Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktfruchtbau

Ergebnisse der LSV Winterweizen 2019/20 & Empfehlungen

Nachdem die Ergebnisse der Landessortenversuche und die vorläufigen Daten der Beson­deren Ernteermittlung (BEE) vorliegen, lässt sich nun die Winterweizenernte des Jahres 2020 abschließend bewerten. Aus der BEE ergibt sich, dass mit 78,7 dt/ha im Landesmittel eine im Vergleich zum langjährigen Mittelwert (2014 – 2019) leicht überdurchschnittliche Weizenernte eingefahren wurde.

Damit lagen die Erträge etwa 1 dt/ha über dem Wert des Vorjahres und deutlich höher als in 2018. In den Landessortenversuchen wurde diesjährig mit 108,7 dt/ha, und damit fast 7 dt/ha mehr als 2019, ein überraschend sehr gutes Ertragsniveau erreicht. Die diesjährigen Witterungsverhältnisse führten sowohl in der Praxis wie in den Versuchen zu ausgesprochen guter Kornausbildung, allerdings blieben die Proteingehalte etwas hinter denen der Vorjahre zurück.

Welche Witterungskonstellation hat diese Erträge ermöglicht?

Weizensorten unterscheiden sich in vielen Merkmalen voneinander, nicht zuletzt auch in der Ährenform und der gebildeten Kornzahl je Ähre
Weizensorten unterscheiden sich in vielen Merkmalen voneinander, nicht zuletzt auch in der Ährenform und der gebildeten Kornzahl je Ähre

Nach dem trockenen Spätsommer und Herbst 2019 war der Wasservorrat in den oberen Bodenschichten durch nennenswerte Niederschläge ab dem Spätherst langsam aufgefüllt worden. So gestaltete sich die Aussaat ab der zweiten Oktoberhälfte nicht überall unproblematisch. Der Winter verlief sehr mild, sodass kaum Vegetationsruhe eintrat und sich die Jungpflanzen langsam weiter entwickeln konnten. Stärkere winterliche Frostereignisse blieben weitgehend aus. Erst in der dritten Märzdekade traten dann stärkere Nachtfröste bis minus 10oC auf, die allerdings nicht zu Schäden an den Kulturen führten.

Die Regenmengen im Januar bis März lagen vielerorts über dem langjährigen Mittel, allerdings genügten sie nicht, um den Unterboden hinreichend zu befeuchten oder gar eine Grundwasserspende zu erzeugen. Der feuchte und kalte Oberboden erlaubte zunächst kaum N-Mineralisation, und die mangelnde Befahrbarkeit der Flächen verzögerten die Ausbringung der ersten N-Gabe teilweise erheblich. Somit entwickelten sich die Bestände zunächst nur zögerlich weiter, und es wurde kaum unproduktive Bestockung ausgelöst. Auch die Tagestemperaturen blieben bis in den April hinein oft im einstelligen Bereich. Durch langanhaltende Ostluft-Phasen mit klarem Wetter und hoher Sonneneinstrahlung setzte dann jedoch eine deutliche Erwärmung des Oberbodens ein, was zu intensiver Photosynthese und N-Mineralisation führte sowie die Wurzelneubildung erheblich beschleunigte.

Im Nachhinein erwies sich diese zunächst besorgniserregende Situation als günstig, denn so wuchsen Bestände heran, die gute Voraussetzungen für eine effiziente Wassernutzung mitbrachten und davon in der weiteren, von erheblicher Frühsommertrockenheit geprägten Vegetationsperiode profitieren konnten.

Positiv wirkte sich dieses Witterungsgeschehen auch auf die Pflanzengesundheit aus. Insgesamt waren neben vereinzeltem Gelbrostbefall in anfälligen Sorten kaum Pilzkrankheiten feststellbar. Sehr spät trat regional noch etwas Braunrost in Erscheinung, der jedoch kaum ertragswirksam wurde. Niederschläge zur Blüte traten nur regional auf, und Temperatur bzw. Nässedauer waren nicht ausreichend, sodass es auch nur vereinzelt zu Fusariuminfektionen der Ähre kam. Darüber hinaus blieben im Juni und Juli Hitzeperioden aus, und einige zwar regional unterschiedlich stark ausgeprägte Niederschlagsereignisse erlaubten die Wasserversorgung der Pflanzen aus dem Oberboden. Somit konnte die Kornfüllung weitgehend unbeeinträchtigt ablaufen und dort Nährstoffe während der Abreifeperiode kontinuierlich eingelagert werden. In ihrer Gesamtheit erklären die genannten Faktoren die auf guten Standorten überraschend hohen Erträge und die sehr gute Sortierung der Ernteware mit hohen Tausendkorn- und Hektolitergewichten, deutlich über den Vorjahren.

Landessortenversuche und Orientierungssortiment – hier trennt sich die Spreu vom Weizen!

Sorten mit guter Wüchsigkeit und etwas waagerechterer Blattstellung haben ein besseres Unkrautunterdrückungsvermögen
Sorten mit guter Wüchsigkeit und etwas waagerechterer Blattstellung haben ein besseres Unkrautunterdrückungsvermögen
In den Landessortenversuchen werden die Unterschiede der Sorten in der Entwicklung und im Krankheitbefall genau bonitiert
In den Landessortenversuchen werden die Unterschiede der Sorten in der Entwicklung und im Krankheitbefall genau bonitiert

Die Sortenprüfungen bei Winterweizen erfolgen in Hessen in mehreren verschiedenen Prüfsortimenten: Im Landessortenversuch (LSV) werden die neu zugelassenen Sorten und ausgewählte, zur Zulassung anstehende Kandidaten mit den Standard-Verrechnungssorten dreijährig verglichen. Das Orientierungssortiment (OS) hat die Funktion, bereits mehrjährig im LSV geprüfte Sorten mit hoher Praxisbedeutung weiter zu testen und z. B. auf eventuell nachlassende Resistenzeigenschaften zu beobachten. Darüber hinaus stehen hier die E-Weizensorten an einer reduzierten Standortanzahl ebenfalls in der Prüfung. Besonders früh abreifende Winterweizensorten werden in einem gesonderten Versuchsprogramm zusammengestellt, das in der Folgewoche im LW kommentiert werden wird.

Immer werden die Sortenprüfungen in zwei Intensitätsstufen angelegt: Stufe 1: reduzierter Wachstumsregler, keine Fungizide; Stufe 2: standortangepasster Einsatz von Wachstumsregler und Fungiziden nach Bedarf. Somit kann nach mehrjähriger und mehrortiger Prüfung recht sicher beurteilt werden, welche Sorten für die verschiedenen Anbauregionen Hessens besonders geeignet sind, und welche Schwachstellen bei den Sorten eventuell vorliegen. Vor allem die Sortenreaktion auf besondere Witterungskonstellationen oder jahresspezifischen Infektionsdruck mit bestimmten Krankheiten kann so gut herausgearbeitet werden.

Im aktuellen Anbaujahr wurden an sechs LSV-Standorten jeweils 20 Winterweizensorten getestet. Neu aufgenommen in den LSV wurden insgesamt acht Kandidaten (vier A-Weizen, drei B-Weizen, eine C-Sorte), deren Sorteneigenschaften für den Anbau interessant erschienen. Hier handelt es sich entweder um Weizenstämme, die sich nach der Ernte 2019 als erfolgreiche Kandidaten für eine Zulassung durch das Bundessortenamt präsentierten, oder um Sorten, welche die EU-Sortenprüfung erfolgreich absolviert oder sich im Bundessortenversuch Weizen ( https://www.bundessortenversuch.de) als leistungsfähig erwiesen haben. Die Aufnahme von aussichtsreichen Zuchtstämmen in den LSV noch vor erfolgter Zulassung durch das Bundessortenamt stellt sicher, dass der aktuelle Zuchtfortschritt möglichst schnell in der landwirtschaftlichen Praxis ankommt.

