie auch bei den anderen Landessortenversuchen, wird das geprüfte Sortiment in zwei Intensitätsstufen behandelt. In der ersten Intensitätsstufe erfolgt nur ein reduzierter Einsatz von Wachstumsreglern, Fungizide werden keine eingesetzt. Standortangepasste Behandlungen mit Wachstumsreglern und Fungiziden erfolgen in der zweiten Intensitätsstufe. Dieser Aufbau ermöglicht es, die Anfälligkeit für Blattkrankheiten sowie Standfestigkeit und Strohstabilität direkt den Sorten zuzuordnen. Die Bestände werden regelmäßig bonitiert, um ihr Wachstum, ihre Entwicklung und gegebenenfalls auftretende Pflanzenkrankheiten zu erfassen. Die Ermittlung der Qualitätsparameter wie Öl- oder Glucosinolatgehalt erfolgt durch den Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL). Langjährig geprüfte Sorten werden als jährliche Bezugsbasis verwendet, das heißt, ihre mittleren Erträge über die Standorte hinweg gelten beim Prüfen neuer Sorten als 100 %. Die Leistung neuer Sorten lässt sich dann an dieser Bezugsbasis messen und ein Zuchtfortschritt wird darüber ablesbar. Langjährige Prüfungen sind essentiell, um eine seriöse Einschätzung über das tatsächliche Leistungspotenzial einer Sorte unter dem Einfluss der verschiedenen Jahresbedingungen abgeben zu können. Daher werden abschließende Empfehlungen zum Anbau einer Sorte erst nach einer dreijährigen Prüfung gegeben. Im Landessortenversuch 2019/2020 wurden 23 Hybridsorten geprüft, davon waren sieben Hybridsorten neu im Sortiment. Das aktuelle Prüfsortiment besteht nur noch aus Hybridsorten. Den letztjährigen Besonderen Ernteermittlungen (BEE) kann entnommen werden, dass in Hessen Liniensorten nur noch einen geringen Anteil der Rapsanbaufläche einnehmen. Die Vorteile der Hybridsorten sind in der Regel eine höhere Vitalität, Wüchsigkeit und Anbauflexibilität. Ein Auszug aus der Beschreibenden Sortenliste ist in der Tabelle 2 zu finden.

Armani (BASF, Zulassung 2018) ist eine langstrohige, spätabreifende Sorte mit Resistenz gegen das Wasserrübenvergilbungsvirus. Korn- und Ölertrag wurden als hoch, der Ölgehalt als hoch bis sehr hoch eingestuft. Im ersten Anbaujahr zeigte sie Ölgehalte, die über dem Durchschnitt lagen aber leicht unterdurchschnittliche bis durchschnittliche Erträge.

Ambassador (Limagrain, Zulassung 2019) weist aufgrund und ihrer geringen Reifeverzögerung des Strohs eine gute Druschfähigkeit auf, neigt aber zu hohem Wuchs. Ihr Kornertrag ist als sehr hoch und ihr Ölertrag als hoch bis sehr hoch eingestuft. Sie fiel in 2020 vor allem durch überdurchschnittliche Erträge in allen Intensitätsstufen, gute Ölerträge und relativ niedrige Glucosinolatgehalte auf. Sie verfügt über eine Resistenz gegen das Wasserrübenvergilbungsvirus.

Bei Croozer (NPZ, Zulassung 2019) handelt es sich um eine neue Kohlhernie-resistente Sorte, mit mittlerer Standfestigkeit und einer Neigung zur erhöhten Reiferverzögerung. Die Öl- und Kornerträge wurden vom Bundessortenamt als hoch bis sehr hoch eingestuft. Im Vergleich zu anderen Kohlhernie-resistenten Sorten, zeigte sie als einzige durchschnittliche bis überdurchschnittliche Erträge. Der gemessene Ölgehalt in 2020 war durchschnittlich, der Glucosionaltgehalt im Vergleich zum Durchschnitt erhöht.

Der Korn- und Ölertrag sowie der Ölgehalt der langstrohigen Ernesto KWS (KWS, Zulassung 2019) wurde als hoch bis sehr hoch eingestuft. Diese Einstufung konnte im ersten Versuchsjahr mit überdurchschnittlichen Werten bestätigt werden. In der Intensitätsstufe 2 lag ihr Glucosinolatgehalt leicht über dem Durchschnitt.