Überraschend sehr gute Erträge trotz Frühsommertrockenheit

Begrannte Weizensorten finden zunehmende Verbreitung, insbesondere wenn sie auch etwas früher in der Abreife sind
Begrannte Weizensorten finden zunehmende Verbreitung, insbesondere wenn sie auch etwas früher in der Abreife sind

Das Ertragsniveau in den hessischen LSV lag mit durchschnittlich 108,7 dt/ha (Stufe 2) deutlich über dem des Vorjahres (102 dt/ha), und es ist insgesamt das beste Ergebnis der letzten 12 Jahre (siehe Tabelle 1). Außer am Standort Griesheim wurde ansonsten keiner der Versuche beregnet. In der unbehandelten Stufe 1 wurde im Vergleich zum Vorjahr mit 103,5 dt/ha ein um 9,4 dt/ha höherer Ertrag erzielt. In 2020 lag damit der durch standortangepassten Fungizid- und Wachstumsreglereinsatz erzielte Mehrertrag nur bei durchschnittlich 5,2 dt/ha. Hier zeigt sich, das der Krankheits- und Lagerdruck bedingt durch die oben beschriebenen Witterungsverhältnisse im aktuellen Anbaujahr sehr gering war. Die Pflanzen mussten unter diesen Bedingungen nur wenig Energie für die Abwehr von Krankheitserregern aufbringen. Dennoch differenzieren die Sorten hier: Einen deutlicheren Ertragsabfall bei Unterlassen der Pflanzenschutzmaßnahmen in Stufe 1 zeigen SU Habanero, Foxx, und LG Initial sowie aus dem B-Segment LG Vertikal und die C-Sorte Elixer.

Die höchsten Ertragsleistungen wurden in beiden Intensitätsstufen am Standort Friedberg (Vorfrucht Kartoffeln) gefolgt von Marburg (Vorfrucht Mais) erreicht. An beiden Standorten zahlte sich auch die bessere Bodengüte aus, denn das Wasser- und Nährstoffnachlieferungsvermögen eines Bodens war diesjährig in dem sehr trockenen Mai und der ersten Junidekade entscheidend für die ausreichende Versorgung der Pflanzen. Die Leistungsfähigkeit der Sorten am Standort Fritzlar wurde durch die späte Aussaat erst am 19. November nach Zuckerrübenvorfrucht beeinträchtigt, was die niedrigen Erträge dort erklärt.

Ertragsstärkste Sorte im A-Sortiment ist in beiden Intensitätsstufen die Hybride Hyvega. In Stufe 2 folgt dann die begrannte neue Sorte Foxx, dann Lemmy und Asory, während in der Stufe 1 Lemmy und Foxx die Plätze tauschen und die Sorte LG Character mit Asory gleichzieht.

Bei den B-Sorten führt die EU-Sorte Chevignon das Feld in beiden Stufen an, in Stufe 2 gefolgt von KWS Donovan sowie auf Platz 3 LG Vertikal und Campesino gleichauf. In Stufe 1 liegt Campesion auf Platz 2, dann folgen wiederum KWS Donovan und LG Vertikal. Von den beiden C-Sorten hat die Neuzulassung KWS Keitum ertraglich in beiden Stufen jeweils die Nase deutlich vorn.

Im Orientierungssortiment zeigt sich ein ähnliches Bild (siehe Tabelle 2). Auch hier wurden sehr hohe Erträge am Standort Friedberg sowie geringere Erträge in Fritzlar erzielt. Mit Ausnahme von Porthus, Benchmark und KWS Talent fielen die Mehrerträge durch die höhere Behandlungsintensität mit durchschnittlich 2,8 dt/ha vergleichsweise niedrig aus. Folglich waren die Pflanzenschutzbehandlungen in aller Regel diesjährig in beiden hessischen Sortenprüfungen bei vielen Sorten nicht wirtschaftlich, in Fritzlar kosteten diese Anwendungen sogar Ertrag.

Qualitätseinstufung und Rohproteingehalt

Seit Jahren wird über die Sinnhaftigkeit der Nutzung des Rohproteingehaltes als Qualitätsmerkmal einer Sorte intensiv diskutiert. Aus umfangreichen, langjährigen Untersuchungen ist bestätigt, dass der Proteingehalt nur bedingt Rückschlüsse auf die Backqualität zulässt. Auch Sorten mit etwas schwächeren Proteingehalten können ein gutes Backergebnis erzielen. Dennoch ist der Rohproteingehalt in der Vermarktung nach wie vor der entscheidende Parameter, weil ein Schnelltest zur Bestimmung der Backfähigkeit bei der Warenerfassung leider immer noch nicht vorhanden ist. Darüber hinaus steht durch die stetige Verschärfung der Düngeverordnung die Stickstoffspätdüngung im Fokus. Auch die Festlegung unterschiedlicher N-Bedarfswerte für die Qualitätsgruppen wurde in diesem Zusammenhang intensiv diskutiert.

Zur Eingruppierung von Weizensorten in das E-, A-, B- und C-Segment durch das Bundessortenamt wird seit 2019 der Rohproteingehalt nicht mehr berücksichtigt. Einbezogen werden nur Volumenausbeute, Elastizität des Teiges, Oberflächenbeschaffenheit des Teiges, Fallzahl und der Sedimentationswert, sowie die Wasseraufnahme und Mehlausbeute. In der Folge erhielten einige bereits zugelassene Sorten eine neue, oft höhere Qualitätseinstufung. Anbauer müssen demzufolge bei der Sortenwahl neben der Qualitätsgruppe künftig den Rohproteingehalt im Auge behalten, um die von den Handelspartnern geforderten Qualitäten auch sicher einhalten zu können.

Hohe Erträge = knappe Rohproteingehalte? Nicht immer!

Trotz der weit überdurchschnittlichen Erträge fielen die Rohproteingehalte zwar etwas knapp aus, lagen aber etwa auf dem Niveau des Vorjahres (siehe Tabelle 3). So wurde insgesamt in der Stufe 2 ein durchschnittlicher Rohproteingehalt von 11,9 % in der Trockenmasse ermittelt. Im Vorjahr lag der Mittelwert bei 11,8 %. Mit Blick auf die Einzelstandorte spiegelt sich in den Daten jedoch der sogenannte Verdünnungseffekt in Bezug auf das jeweilige Ertragsniveau deutlich wider. Die Hochertragsstandorte Friedberg und Marburg zeigen einen mittleren Rohproteingehalt von 11,6 bzw. 11,2 %. Diese Werte liegen aber deutlich über den Werten des ertraglich schwächeren Vorjahres (Marburg: 10,6 %). In Fritzlar und Griesheim wurden diesjährig, bei im Vergleich zu den anderen Standorten niedrigeren Erträgen, Rohproteingehalte von 12,5 bzw. 12,6 % gemessen.

Zwischen den Sorten werden durchaus deutliche Unterschiede im Rohproteingehalt sichtbar. Im A-Segment liefern Lemmy und Foxx trotz der sehr hohen Erträge 12,7 bzw. 12,6% Rohprotein, während z. B Asory nur 12,1% erreicht und Hyvega bei 11,4 % stehen bleibt. Bei den B-Sorten fällt KWS Donovan mit hohem Rohproteingehalt von 12,3 % auf, während Campesino nur bei 10,8 % liegt. Die C-Sorte KWS Keitum erreicht 10,5 %, Elixer jedoch 11,5 % Rohprotein.

In enger Beziehung zum Proteingehalt steht normalerweise der Sedimentationswert. Dennoch liegen die durchschnittlichen Werte an den Standorten FB, FZ, GRI mit 40 bzw. 43 ml fast gleichauf, während der Wert aus HEF mit 32 ml deutlich darunter liegt. Konstant hohe Sediwerte an den drei erstgenannten Orten liefern Lemmy und die B-Sorte Argument. Schwache Ausprägungen mit durchschnittlich 24 ml zeigen Boss und erwartungsgemäß auch die beiden C-Sorten.

Die diesjährige Abreife- und Ernteperiode wurde weitgehend unter trockenen Bedingungen durchlaufen, sodass schwächere Fallzahlen die Ausnahme darstellen. Im Versuchsmittel werden 377 sec erreicht. Insgesamt weist der Standort Friedberg mit 324 sec die geringsten Werte auf, dort sind insbesondere KWS Keitum und LG Character sowie die Hybridsorte Hyvega mit niedrigen Werten auffällig, was an den anderen Standorten so nicht sichtbar wird.

Top Kornausbildung auch beim Saatgut!

Die moderaten Temperaturen und regional nicht ganz schlechte Wasserversorgung im Oberboden während der Kornfüllungsphase ermöglichte die Ausbildung von hohen Tausendkorngewichten. Es werden diesjährig sehr gute Werte von im Mittel 47,3 Gramm in der Stufe 2 sowie 46,1 g in der Stufe 1 erreicht – ein deutlicher Unterschied zum Vorjahr (40,1 in Stufe 2 und 38,2 in >Stufe 1)! Auch von der Saatgutanerkennungsstelle wird eine sehr gute Kornausbildung berichtet. Hier liegen die TKG-Werte bei den bisher untersuchten Winterweizen-Partien um ca. 7 Gramm über denen des Vorjahres – bitte bei der Saatgutbestellung daran denken.

Mehrjährige und überregionale Auswertung

In den Landessortenversuchen werden alle Prüfsorten umfassend, d. h. an mehreren hessischen Versuchsstandorten und über mehrere Anbaujahre geprüft. Hier werden sie objektiv und firmenunabhängig mit bewährten, langjährig ertragstreuen Standardsorten verglichen. Aus diesen Versuchsreihen lassen sich umfangreiche Datensätze zur Ertragsleistung und zu allen agronomischen Eigenschaften wie Standfestigkeit, Strohstabilität, Resistenzausstattung sowie zur Qualitätsausprägung (Rohproteingehalte, Hektolitergewichte, Tausendkorngewichte, Fallzahl etc.) gewinnen. Allerdings können Daten zur Winterhärte oder auch zur Pflanzengesundheit nur erhoben werden, wenn tatsächlich in den Prüfjahren diese Krankheiten bzw. ausreichend intensive (Kahl)-Frostereignisse aufgetreten sind. Daher ist eine mehrjährige Prüfung unerlässlich, um eine Sorte vollumfänglich für die hiesigen Anbaubedingungen einordnen zu können. Die so gewonnenen regionalen Erkenntnisse sind eine wertvolle Ergänzung der bereits aus den Zulassungsprüfungen beim Bundessortenamt vorhandenen Einstufungen, und dienen der Fortschreibung der Beschreibenden Sortenliste (siehe Tabelle 5).

Seitens der Praxis sind Sorten gewünscht, die in jedem Jahr einen guten Ertrag mit ansprechender Qualität bringen, also Sorten mit hoher Ertragsstabilität. In der mehrjährigen Auswertung (siehe Tabelle 4) lassen sich solche Sorten identifizieren. Die mehrjährig ertragsstärkste A-Sorte ist Asory, die vor allem auch in der unbehandelten Stufe bisher hohe Erträge bringt. Im B-Bereich zeichnet sich Argument durch ähnlich sichere Erträge in Stufe 1 und 2 aus, während Informer von einer höheren Pflanzenschutzintensität profitiert.

Auch in der überregionalen Auswertung im Anbaugebiet 16 (Mittellagen Südwest) bildet die A-Sorte Asory zusammen mit Hymalaya und den jüngeren Sorten Hyvega und KWS Donovan in der Stufe 2 die Leistungsspitze, in der Stufe 1 kommt auch Apostel dazu. Im B-Sortiment sind dies Campesino, KWS Talent und Informer, sowie die neueren Sorten LG Vertikal, Chevignon und Gentleman in der Stufe 2. In der Stufe 1 fallen Informer und KWS Talent etwas zurück.

Sortenwahl – auf Ertrag und Risikoausgleich setzen

In erster Linie bestimmt das Produktionsziel (innerbetriebliche Veredlung oder Vermarktung) die Wahl der Sorte. Innerhalb der Qualitätsgruppen wird häufig zuerst auf den Kornertrag geschaut. Allerdings ist es mehr als ratsam innerbetrieblich konsequent auf Risikominimierung zu setzen und dafür weitere wichtige Sorteneigenschaften zu berücksichtigen, die oftmals „kostenlos“ sind. Zu groß sind die Gefahren, die von den inzwischen unkalkulierbaren aber überwiegend milderen Winterverläufen, von Spätfrösten, von Frühjahrs- bzw. Frühsommertrockenheit sowie von anhaltenden Hitzeperioden ausgehen. Daher gehört unbedingt die Aufnahme von mehreren Weizensorten zur Risikominderungsstrategie. Darüber hinaus lohnt es, sich mit der Erweiterung der Fruchtfolgen sowie der nachhaltigen und konsequenten Bodenpflege zu beschäftigen. Hierdurch entzerren sich Arbeitsspitzen, und die Pflanzenschutzintensität kann gesenkt werden.

Die Züchtung hat in den vergangenen Jahren große Erfolge bei der Ausstattung neuer Sorten mit Resistenzgenen z. B. gegen Gelb- oder Braunrost oder auch Ährenfusarium erzielt. Einige Sorten sind inzwischen auch mit Resistenzeigenschaften gegen Viruserkrankungen ausgestattet, die z. B. durch Blattläuse übertragen werden. Die in den letzten Jahren deutlich höheren Überwinterungschancen dieser Schaderreger lassen frühe Virusinfektionen mit höherem Schadpotenzial zunehmend wahrscheinlicher werden. Insektizidbehandlungen bieten hier aufgrund des langen Infektionszeitraums keine großen Sicherheiten.

Da es die perfekte Sorte, die alle Wünsche erfüllt, leider nicht gibt, ist bei der Sortenwahl abzuwägen, welche Sorteneigenschaften für den eigenen Betrieb von besonderer Bedeutung sind. Wichtige Merkmale, die die Nutzung einschränken können, sind beispielsweise die Anfälligkeit für Fusarium oder auch nachlassende Qualitäten. Insbesondere sollte der Anbau von Sorten, die Schwächen wie eine eingeschränkte Winterhärte oder höhere Anfälligkeit für am Standort regelmäßig auftretende Krankheiten aufweisen, flächenmäßig eingeschränkt werden, um das Anbau- und Vermarktungsrisiko zu minimieren. Über eine geschickte Auswahl von Sorten, die sich in ihren Eigenschaften ergänzen, kann hier viel erreicht werden.