Heiner (DSV, Zulassung 2019) ist eine langstrohige Sorte, mit kürzerer Reifeverzögerung. Das Bundessortenamt stufte Korn- und Ölertrag sowie den Ölgehalt der Sorte als sehr hoch ein. Im ersten Versuchsjahr zeigte Heiner überdurchschnittliche Erträge mit hohen Ölgehalten bei einem unterdurchschnittlichen Gehalt an Glucosinolat.

Ivo KWS (KWS, Zulassung 2019) zeigt ein mittleres Reifeverhalten bei mittlerer Pflanzenlänge. Ihre Korn- und Ölerträge wurden als hoch bis sehr hoch, ihr Ölgehalt als hoch eingestuft. Im ersten Prüfjahr zeigte sie leicht überdurchschnittliche Erträge bei einem etwas durchschnittlichen Ölertrag. Ihre Glucosinolatgehalte waren gegenüber dem Durchschnitt deutlich erhöht.

Erträge höher als im Vorjahr, ein Ausnahmestandort

Die Erträge der Intensitätsstufe 1 im Jahr 2020 erreichen im Mittel über alle vier Standorte (Friedberg, Fritzlar, Eichhof und Korbach) 52,1 dt/ha und liegen damit deutlich über dem Durchschnitt der letzten Jahre (Tabelle 3). Bei der Betrachtung der Erträge sollte beachtet werden, dass die Standorte Fritzlar (49,0 dt/ha), Eichhof (48,3 dt/ha) und Korbach (48,1 dt/ha) im Mittel bessere Erträge als im Vorjahr liefern, den wirklichen Ausschlag für diesen hohen Durchschnittswert gibt aber der Standort Friedberg, auf dem im Schnitt 62,9 dt/ha geerntet wurden. In der Intensitätsstufe 2 sticht Friedberg ebenfalls mit 68,8 dt/ha im Versuchsdurchschnitt gegenüber den anderen Standorten hervor. Mögliche Erklärung für diese hohen Erträge können sein, dass sich die Bestände in Friedberg sehr gut entwickelten und es nur zu geringem Schädlingsbefall und Krankheitsauftreten kam. Im Vergleich zu den anderen Standorten sind die Rapspflanzen sehr gut aufgegangen und gingen gut entwickelt in den milden Winter, sodass die Verluste über Winter gering waren. An anderen Standorten kam es häufig zu einem schlechten Feldaufgang und einer nicht so günstigen Entwicklung vor dem Winter.

In der Intensitätsstufe 1 konnte zwischen der ertragsschwächsten und der ertragsstärksten Sorte ein Unterschied von im Durchschnitt 8,3 dt/ha festgestellt werden. In der Intensitätsstufe 2 fiel diese Differenz mit 6,9 dt/ha etwas geringer aus. Wie auch im Vorjahr konnten sich die neuen und nun zweijährig geprüften Sorten Ludger und Smaragd in beiden Intensitätsstufen sehr gut behaupten. Bei den bereits mehrjährig geprüften Sorten sind in beiden Intensitätsstufen DK Exception, Puzzle und DK Expansion vorne mit dabei und zeigten im Mittel überdurchschnittliche Erträge. Die sonst bisher überdurchschnittliche Architect lag in diesem Jahr leicht unterhalb der Durchschnittswerte. Auch die beiden altbewährten Sorten Bender und Attletick konnten in diesem Jahr nicht ganz überzeugen. In der Intensitätsstufe 2 erreichte Attletick aber noch leicht überdurchschnittliche Werte.

Unter Befallsbedingungen können Kohlhernie-resistente Sorten einen möglichen Ertragsfortschritt versprechen. Unter diesjährigen Nicht-Befallsbedingungen konnten bei den beiden geprüften Sorten SY Alix nur unterdurchschnittliche Erträge liefern. Der im ersten jahr geprüfte Croozer zeigt durchschnittliche Erträge in der Intensitätsstufe 1 und überdurchschnittliche in der Intensitätsstufe 2. Nach wie vor gilt die Empfehlung, resistente Sorten nur auf nachgewiesenen Kohlhernie-Befallsflächen anzubauen, um die Resistenz möglichst lange zu erhalten. Neben der Wahl einer resistenten Sorte, sollte auf befallenen Flächen zusätzliche pflanzenbauliche Maßnahmen ergriffen werden, um einen Befall möglichst zu minimieren. Hierzu zählen vor allem eine Erweiterung der Fruchtfolge, eine standortangepasste Kalkversorgung, die Vermeidung von Staunässe sowie eine ortsangepasste spätere Aussaat. Diese Maßnahmen sollten immer Standard im Rapsanbau sein.