Grundsätzlich muss sich aber jeder Betriebsleiter die Frage stellen, ob er nicht zugunsten von guter Resistenzausstattung einer Sorte bereit ist, gegebenenfalls auf einige wenige Ertragspunkte zu verzichten. Dieser Ertragsverzicht könnte am Ende durch einen deutlich geringeren Kontroll- und Pflanzenschutzaufwand wirtschaftlich mehr als ausgeglichen werden!

Sortenempfehlungen für die Aussaat 2020

A-Sortiment

A-Sorten stellen mit knapp 50 % aller laut BEE angebauten Weizensorten in Hessen den größten Anteil. Auch in der Vermehrung ist dies mit 813 ha die größte Sortengruppe im Bundesland. Das ist erklärlich, denn A-Weizen bieten bei vergleichsweise geringem Ertragsabstand zu den B-Sorten die besseren Backeigenschaften und sicherere Rohproteingehalte. Folgende Sorten werden für die kommende Aussaat empfohlen:

Apostel überzeugt vor allem in Stufe 1 mehrjährig durch einen weit überdurchschnittlichen Ertrag, der auf die relativ gute Blattgesundheit zurückzuführen ist. Schwächen weist die Sorte in der Anfälligkeit gegenüber Halmbruch auf. Die Winterfestigkeit und die Ährengesundheit von Apostel sind jedoch sehr gut, daher kann die Sorte auch in Maisfruchtfolgen oder bei früherem Saattermin ihren Platz finden. Trotz knappem Proteingehalt und nur mittlerem Sedimentationswert wird eine gute Volumenausbeute erreicht. Aufgrund von Schwächen in der Fallzahlstabilität sollte Apostel rechtzeitig beerntet werden.

Asory hat über mehrjährig überdurchschnittliche Erträge mit hoher Konstanz erbracht und war in der Stufe 1 Ertragssieger der mindestens zweijährig getesteten Sorten. Abgesehen von der höheren Anfälligkeit für DTR ist Asory blattgesund und tolerant gegenüber Ahrenfusarium. Die Winterhärte ist gut, die Standfestigkeit benötigt jedoch eine Absicherung. Eine hohe Fallzahl, ausreichende Fallzahlstabilität und eine hohe Volumenausbeute komplettieren das Sortenprofil, wobei die teilweise etwas knappen Proteingehalte durch die hohen Erträge erklärlich sind. Bundesweit und auch in Hessen gehört die Sorte zu den vermehrungsstärksten, daher sollte ausreichend Saatgut zur Verfügung stehen.

Kashmir liegt in Stufe 1 auf dem Niveau von RGT Reform und präsentiert sich mit Fungizideinsatz im Orientierungssortiment sogar noch etwas leistungsstärker. Die kompakte Sorte hat eine gute Mehltauresistenz bei ansonsten mittlerer Gesundheit und weist trotz ihrer Kürze eine geringere Standfestigkeit auf. Besonders zu beachten ist die hohe Anfälligkeit für Gelbrost. Daher erfordert Kashmir, wenn diese Krankheit eine Rolle spielt, eine intensivere Bestandesführung. Wie Apostel ist Kashmir durch einen geringeren Proteingehalt charakterisiert, bei besserer Fallzahl aber schwächerer Volumenausbeute.

Patras erreicht nur noch leicht unterdurchschnittliche Kornerträge bei sehr hoher Tausend­kornmasse. Die langjährig erprobte Sorte zeichnet sich jedoch durch eine sehr gute Winterhärte aus und hat daher für bestimmte Anbaulagen nach wie vor Bedeutung. Der Proteingehalt liegt auf einem mittleren Niveau. Patras erreicht hohe Fallzahlen, die aber u. U. etwas abfallen können. Eine rechtzeitige Ernte ist daher erforderlich. Standfestigkeit und Blattgesundheit (Braunrost, Blattseptoria) benötigen eine Absicherung.

RGT Reform hat sich ebenfalls über viele Jahre durch eine hohe Ertragskonstanz bei gut mittlerem Ertragsniveau bewährt. Diese anpassungsfähige Sorte besticht durch hohe und stabile Fallzahlen, bei teilweise etwas knappen Proteingehalten. Der Sedimentationswert erreicht ein mittleres Niveau, die Volumenausbeute ist etwas schwächer. RGT Reform reift etwas später ab, ist winterhart und hat eine gute bis mittlere Standfestigkeit. Die Blatt- und Ährengesundheit ist ausgewogen bei geringer DON-Bildung, auf Gelbrost sollte in Befallsjahren jedoch kontrolliert werden.

Unter den Grannenweizen wird die EU-Sorte Rubisko empfohlen. Früher abreifend und standfest weist diese Sorte Schwächen in der Anfälligkeit für Halmbruch, Mehltau und Blattseptoria auf, während die Anfälligkeit für Ährenfusarium gering ist. Zu beachten ist die im Vergleich zu den anderen geprüften A-Weizen schwache Fallzahl sowie die, wie meist bei Grannenweizen, geringere Winterhärte.

Der gelbrostresistente RGT Depot (Zulassung 2018) präsentiert sich nach zweijähriger Prüfung mit guter Standfestigkeit bei etwas späterer Abreife. Die Blattgesundheit ist ebenfalls gut und ausgewogen, mit Ausnahme der Schwäche in der DTR-Anfälligkeit. Eine etwas knappere Fallzahlstabilität könnte unter ungünstigen Witterungsverhältnissen Probleme verursachen. Von etwa 1270 ha bundesweiter Vermehrungsfläche sollte die Saatgutnachfrage zu decken sein.

Nach einjähriger Prüfung zeigt der neue Grannenweizen Foxx (Zulassung 2019) sehr vielversprechende Leistungen. Die Premio-Kreuzung lieferte hohe Erträge und konnte dennoch die Rohproteinwerte halten. Mit hohen und stabilen Fallzahlen bei guter Volumenausbeute kommt hier eine solide A-Qualität daher. Bei guter Gelbrostresistenz und ansonsten mittlerer Blattgesundheit darf die Schwachstelle Braunrost jedoch nicht unerwähnt bleiben.

Der ebenfalls neue LG Character (Zulassung 2020) zeigt in erstjähriger Auswertung gut durchschnittliche Erträge bei soliden Rohproteingehalten. Mittlere Standfestigkeit und etwas spätere Abreife kennzeichnen diese Sorte. Bei der Blattgesundheit fällt die Mehltauresistenz und gute Braunrosttoleranz bei ansonsten auch leicht überdurchschnittlichen Einstufungen positiv auf. Die Fallzahlen sind etwas knapp, aber stabil bei leicht überdurchschnittlicher Volumenausbeute.

Beide Sorten bedürfen noch weiterer Prüfjahre um sie vollumfänglich einordnen zu können, Saatgut auch aus hessischen Vermehrungspartien steht zur Verfügung.

Empfehlungen im B-Sortiment

Leistungsstarke B-Sorten bilden die zweitgrößte Gruppe im Anbau und auch mit Blick auf die Vermehrungsflächen liegen sie mit rund 490 ha Gesamtfläche bei leichter Zunahme an zweiter Stelle. Für den Anbau empfohlen werden die bewährten Sorten Argument, Informer, Kamerad, KWS Talent und Porthus.

Argument, eine Türkis-Impression-Kreuzung aus dem Zulassungsjahrgang 2018, überzeugt dreijährig besonders in Stufe 1, was auf die generell gute Blattgesundheit zurückzuführen ist. Abgerundet wird das Profil durch eine gute Winterhärte sowie eine geringe Anfälligkeit gegen Halmbruch und Ährenfusarium mit niedriger DON-Bildung, was die Sorte auch für Maisfruchtfolgen sehr interessant macht. Allerdings benötigt diese langstrohige Sorte eine Absicherung in der Standfestigkeit. Zudem kann das gute Unkraut- und Ungrasunterdrückungsvermögen von Argument auf diesbezüglichen Problemstandorten strategisch genutzt werden.

Letzteres gilt auch für Informer, der in drei Prüfjahren vor allem in Stufe 2 überdurchschnittliche Erträge zeigt. Die konkurrenzstarke, etwas später abreifende Sorte ist blattgesund, sehr standfest und verfügt über eine sehr gute Winterfestigkeit. Die Fusariumtoleranz liegt aber nur auf einem mittleren Niveau. Ebenso wie der nachfolgend beschriebene Kamerad erzielt Informer hohe Fallzahlen bei guter Fallzahlstabilität, aber leicht schwächerer Volumenausbeute.

Für den Anbau insbesondere in Maisfruchtfolgen empfiehlt sich der etwas später abreifende Kamerad. Mehrjährig erzielt Kamerad zwar nur knapp durchschnittliche Erträge. Die unkomplizierte Sorte besticht aber durch ihre, von der DTR-Anfälligkeit abgesehen, sehr gute Blattgesundheit und solide B-Qualität. Weiterhin ist Kamerad sehr standfest, winterhart und besitzt eine hohe Toleranz gegen Ährenfusarium.

KWS Talent kann mehrjährig vor allem in Stufe 2 ertraglich sehr überzeugen, und ist in 2020 in beiden Intensitätsstufen ertragsstärkste Sorte im Orientierungssortiment. Sie weist eine gute Blattgesundheit auf, die Standfestigkeit muss allerdings abgesichert werden. Schwächen liegen in der Anfälligkeit für Halmbruch und Ährenfusarium. KWS Talent gehört zu den proteinschwächeren B-Weizen.

Nach etwas schwächeren Erträgen in 2018 konnte der früh abreifende Porthus in den Folgejahren wieder mit überdurchschnittlichen Leistungen überzeugen. Dieser Weizen weist jedoch Schwächen in der Winterhärte sowie in der Anfälligkeit für Braunrost und DTR auf. Dagegen ist die Fusariumtoleranz hoch, und Porthus erhält eine Spätsaatempfehlung. Der Proteingehalt und die Volumenausbeute sind für eine B-Qualität solide, die Fallzahl hoch und die Fallzahlstabilität ausreichend.

Nach zweijähriger Prüfung hat Campesino (Zulassung 2019) eine sehr hohe Ertragsleistung in beiden Intensitätsstufen aufzuweisen. Die standfeste Memory-Matrix-Premio-Kreuzung ist, von DTR abgesehen, sehr blattgesund. Der hohe Ertrag zieht einen sehr geringen Proteingehalt nach sich, der nach alter Qualitätsgruppierung zu einer Klassifizierung als C-Weizen geführt hätte. Campesino bietet sich daher für eine Nutzung als Futterweizen an, zumal er nach ersten Einschätzungen geringe DON-Werte aufweist.

Ebenso als Futterweizen einzuordnen ist der etwas später abreifende und ertraglich auch etwas schwächere LG Vertikal (Zulassung 2019), der zudem auch eine geringere Fallzahl aufweist. Die bis auf eine mittlere Anfälligkeit für DTR blattgesunde, standfeste Sorte bildet ihren Ertrag über eine sehr hohe Kornzahl je Ähre. Beide letztgenannten Sorten wurden auch in Hessen vermehrt.

Als neue interessante Sorten sind folgende einjährig geprüfte Sorten zu erwähnen, wenn auch weitere Prüfjahre zur Absicherung der Einschätzung noch abgewartet werden müssen:

Bei der in Frankreich zugelassenen EU Sorte Chevignon fallen die Rohproteinwerte bei hohem Ertrag etwas ab. Die Fallzahlen liegen auf hohem Niveau und auch die Sediwerte weisen bisher eine solide B-Qualität aus. Laut Züchterdaten bringt diese frühreife und standfeste Sorte eine ausgewogene Blattgesundheit mit. Nur in der Anfälligkeit für Braunrost ist sie schwächer zu beurteilen, und die Anfälligkeit für Fusarium wird als mittel angegeben. Sowohl aus Hessen wie aus bundesweiten Vermehrungen steht Saatgut zur Verfügung.

Aus dem Hause DSV kommt ebenfalls über eine Zulassung in Frankreich die Merkato-Kreuzung Complice. Die sehr früh abreifende, begrannte Sorte wurde in dem Sortiment der frühen Sorten bisher einjährig geprüft und erzielte dort beachtliche Ergebnisse, die in der nächsten Ausgabe des LW detailliert vorgestellt werden. Bei etwas geringerer Anfälligkeit für Fusarium zeigt die Sorte auch eine solide Blattgesundheit.

KWS Donovan (Zulassung 2020) zeigt im ersten Prüfjahr in beiden Intensitätsstufen und mit Ausnahme von Fritzlar in Stufe 1 an allen Standorten konstant überdurchschnittlich Erträge. Die standfeste, mittellange Sorte ist mit einer sehr guten Fußgesundheit sowie guten Resistenzen gegen Mehltau und Gelbrost eingestuft. Schwächen dieser Sorte sind die höhere Anfälligkeit für Braunrost und DTR. Gegen Ährenfusarium ist sie mittel anfällig. Qualitativ weist sie sich als runde B-Sorte mit guten Rohproteingehalten, die auch bei hohen Erträgen gehalten werden, sowie gut mittleren Fallzahlen, Sediwerten und Volumenausbeuten aus.

Empfehlungen im C-Sortiment

Futterweizen aus dem C-Segment machen in Hessen nur einen geringen Anteil im Anbau aus. Für die Herbstaussaat 2020 wird weiterhin uneingeschränkt Elixer empfohlen.

Elixer zeichnet sich mehrjährig durch eine hohe und vor allem sehr stabile Ertragsleistung bei stabilen Rohproteingehalten aus. Auch die Winterhärte ist überdurchschnittlich gut. Die geringe Standfestigkeit erfordert jedoch Aufmerksamkeit. Abgesehen von einer höheren Anfälligkeit für Halmbruch und DTR ist die Sorte robust und recht gesund, teilweise wurde etwas Gelbrost festgestellt. Elixer besitzt Stoppelweizeneignung und kann als Brauweizen vermarktet werden. Die Anfälligkeit für Fusarium ist etwas geringer was auch die DON-Gehalte wiederspiegeln.

Außerordentlich ertragsstark an allen Standorten präsentierte sich nach dem ersten Versuchsjahr die neue Sorte KWS Keitum. Auch diese Sorte hat bei mittlerer Pflanzenlänge eine etwas höhere Lagerneigung, die einer Absicherung bedarf. Bei sehr guten Resistenzen gegen Mehltau und Gelbrost liegt die Anfälligkeit gegen andere Krankheiten im guten Mittelfeld. Die Fuß- und Ährengesundheit ist überdurchschnittlich eingestuft. Zu beachten ist der sehr niedrige Rohproteingehalt und die niedrige Fallzahl. Die großkörnige Sorte sollte in der Ernte daher rechtzeitig angefahren werden.