Qualitäten und Marktleistung über dem Vorjahresniveau

Gegenüber dem Vorjahr, bei dem die mittlere Tausendkornmasse in der Intensitätsstufe 2 bei nur 3,8 g lag, konnten in 2020 in der gleichen Stufe im Mittel 4,5 g erreicht werden. Die der Intensitätsstufe 1 lag mit 4,3 g etwas darunter (Tabelle 4). Die höhere Tausendkornmasse gegenüber dem Vorjahr lässt sich sowohl durch etwas günstigere Witterungsverhältnisse über die Vegetationszeit als auch einen relativ niedrigen Schädlings- und Krankheitsdruck erklären. Der mittlere Ölgehalt bei 91 % Trockenmasse lag in der Intensitätsstufe 1 bei 43,5 % und in der Intensitätsstufe 2 bei 43,6 %. In der zweiten Stufe lagen zwischen der Sorte mit dem geringsten und der mit dem höchsten Ölgehalt nur 1,7 %. Alle Sorten erfüllten an jedem Standort den minimal geforderten Ölgehalt von 40 %. Hohe Ölgehalte in der zweiten Intensitätsstufe konnten von Smaragd, Bender und Heiner erreicht werden. Bei der Betrachtung der Mittelwerte sollte beachtet werden, dass von den Standorten Korbach und Fritzlar zum Redaktionsschluss noch nicht alle Messwerte vorlagen.

Obwohl die mittleren Glucosinolatgehalte mit 15,9 mmol in der Intensitätsstufe 1 und 16,3 mmol in der Intensitätsstufe 2 unterhalb des Richtwerts von 18 mmol lagen, wurde von einzelnen Sorten der Richtwert überschritten. Dies trat besonders häufig, wie bereits auch im letzten Jahr, am Standort Friedberg auf. Abiotische Faktoren wie Trocken- und Hitzestress sowie biotische Stressfaktoren wie der Schädlingsbefall sind bekannt dafür, dass sie erhöhte Gluconsinolatgehalte hervorrufen können. Da der biotische Stress in diesem Jahr eher gering ausfiel, lässt sich eine Auswirkung von z.B. Hitzstress vermuten. Um den möglichen Stress durch Hitzeeinwirkung quantifizieren zu können, wurden die Tagesmitteltemperaturen oberhalb von 20 °C für die Standorte Korbach, Eichhof, Fritzlar und Friedberg für den Zeitraum 01. März 2020 bis 31. Juli 2020 summiert. Es zeigt sich, dass Friedberg (Wetterstation Bad Nauheim) mit einer Temperatursumme von 575,25 deutlich über den Standorten Korbach (Wetterstation Twistetal-Mühlhausen) mit 82,65, Fritzlar mit 208,47 und 189,31 am Eichhof (Wetterstation Bad Hersfeld) liegt.

Um die Wirtschaftlichkeit einer Sorte im aktuellen Jahr bewerten zu können, ist weniger der Kornertrag, sondern die bereinigte Marktleistung entscheidend. Bei der Berechnung der bereinigten Marktleistung werden Parameter wie Ölgehalt, Feuchte, Besatz, Glucosinolat und Erucasäuregehalt wie der Gehalt an freien Fettsäuren berücksichtigt. Die Mindestqualitätsanforderungen an das Erntegut sind ein Ölgehalt von 40 %, ein Besatz von 2 % und eine Feuchte von 9 % sowie maximal 2 % Erucasäuregehalt und 2 % freie Fettsäuren. Bei positiven oder negativen Abweichungen von diesen Grundanforderungen, kommt es beim gezahlten Preis zu Zu- oder Abschlägen.

Durch die Kombination aus besseren Qualitäten und höheren Erträgen gegenüber dem Vorjahr, fällt die mittlere bereinigte Marktleistung in 2020 höher aus als in 2019 (Tabelle 5). Die Spanne zwischen den schwächsten und stärksten Sorten liegt in der ersten Intensitätsstufe bei rund 280 Euro/ha und in der zweiten Intensitätsstufe bei rund 250 Euro/ha. Bei den zweijährig geprüften Sorten konnten Ludger und Smaragd mit einer vergleichsweise hohen bereinigten Marktleistung punkten. Die dreijährig geprüfte Architect kam aufgrund vergleichsweise geringeren Erträge und Ölgehalte, nicht an die gute Marktleistung des Vorjahres heran. Die Kohlhernie-resistente Croozer fiel durch eine leicht überdurchschnittliche bereinigte Marktleistung auf. Ob sie diese Leistungen bestätigen kann, wird sich in den Folgejahren zeigen. PT 271 sowie die ebenfalls Kohlhernie-resistente Sorte SY Alix lagen im unteren Bereich.