 Sorten im E-Sortiment

Der Anteil von E-Weizensorten im hessischen Anbau liegt nach Schätzungen aus der Besonderen Ernteermittlung (BEE) bei ca. 10 Prozent. Häufig sind ertragsstärkere A- und B- Sorten für die Betriebe wirtschaftlich interessanter. Es gilt hier die Vermarktungsoptionen vor der Anbauentscheidung genau zu prüfen und die Sortenwahl ggfs. mit dem Handelspartner im Vorfeld abzustimmen. Preisaufschläge müssen die in der Regel geringere Ertragsleistung kompensieren. Die Düngeverordnung setzt für E-Weizen einen höheren N-Bedarf an, d.h. eine höhere N-Düngung ist möglich. Somit kann das Risiko, die vom Handel geforderten Proteingehalte zu verfehlen, abgemildert werden. Die betrieblichen N-Bilanzen sind zu beachten.

Aus dem E-Sortiment empfohlen werden Bernstein, und für Südhessen auch Moschus. Bernstein ist ein etwas ertragsstärkerer E-Weizen, der trotz größerer Pflanzenlänge über eine ausreichende Standfestigkeit verfügt. Zu beachten ist die höhere Anfälligkeit für Mehltau, Braunrost und Septoria.

Moschus gehört zu den E-Weizen mit den höchsten Einstufungen für Fallzahl und Proteingehalt. Die Sorte ist standfest und weist eine gute Blattgesundheit, sowie eine geringe Anfälligkeit für Ährenfusarium mit sehr niedriger DON-Bildung auf.

Über den Saatzeitpunkt Risiken vermeiden – gute pflanzenbauliche Praxis

Wie die phänologischen Beobachtungen des Deutschen Wetterdienstes belegen, verlängert sich die Vegetationsperiode in den letzten Jahren zunehmend. Das bedeutet, dass die Winterruhe deutlich später, wenn überhaupt eintritt, und der Vegetationsbeginn früher einsetzt. In der Folge steigt das Risiko pilzlicher Erkrankungen und des Überwachsens der Bestände vor Winter an. Des Weiteren sind früh startende Sorten im Frühjahr einem deutlich höheren Auswinterungsrisiko ausgesetzt, wenn Spät- oder Kahlfröste auftreten sollten.

Winterweizen besitzt zwar grundsätzlich eine recht gute Winterhärte und eine gewisse Toleranz, was den Saattermin betrifft. Dennoch sollte hier Vorsicht walten, denn Abweichungen von der Regel-Saatzeit bergen insbesondere bei Frühsaaten erhebliche Risiken: Die Gefahr, dass im noch milden Herbst Virusinfektionen (Weizenverzwergungsvirus, Gelbverzwergungsvirus) durch Blattläuse und Zikaden im jungen Getreide frühzeitig gesetzt werden, ist nicht zu unterschätzen. Ertrag und Wachstum werden umso stärker beeinflusst, je früher die Infektion stattfindet, und virus-geschwächte Bestände weisen ein höheres Risiko für Auswinterungsschäden auf. Die Optionen, wie z. b. intensive Kontrolle und ggfs. Insektizidbehandlung in solchen Weizenbeständen, sind begrenzt und aufwändig. Ganz wichtig ist es daher in diesem Zusammenhang, die gute pflanzenbauliche Praxis walten zu lassen und Ausfallgetreide unbedingt rechtzeitig einzuarbeiten.

Die Staffelung der Aussaat bietet besonders für Betriebe mit umfangreichem Weizenanbau arbeitswirtschaftliche Vorteile. Dann sollte aber konsequent auf die Früh- bzw. Spätsaateignung der gewünschten Sorten geachtet werden, und dies nicht überzogen werden. Besser ist es, in solchen Fällen z. B auch auf Wechselweizen zurück zu greifen oder grundsätzlich den Weizenanteil in der Fruchtfolge zu überdenken.

Abgesehen von der erhöhten Gefährdung der Neuansaaten durch Virus- und Pilzerkrankungen bereits im Herbst fördern Frühsaaten auch nicht unerheblich den Ungrasdruck auf den Flächen. Viele Probleme auf Ackerfuchsschwanzstandorten sind leider hausgemacht. Diese Flächen scheiden grundsätzlich für Frühsaaten aus. Fazit: Frühsaaten sind riskanter als Spätsaaten und es gibt Alternativen!

Fruchtfolgegestaltung im Auge behalten

Auch in diesem Jahr hat sich wieder bestätigt, dass Winterweizen nicht auf alle Standorte passt. Zu oft waren die Erträge auf schwächeren Standorten mehr als enttäuschend, weil die Wasser- und Nährstoffversorgung dieser anspruchsvollen Hochleistungspflanzen in schwierigen Witterungsphasen nicht mehr sichergestellt war. Viel Einsatz für wenig Ertrag – diese Konstellation sollte nach Möglichkeit bereits im Vorfeld planerisch vermieden werden.

Im Erntejahr 2020 stand Winterweizen aufgrund der rückläufigen Rapsflächen häufiger nach Getreidevorfrüchten. Dies erfordert einen höheren Input an Düngung und Pflanzenschutz und hat Konsequenzen für den Ertrag. Eine Auswertung von hessischen Praxis-Weizenerträgen hat eine Ertragsdifferenz von rund 5 dt/ha zwischen Vorfrucht Raps und Getreide ergeben – trotz der höheren Aufwendungen an Produktionsmitteln beim Stoppelweizen. In diesem Jahr fiel der Ertragsabstand oftmals noch deutlicher aus. Ursachen hierfür liegen u.a. in dem verstärkten Auftreten von fruchtfolgebedingten Krankheiten, vor allem Halmbruch und Schwarzbeinigkeit, einem schlechter entwickelten Wurzelsystem und einer schlechteren Bodenstruktur.

Weizen in Selbstfolge, ebenso wie Weizen nach Mais, steigert nachgewiesenermaßen das Risiko für den Befall mit Ährenfusarium. Bei Vorliegen befallsfördernder Witterungsbedingungen von Mitte Ährenschieben bis Ende Blüte, d.h. wechselfeuchter Witterung mit Temperaturen über 16°C, bieten Fungizide selbst bei Ausbringung zum optimalen Termin keinen absoluten Schutz, sondern der DON-Gehalt kann nur maximal um 50 bis 80% reduziert werden. Hier kommt der richtigen Sortenwahl eine ganz große Bedeutung zu.

Saatgutversorgung gesichert – Daten aus der Feldbesichtigung 2020

Die Saatgutvermehrung in Hessen bewegt sich insgesamt auf einem konstant hohen Niveau, allerdings schichten sich die Sorten teilweise deutlich um. Die hiesigen Saatgutvermehrungsbetriebe säen jährlich interessante und von der Praxis nachgefragte, bewährte Sorten zur Vermehrung in Hessen aus. Neue Sorten kommen hinzu, um früh am Zuchtfortschritt teilhaben zu können.

Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Absicherung der Versorgung der Betriebe mit regional erzeugtem, hochwertigem Saatgut. Insgesamt ist festzustellen, dass die Vermehrungsfläche bei Winterweizen weiter rückläufig ist und sich damit der Trend der letzten Jahre fortsetzt. Diese Entwicklung zeigt sich auch bundesweit. Traditionell stellen die A-Sorten weiterhin den höchsten Flächenanteil. Dieser ist allerdings um rund 220 ha im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. B-Weizen wurden auf rund 490 ha erfolgreich feldvermehrt, was einer Zunahme um 64 ha entspricht. E- und C-Sorten konnten Ihre Flächenumfänge insgesamt leicht auf nunmehr 100 ha steigern.

Die Anerkennungsstelle für Saat- und Pflanzgut Hessen veröffentlicht die aktuellen Daten aus der Feldvermehrung auf der Website des LLH. Die diesjährig mit Erfolg feldbesichtigten Vermehrungsvorhaben sind nach Sortenanteilen aufgelistet und können dort abgerufen werden:

Ergebnisse der Feldbesichtigungen 2020/

 

Tabelle 1:
Landessortenversuch Winterweizen 2019/2020, Standorte in Hessen. Ertrag relativ zur Bezugsbasis (BB)

FB: Friedberg, FZ: Fritzlar, GRI: Griesheim (Darmstadt), HEF: Bad Hersfeld (Eichhof), KB: Korbach, MR: Marburg
BB: Bezugsbasis (3-jährig geprüfte Sorten), VD: Versuchsdurchschnitt über alle Sorten, GD: Grenzdifferenz, TS: Trockensubstanz
1) Resistenz gegen Orangerote Weizengallmücke, 2) Braueignung
Qua-
li-
tät
unbehandelt (rel. zur BB) fungizidbehandelt (rel. zur BB)
FB FZ GRI HEF KB MR Mittel FB FZ GRI HEF KB MR Mittel
BB (dt/ha) 124,6  88,4  82,2 102,7 Ver-such nicht aus-wert-bar 112,4 102,0 128,4  87,0  88,0 111,4 Ver-such nicht aus-wert-bar 121,5 107,2
VD (dt/ha) 126,7  89,4  84,6 104,2 112,8 103,5 130,0  87,9  90,8 112,3 122,5 108,7
GD 5 % (relativ)   5,5   6,4   5,8   5,0   4,1     5,4   6,5   5,4   4,6   3,8  
RGT Reform BB A  99  97 102 100 101 100  99  95 103  97  99  99
Asory   BB A 102  98 103 103 101 101 102  98 103 102  99 101
LG Initial 1)  BB A  98  92  93  93  99  95 100  98  91  93 101  97
Lemmy 1)  BB A 100 106 112 101 103 104  96 101 110 103 102 102
RGT Depot A 103  96 102  96  94  98 105  94 101  93  94  98
Foxx (Grannen) A  99 101 106 106  98 102 100 108 112  98 103 103
SU Habanero A 102  93  95  96  91  96 103  99  98  97  93  98
Hyvega (Hybride) A 113 108 117 104 107 110 108 104 116 108 109 109
LG Character 1) A 102 100  97 106  99 101  98 100 101 104  99 100
KWS Donovan 1) B 106 100 105 105 105 104 102 105 110 105 103 105
Informer  BB B 103 105  95 101 101 101  98 106  94  99 103 100
Boss 2)  BB B  98 104 100 100  99 100  98 108  98  99  98 100
Argument  BB B 104  99  93 104  98 100 101  97 100 103  99 100
SU Selke B  97  99  99  96  88  95  95  94  96  95  88  93
LG Vertikal 1) B 100 108 102  96 103 102 103 105 100 100 107 103
Campesino B 103  98 109 109 108 105 102  95 107 103 106 103
Gentleman B  99 104 103  98 101 101  99 100  97  98 101  99
Chevignon  EU (B) 103 110 108 104 106 106 102 106 110 109 104 106
KWS Keitum 1) C 107 106 115 112 110 110 109 111 115 106 110 110
Elixer 2)  BB C  97 101 103  98  99  99 105  97 101 104 101 102

 

Tabelle 2:
Orientierungssortiment Winterweizen 2020 – Serie [15] – integrierter Anbau – Ergenisse der  Standorte in Hessen, Ertrag (relativ zur BB)

BB: Bezugsbasis (3-jährig geprüfte Sorten), VD: Versuchsdurchschnitt über alle Sorten, GD: Grenzdifferenz, TS: Trockensubstanz
1) Resistenz gegen Orangerote Weizengallmücke, 2) Braueignung
Qua-li-
tät
unbehandelt (rel. zur BB) fungizidbehandelt (rel. zur BB)
FB FZ HEF KB Mittel FB FZ HEF KB Mittel
BB (dt/ha) 126,8  90,3 102,2 Ver-
such
nicht aus-wert-bar
106,4 129,3  87,8 107,7 Ver-such nicht aus-wert-
bar
108,3
VD (dt/ha) 125,8  91,8 100,8 106,1 129,7  89,3 107,7 108,9
GD 5 % (relativ)   4,5   7,1   3,9     4,3   7,3   3,6  
Patras BB A  100   88  102   97   99   81   99   94
RGT Reform  BB A   99  102   99  100   99  103  102  101
Rubisko (Grannen)  EU  BB A  101   99   97   99  100  101   98  100
Apostel A   99  100  103  100   98  100  104  101
Kashmir A  100  105  102  102  102  100  103  102
Benchmark  BB B  101  111   99  103  105  115  100  106
Porthus B  105  105  103  104  111  107  107  108
RGT Sacramento (Grannen) 
B  102  104   99  102  100  100  100  100
Sheriff 1) B  100  100   94   98   99  100   92   97
Bosporus B  101  104  100  101  104  106  101  104
Kamerad B  101  101   93   99  105   99   98  101
KWS Talent B  108  106  107  107  110  110  110  110
Bernstein  BB E   99   95  104   99   97   99  101   99
Ponticus E   88   86  87   90   87   89
Moschus E   91   93   92   90   95 92
KWS Emerick E   97  101 99   96  103  99
Chaplin E   98   97  97  100   99  99

 

Tabelle 3:
LSV Winterweizen 2019/2020, Standorte in Hessen. Vorläufige Ergebnisse der Qualitätsuntersuchungen

Sorten unbehandelt (absolut) fungizidbehandelt (absolut)
Qua-li-
tät
Rohproteingehalt in TM [%] TKG [g] Fallzahl [sec.] Sedimentations-
wert
Rohproteingehalt
in TM [%]
TKG [g] Fallzahl [sec.] Sedimentations-
wert
RGT Reform BB A 12,0 46,2 445 50 12,2 46,8 434 49
Asory   BB A 12,1 47,3 456 46 12,1 48,6 435 44
LG Initial 1)  BB A 12,1 43,3 369 42 12,1 44,0 353 42
Lemmy 1)  BB A 12,7 41,8 419 61 12,7 44,2 398 56
RGT Depot A 12,0 49,7 439 51 12,1 49,6 416 49
Foxx (Grannen) A 12,3 49,7 400 45 12,6 49,8 401 46
SU Habanero A 12,0 48,4 376 48 12,1 49,2 364 48
Hyvega (Hybride) A 11,3 46,2 341 38 11,4 48,0 318 36
LG Character 1) A 12,2 47,4 334 42 12,6 48,9 327 43
KWS Donovan 1) B 12,0 48,0 394 39 12,3 47,6 378 38
Informer  BB B 12,1 50,7 421 46 12,1 50,4 417 45
Boss 2)  BB B 11,9 42,0 402 25 12,1 43,2 379 24
Argument  BB B 11,8 47,9 371 56 11,8 50,3 406 58
SU Selke B 12,5 45,2 457 34 12,7 46,5 417 34
LG Vertikal 1) B 11,0 41,2 362 31 11,0 44,9 322 30
Campesino B 10,6 44,2 387 32 10,8 44,5 389 32
Gentleman B 11,7 46,5 460 34 11,8 47,4 431 32
Chevignon  EU (B) 11,1 44,8 437 38 11,0 46,3 422 36
KWS Keitum 1) C 10,8 51,8 279 27 10,5 51,6 274 24
Elixer 2)  BB C 11,6 40,6 362 26 11,5 43,8 340 24
Mittel (VD)   11,8 46,1 395 40 11,9 47,3 381 39