Ertragspotenzial und Ertragssicherheit beachten

Die Ergebnisse der mehrjährigen Ertragsauswertungen sind in der Tabelle 6 dargestellt. Neben den absoluten Erträgen sollten Betriebe auch immer die Ertragssicherheit einer Sorte bei der Sortenwahl berücksichtigen. Die Ertragssicherheit kann nicht durch eine einzige Zahl ausgedrückt werden, sondern ist ein Zusammenspiel unterschiedlicher Sorteneigenschaften wie Standfestigkeit, Mähdruscheignung, Schotenplatzfestigkeit, Krankheitsanfälligkeit oder Winterhärte. Resistenzen gegen das Wasserrübenvergilbungsvirus oder die Kohlhernie sind genetisch fixiert und tragen ebenfalls zur Ertragssicherung bei. Tendenziell haben die Sorten mit der Kohlhernie-Resistenz ertraglich noch nicht den Anschluss an das Hauptsortiment gefunden, die resistente Sorte Croozer konnte im ersten Versuchsjahr allerdings mit leicht überdurchschnittlichen Erträgen überzeugen und stellt somit erneut einen Züchtungserfolg dar.

Bei Betrachtung der Erträge der dreijährig geprüften Sorten treten vor allem DK Exception, Puzzle und DK Expansion in beiden Intensitätsstufen hervor. Architect befindet sich, trotz schwächerer Ergebnisse in 2020, ebenfalls mit an der Spitze. Trezzor liegt im durchschnittlichen Bereich mit aber nur wenigen Schwankungen in den letzten drei trockenen Jahren.

Empfohlene Sorten

Nach den aktuellen und mehrjährigen Ergebnissen der hessischen Landessortenversuche unter Berücksichtigung der Beschreibenden Sortenliste 2020 können für die Aussaat 2020 folgende Sorten empfohlen werden:

Architect (Limagrain, Zulassung 2017) konnte zwar im aktuellen Jahr nicht an die überdurchschnittlichen Leistungen der Vorjahre anknüpfen, liegt aber im Mittel über die drei Jahre noch immer über dem Durchschnitt. Ihre Ölgehalte liegen im Mittelfeld. Trotz ihrer hohen Pflanzenlänge liegt die Standfestigkeit in einem guten Bereich. Sie eigenet sich für spätere Saattermine und verfügt über eine genetisch fixierte Resistenz gegen das Wasserrübenvergilbungsvirus.

DK Exception (Bayer / Dekalb, Zulassung 2014) zeigte auch im dritten Jahr einen überdurchschnittlichen Kornertrag und konnte dadurch, trotz geringer Ölgehalte, eine leicht überdurchschnittliche Marktleistung erzielen. Ihr Abreifeverhalten liegt im mittleren Bereich mit einer tendenziell schnelleren Strohabreife

Trezzor (RAGT, Zulassung 2014) lieferte über den mehrjährigen Versuchszeitraum stets stabile, durchschnittliche Erträge in beiden Intensitätsstufen. Der Ölgehalt sowie der Gehalt an Glucosinolaten liegt im guten Mittelfeld. Ihre Wuchshöhe ist mittellang bei guter Standfestigkeit und zügiger Strohabreife.

Die früh blühende Puzzle (NPZ / Rapool, Zulassung 2017) konnte in den drei Prüfjahren durchschnittliche bis überdurchschnittliche Erträge liefern. Ihre Marktleistung in 2020 lag, trotz nur mittlerer Ölgehalte oberhalb des Durchschnitts. Ihre Glucosinolatgehalte lagen im aktuellen Prüfjahr um den Richtwert von 18 mmol.

DK Expansion (Bayer / Dekalb, Zulassung 2015) zeigte im Mittel über die drei Versuchsjahre leicht überdurchschnittliche Erträge. Die Sorte bildet langstrohige Pflanzen aus, die etwas später blühen. Ihre Ölgehalte waren im letzten Versuchsjahr leicht unterdurchschnittlich, die bereinigte Marktleistung lag durch die überdurchschnittlichen Erträge trotzdem oberhalb des Mittels.

Nach den Ergebnissen aus zwei Prüfjahren im Landessortenversuch, können folgende Sorten für den Probeanbau empfohlen werden:

Ludger (DSV, Zulassung 2018) zeigt eine zügige Strohabreife bei großer Wuchshöhe. Ihre Korn- und Ölerträge in den ersten beiden Versuchsjahren waren deutlich überdurchschnittlich, was für eine vergleichsweise hohe bereinigte Marktleistung sorgte. Zudem verfügt die Sorte über eine Resistenz gegenüber dem Wasserrübenvergilbungsvirus.

Smaragd (DSV, Zulassung 2018) ist eine Sorte, bei der sich Pflanzenlänge und Strohabreife im Mittelfeld bewegen. In den ersten beiden Prüfjahren lieferte sie überdurchschnittliche Erträge bei guten Ölgehalten, was zu einer guten bereinigten Marktleistung in der Intensitätsstufe 2 führt. Ihre Glucosinolatgehalte liegen unterhalb der Durchschnittswerte.

 

Tabelle 1: Einstufung der Saatzeiten nach Standortlage

Saatzeit Standorte
milde Niederungslagen Übergangslagen Höhenlagen
Früher Saattermin 20.08. – 25.08. 15.08. – 20.08. 10.08. – 15.08.
Mittlere Saattermin 25.08. – 01.09. 20.08. – 25.08. 15.08. – 20.08.
Später Saattermin 01.09. – 07.09. 25.08. – 01.09. 20.08. – 25.08.

 

Die nachfolgende Tabelle 1 kann nicht barrierefrei dargestellt werden.
Bitte kontaktieren Sie bei Fragen telefonisch Gabriele Käufler 06621 9228 15 oder Manuel Fränzke 06621 9228 697.

Tabelle 2: Auszug aus der Beschreibenden Sortenliste 2020, Winterraps

Neigung zu Ertrags- und Qualitätseigenschaften Zulassung
Sorten Sorten-typ³ Züchter / Vertreiber Entwicklung v. Winter Blüh-beginn Reifever-zögerung Stroh Reife Pflanzen-länge Lager Tausend-kornmasse Korn-ertrag Öl-ertrag Öl-
gehalt
Roh-
protein-
ertrag
Roh-
protein-
gehalt
Gluco-sinolat-gehalt Jahr der
Zulassung
Zulassungs-rubrik 4
1) Resistenz gegen Turnip Yellows Virus (TuYV)
2) Rassenspezifische Kohlhernieresistenz(³) Bedeutung der Noten für Sortentyp
Note / Bedeutung
H: Hybride
L: Linie
V: Verbundsorte(4) Bedeutung der Noten für Zulassungsrubrik
Note / Bedeutung
1: Mit Voraussetzung des landeskulturellen Wertes in Deutschland zugelassen
2: In einem anderen EU-Land eingetragen
3: Ohne Voraussetzung des landeskulturellen Wertes zugelassen
4: Zur Ausfuhr außerhalb der Vertragsstaaten bestimmt
Bender  VRS H DSV 5 3 5 5 5 3 4 7 7 9 5 5 3 2015 1
Architect 1) VRS H Limagrain 5 4 4 5 6 3 4 8 7 7 6 4 3 2017 1
Attletick EU  VGL H RAGT 5 3 4 5 5 3 4 7 6 7 6 5 2013 2
Hattrick H NPZ 5 3 5 5 5 3 4 7 7 7 5 4 3 2016 1
DK Exception EU H Bayer / Dekalb 5 4 4 5 5 3 4 8 7 6 6 4 2014 2
Trezzor EU H RAGT 5 3 4 5 5 3 4 8 7 7 6 4 2014 2
Muzzical H RAGT 5 2 5 5 5 3 4 7 7 7 5 3 3 2016 1
Puzzle H NPZ / Rapool 5 2 4 5 5 3 4 8 7 6 6 3 3 2017 1
DK Expansion EU H Bayer / Dekalb 5 4 4 5 6 3 4 7 7 7 6 5 2015 2
Advocat 1) H Limagrain / BayWa 5 4 6 5 6 3 4 8 7 7 6 5 3 2017 1
Fossil H NPZ / Rapool 5 3 5 5 6 3 4 8 7 7 6 4 3 2018 1
Violin 1) H NPZ 5 3 5 5 6 3 4 8 8 8 6 4 3 2018 1
Algarve 1) H Limagrain 5 3 5 5 6 3 4 8 8 8 6 4 3 2018 1
SY Alix 2) H Syngenta Seed 5 3 4 5 5 3 4 6 5 7 4 5 3 2018 1
Ludger 1)  VGL H DSV 5 3 4 5 6 3 4 8 8 8 6 4 3 2018 1
Smaragd 1) H DSV 5 3 5 5 5 3 4 8 8 8 6 4 3 2018 1
Armani 1) H BASF 6 4 5 6 6 3 4 7 7 8 6 5 3 2018 1
Ambassador H Limagrain 6 3 4 5 6 3 5 9 8 7 7 4 3 2019 1
Croozer 2) H NPZ 5 2 6 5 5 3 4 8 8 7 6 4 3 2019 1
Ernesto KWS H KWS 5 3 5 5 6 3 4 8 8 8 6 4 3 2019 1
Heiner H DSV 5 3 4 5 6 3 4 9 9 9 6 3 3 2019 1
Ivo KWS H KWS 5 2 5 5 5 3 4 8 8 7 7 5 3 2019 1
PT 271 H Pioneer / Corteva Ohne Voraussetzung des landeskulturellen Wertes zugelassen 3