 

Tabelle 4:
Landessortenversuch Winterweizen Hessen, Dreijährige Auswertung
Ertrag relativ zur Bezugsbasis (BB)

BB: Bezugsbasis (3-jährig geprüfte Sorten), VD: Versuchsdurchschnitt über alle Sorten,
1) Resistenz gegen Orangerote Weizengallmücke, 2) Braueignung
2020: Standort Korbach nicht auswertbar
Qualität unbehandelt (rel. zur BB) fungizidbeh. (rel. zur BB)
Jahr 2018 2019 2020 Mittel 2018 2019 2020 Mittel
 Orte 6 6 5   6 6 5  
BB (dt/ha)  83,7  95,0 102,0  93,1 103,0 102,9 107,2 104,2
VD (dt/ha)  82,2  94,1 103,5  92,7 102,0 102,0 108,7 104,0
RGT Reform BB A 102  99 100 100  98  98  99  98
Asory   BB A 114 102 101 106 103 103 101 102
LG Initial 1)  BB A  86  97  95  93  98  96  97  97
Lemmy 1)  BB A  90  97 104  97  93 101 102  99
RGT Depot A  99  98    98  98  
Foxx (Grannen) A 102   103  
SU Habanero A  96    98  
Hyvega (Hybride) A 110   109  
LG Character 1) A 101   100  
KWS Donovan 1) B 104   105  
Informer  BB B  92 104 101  99 103 102 100 102
Boss 2)  BB B 100  98 100 100  98  98 100  98
Argument  BB B 110 102 100 104 103 100 100 101
SU Selke B  97  95    96  93  
LG Vertikal 1) B  98 102   101 103  
Campesino B 105 105   104 103  
Gentleman B 101    99  
Chevignon  EU (B) 106   106  
KWS Keitum 1) C 110   110  
Elixer 2)  BB C 105 101  99 102 104 103 102 103
RGT Aktion 1) A 108  91    96  92  
KWS Fontas A  86 100    96  98  
Chaplin E  96  94    97  95  
Hymalaya (Hybride) A 104 102   102 101  
Kamerad B  91  96    99  95  
KWS Talent B  97 100   104 101  
LG Imposanto A  95  94   101  99  
Safari 1) C 112 103   100 101  

 

Die nachfolgende Tabelle 5  kann nicht barrierefrei dargestellt werden.
Bitte kontaktieren Sie bei Fragen telefonisch Gabriele Käufler 06621 9228 15.

Tabelle 5:
Sortenbeschreibung Winterweizen nach Beschreibender Sortenliste des Bundessortenamtes (2020)

1 Resistenz gegen Orangerote Weizengallmücke, 2 Braueignung, mj: mehr als 3 Jahre geprüft; ( ): eingeschränkte Datengrundlage;
*: Sortenbeschreibung nach Züchterangaben
Note 1 = niedrige Ausprägung des Merkmals (gering, kurz, früh); Note 9 = hohe Merkmalsausprägung (hoch, lang, spät); Die Note 5 wird bei durchschnittlicher Einstufung vergeben.
Günstige Einstufungen sind in der Tabelle grün, weniger günstige orange hinterlegt.
Neigung zu Anfälligkeit für Ertragseigenschaften Qualität
Sorte Prüf-jahr Qua-lität Züchter/
Ver-
treiber
Ähren-schieben Reife Pflan-zen-länge Aus-win-terung Lager Pseudo-cerco-sporella Mehl-tau Blatt-sep-toria DTR Gelb-rost Braun-rost Ähren-fusa-rium Spelzen-bräune Be-standes-dichte Korn-zahl/ Ähre Tausend-korn-masse Korn-ertrag Stufe 1 Korn-ertrag Stufe 2 Fallzahl/ Fallzahl-stabilität⁴ Roh-protein-gehalt Sedi-mentations-wert Jahr der Zu-lassung
RGT Reform VRS mj. A RAGT 5 5 3 4 4 5 3 4 5 4 3 4 5 6 5 6 7 7 9  + 4 7 2014
Asory 3. J. A Secobra SZ 5 6 4 6 5 2 4 6 3 2 4 6 5 6 8 7 7  + 4 6 2018
LG Initial 1) VGL 3. J. A Limagrain 5 6 5 3 3 2 4 6 1 6 5 4 4 8 4 6 7 7  + 4 6 2018
Lemmy 1) 3. J. A Nordsaat / SU 4 4 4 5 4 4 5 6 2 5 4 5 7 4 6 6 7  o 6 8 2018
RGT Depot 2. J. A RAGT 6 6 4 3 5 2 4 7 2 4 5 4 6 7 7 7 7  o 4 6 2018
Foxx (Grannen) 1. J. A IG Pflanzenzucht 4 5 6 5 5 4 5 5 2 6 4 6 5 6 6 6 8 ++ 4 6 2019
SU Habanero 1. J. A Nordsaat / SU 5 5 6 4 5 2 4 4 3 3 4 6 5 6 7 7 7  + 4 6 2020
Hyvega (Hyb) 1.J. A Nordsaat / SU 4 5 6 6 5 3 4 4 2 3 4 6 6 6 9 8 5  o 3 5 2020
LG Character 1) 1. J. A Limagrain 5 6 5 5 5 1 4 5 4 3 5 6 5 6 8 8 5  + 4 5 2020
KWS Donovan 1) 1. J. B KWS Lochow 5 5 5 4 3 2 4 6 2 6 5 5 6 6 7 8 6  + 4 5 2020
Informer VRS 3. J. B SZ Breun / Limagrain 6 6 5 4 5 2 3 4 1 4 5 4 4 6 7 8 8 7  + 3 6 2018
Boss 2) 3. J. B Secobra SZ / DSV 6 5 4 3 3 2 5 5 4 3 3 7 5 4 7 7 6  o 4 3 2017
Argument 3. J. B SZ Streng / IG 6 6 7 6 4 3 3 4 3 3 3 6 4 6 7 7 7  + 4 7 2018
SU Selke 2. J. B Nordsaat / SU 6 7 2 3 2 2 3 5 3 1 4 5 6 5 8 7 8 ++ 5 5 2019
LG Vertikal 1) 2. J. B Limagrain 6 6 4 4 5 3 4 5 2 3 5 5 9 4 8 8 5  + 1 4 2019
Campesino VGL 2. J. B Secobra SZ 4 5 4 4 3 2 4 6 2 2 5 5 7 4 9 8 7  + 1 4 2019
Gentleman 1. J. B Secobra SZ / SU 5 6 4 4 2 3 3 5 1 2 5 5 6 6 8 8 8  + 4 5 2020
Chevignon (EU)* 1. J. (B) Hauptsaaten 4 4 4 5 4 3 3 2 4 5 4 6 6 6 8 9 8  + 3 6 (F 2017)
KWS Keitum 1) 1. J. C KWS Lochow 5 6 5 6 4 1 4 5 2 4 4 5 5 8 9 9 3  – 1 3 2020
Elixer 2) mj. C Eckendorf / SU 5 5 5 4 6 5 5 4 6 3 4 4 6 5 7 4 7 7 6  o 3 4 2012

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