 

Tabelle 3: LSV Winterraps Hessen; Erträge (relativ zur Bezugsbasis (BB)), Versuchsjahr 2019/2020

unbehandelt (rel. zur BB) fungizidbehandelt (rel. zur BB)
BB = Bezugsbasis (3-jährig geprüfte Sorten über alle Standorte)
VD = Versuchsdurchschnitt über alle Sorten
GD = Grenzdifferenz
TS = Trockensubstanz
H = Hybride
FB = Friedberg
FZ = Fritzlar
HEF = Bad Hersfeld
KB = Korbach
1) Resistenz gegen Turnip Yellows Virus (TuYV)
2) Rassenspezifische Kohlhernieresistenz
FB FZ HEF KB Mittel FB FZ HEF KB Mittel
BB (dt/ha)  62,8  49,4  48,1  47,7  52,0  69,1  53,5  49,8  50,3  55,7
VD (dt/ha)  62,9  49,0  48,3  48,1  52,1  68,8  53,4  51,1  50,1  55,9
GD 5 % (relativ)   6,5   8,6   7,7   6,5   6,0   7,9   7,2   6,3
Bender  BB H   94   99   91   92   94   95  100   91   98   96
Architect 1)  BB H  103   95   99  100   99  100   92  100   97   97
Attletick EU  BB H   96   96   99   98   97  101   99  103  101  101
Hattrick  BB H   99   96   95   96   97   96   98  100   97   98
DK Exception EU BB H  100  107  106  106  104  101  100  106  100  102
Trezzor EU  BB H   99  101  100  102  100  101   99   93  101   99
Muzzical  BB H  102   97  101  102  101  100  100  104  104  102
Puzzle  BB H  101  105  108  107  105  104  105  102  105  104
DK Expansion EU  BB H  106  104  101   97  102  103  106  101   98  102
Advocat 1) H   98   97  105   94   99   98   96  108   95   99
Fossil H   99  100   89   99   97   96  101   94   99   98
Violin 1) H   98  102  100  104  101   97   97  106   96   99
Algarve 1) H  100  101   98  100  100  100   95   96   96   97
SY Alix 2) H   89   85  101   96   93   91   93   99   92   93
Ludger 1) H  106  107  108  110  108  104  101  111  106  105
Smaragd 1) H  102  106  102  111  105  100  111  112  103  106
Armani 1) H   93   95  100  104   97   93  102  103  103  100
Ambassador H  109  100  106  101  104  100  106  108  102  104
Croozer 2) H   99   97  101  105  100  102  102  103  100  102
Ernesto KWS H  111   99  107  101  105  106  101  115   96  104
Heiner H  100  105  106  103  103   98  102  117  103  104
Ivo KWS H  102  101  103   98  101  107   98   96  106  102
PT 271 H   98   88   88   91   92   98   91   94   90   94

 

Tabelle 4: LSV Winterraps Hessen; Qualitätsparameter, Versuchsjahr 2019/2020

unbehandelt fungizidbehandelt
BB = Bezugsbasis (3-jährig geprüfte Sorten über alle Standorte)
VD = Versuchsdurchschnitt über alle Sorten
GD = Grenzdifferenz
TS = Trockensubstanz
H = Hybride
FB = Friedberg
FZ = Fritzlar
HEF = Bad Hersfeld
KB = Korbach
1) Resistenz gegen Turnip Yellows Virus (TuYV)
2) Rassenspezifische Kohlhernieresistenz
Ölgehalt [%]
bei 91 % TS
Glucosinolat-
gehalt [µMol]
bei 91 % TS
TKG [g] Rohprotein-
gehalt [%]
bei 91 % TS
Ölgehalt [%]
bei 91 % TS
Glucosinolat-
gehalt [µMol]
bei 91 % TS
TKG [g] Rohprotein-
gehalt [%]
bei 91 % TS
Bender  BB H 44,5 16,1 4,3 18,4 44,5 16,0 4,4 18,4
Architect 1)  BB H 43,4 16,4 4,2 18,0 43,2 16,2 4,4 18,6
Attletick EU  BB H 43,4 16,5 4,2 18,0 43,3 17,1 4,4 18,5
Hattrick  BB H 42,8 14,3 4,2 18,0 43,1 14,8 4,4 18,2
DK Exception EU BB H 42,5 15,4 4,1 17,7 42,6 15,9 4,1 17,8
Trezzor EU  BB H 43,4 15,8 4,1 17,8 43,6 16,1 4,4 18,1
Muzzical  BB H 44,0 16,6 4,2 17,3 43,6 17,0 4,5 18,0
Puzzle  BB H 43,5 18,1 4,2 17,6 43,9 17,7 4,3 17,5
DK Expansion EU  BB H 43,4 15,4 4,2 18,1 43,3 16,0 4,4 18,5
Advocat 1) H 43,8 16,4 4,5 18,6 44,1 17,7 4,9 18,4
Fossil H 43,3 15,6 4,3 18,1 43,2 16,1 4,2 18,1
Violin 1) H 43,7 15,5 4,0 17,6 43,8 15,3 4,3 17,9
Algarve 1) H 43,3 15,7 4,4 18,3 43,4 17,2 4,8 18,6
SY Alix 2) H 42,6 15,8 4,4 18,1 43,3 15,7 4,6 18,3
Ludger 1) H 43,9 14,9 4,0 17,4 43,8 14,9 4,1 17,8
Smaragd 1) H 44,5 15,3 4,3 17,8 44,6 15,9 4,1 17,9
Armani 1) H 44,2 15,6 4,0 18,0 44,0 16,1 4,2 18,4
Ambassador H 43,7 14,9 4,5 17,5 43,4 15,0 4,7 18,1
Croozer 2) H 42,7 17,1 4,1 18,8 43,4 17,7 4,5 18,6
Ernesto KWS H 44,0 15,7 4,6 18,3 44,1 16,6 4,8 18,3
Heiner H 44,0 14,9 4,2 17,6 44,2 15,4 4,4 17,6
Ivo KWS H 43,3 17,1 4,7 18,6 43,5 17,7 4,8 18,5
PT 271 H 42,9 16,8 4,3 18,9 42,9 17,0 4,6 19,3
Mittel 43,5 15,9 4,3 18,0 43,6 16,3 4,4 18,2

 

Tabelle 5: LSV Winterraps Hessen; bereinigte Marktleistung, Versuchsjahr 2019/2020
Mittelwert der Standorte in Hessen

unbehandelt fungizidbehandelt
Berechnungsgrundlage:
Liegt der maßgebliche Ölgehalt über 40 %, erhöht sich der Preis im Verhältnis 1,5 : 1
Preiszuschlag = (43 – 40) % x 1,5 x 350,- = 4,5 % x 350,- = 17,10 €/t
Liegt der maßgebliche Ölgehalt unter 40 %, gibt es einen entsprechenden Preisabschlag.
Erlös pro dt = 35,00 €
Saatgutmehrkosten bei Hybriden = 45,00 €/ha
1) Rassenspezifische Kohlhernieresistenz
2) Resistenz gegen WasserrübenvergilbungsvirusBB = Bezugsbasis (3-jährig geprüfte Sorten über alle Standorte)
Ertrag
[dt/ha]
Ölgehalt
[91 %]
Ber. Markt-
leistung
[€/ha]
rel. zum
Mittel-
wert
Ertrag
[dt/ha]
Ölgehalt
[91 %]
Ber. Markt-
leistung
[€/ha]
rel. zum
Mittel-
wert
Bender  BB H  49,0  44,5 1.533,81 € 96  53,5  44,5 1.668,79 € 96
Architect 1)  BB H  51,7  43,4 1.590,17 € 99  54,2  43,2 1.668,64 € 96
Attletick EU  BB H  50,4  43,4 1.548,52 € 97  56,2  43,3 1.736,40 € 100
Hattrick  BB H  50,3  42,8 1.535,65 € 96  54,4  43,1 1.677,64 € 97
DK Exception EU BB H  54,3  42,5 1.647,04 € 103  56,6  42,6 1.735,23 € 100
Trezzor EU  BB H  52,1  43,4 1.599,17 € 100  55,0  43,6 1.695,44 € 98
Muzzical  BB H  52,4  44,0 1.618,29 € 101  56,8  43,6 1.754,03 € 101
Puzzle  BB H  54,6  43,5 1.675,52 € 105  57,8  43,9 1.798,13 € 104
DK Expansion EU  BB H  53,0  43,4 1.646,25 € 103  56,8  43,3 1.765,44 € 102
Advocat 1) H  51,3  43,8 1.594,95 € 100  55,2  44,1 1.732,80 € 100
Fossil H  50,3  43,3 1.538,99 € 96  54,3  43,2 1.668,31 € 96
Violin 1) H  52,3  43,7 1.607,64 € 100  55,1  43,8 1.717,31 € 99
Algarve 1) H  51,8  43,3 1.589,21 € 99  54,1  43,4 1.672,82 € 97
SY Alix 2) H  48,1  42,6 1.450,13 € 90  52,0  43,3 1.608,09 € 93
Ludger 1) H  56,0  43,9 1.727,97 € 108  58,6  43,8 1.819,74 € 105
Smaragd 1) H  54,5  44,5 1.685,65 € 105  58,9  44,6 1.857,05 € 107
Armani 1) H  50,6  44,2 1.551,15 € 97  55,5  44,0 1.716,85 € 99
Ambassador H  54,3  43,7 1.688,73 € 105  57,7  43,4 1.791,14 € 103
Croozer 2) H  52,1  42,7 1.573,46 € 98  56,6  43,4 1.756,04 € 101
Ernesto KWS H  54,6  44,0 1.703,58 € 106  58,2  44,1 1.840,59 € 106
Heiner H  53,8  44,0 1.667,41 € 104  58,1  44,2 1.819,70 € 105
Ivo KWS H  52,6  43,3 1.624,66 € 101  56,9  43,5 1.754,65 € 101
PT 271 H  47,7  42,9 1.457,97 € 91  52,3  42,9 1.615,00 € 93
Mittelwert  52,1  43,5 1.602,43 € 100  55,9  43,6 1.733,47 € 100

 

Tabelle 6: LSV Winterraps; Erträge (relativ zur Bezugsbasis (BB)) der Versuchsjahre 2018 bis 2020

unbehandelt (rel. zur BB) fungizidbehandelt (rel. zur BB)
BB = Bezugsbasis (3-jährig geprüfte Sorten über alle Standorte)
VGL = Vergleichssorte
VD = Versuchsdurchschnitt über alle Sorten
TS = Trockensubstanz
H = Hybride
L = Linie
FB = Friedberg
FZ = Fritzlar
HEF = Bad Hersfeld (Eichhof)
KB = Korbach
1) Resistenz gegen Turnip Yellows Virus (TuYV)
2) Rassenspezifische Kohlhernieresistenz
Jahr 2018 2019 2020 Mittel 2018 2019 2020 Mittel
Orte 3 3 4 3 3 4
BB (dt/ha) 46,7 44,7 52,0 48,2 50,3 45,2 55,7 50,9
VD (dt/ha) 45,4 43,9 52,1 47,6 48,6 44,8 55,9 50,4
Bender  BB H  96  94  94  95  94  90  96  94
Architect 1)  BB H 104 112  99 104 102 112  97 103
Attletick EU  BB H 100  98  97  98 102  92 101  99
Hattrick  BB H  98  93  97  96 100  95  98  98
DK Exception EU BB H 105 103 104 104 101 108 102 103
Trezzor EU  BB H  99  98 100  99 102 101  99 100
Muzzical  BB H  97  96 101  98  99  99 102 100
Puzzle  BB H 100 103 105 103 102 100 104 102
DK Expansion EU  BB H 100 103 102 102  98 102 102 101
Advocat 1) H 103  99 100  99
Fossil H  94  97  96  98
Violin 1) H  99 101 100  99
Algarve 1) H 101 100 104  97
SY Alix 2) H  89  93  94  93
Ludger 1) H 105 108 110 105
Smaragd 1) H 103 105 103 106
Armani 1) H  97 100
Ambassador H 104 104
Croozer 2) H 100 102
Ernesto KWS H 105 104
Heiner H 103 104
Ivo KWS H 101 102
PT 271 H  92  94
Avatar H  94  91  93  92
Penn H  94  96  95  94
Arazzo  EU H  95  96  95  95
Alvaro KWS EU H 100 100 100  98
PT 256 EU H 102  94  97  99
Cristiano KWS EU H 106 101 105 102
Aristoteles  2) H  87  90
Raffiness H  94  90
Menhir 2) H  88  87
Tonka H  95  94
Asterion 1) H 101  97
Leopard H  97  99
INV1055 H  91  91
Archimedes EU H  90  90
A n h a n g s o r t i m e n t
Arabella L  94  91

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