Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktfruchtbau

Ergebnisse LSV Winterbraugerste 2019/20 & Empfehlungen

Der Anbauumfang der Winterbraugersten ist im Vergleich zur Winterfuttergerste oder der Sommerbraugerste weiterhin verhältnismäßig gering, obwohl der Anbau von Winterbraugerste gegenüber der Sommerbraugerste einige Vorteile mit sich bringen kann.

Winterbraugerste erfordert Fingerspitzengefühl

Sollte sich der aktuelle, regionale Klimatrend der letzten Jahre fortsetzen, kann der Anbau von Braugerste über den Winter aber durchaus einige agronomische Vorteile bieten. Häufig herrschen bei einer Herbstaussaat bessere Saatbedingungen, als im Frühjahr und die Pflanzen können über den Herbst bereits ausreichend bestocken und Wurzeln bilden. Das dann vorhandene Wurzelsystem kann die Winterniederschläge nutzen und so mit guter Wasserversorgung in das Frühjahr starten. Die Entwicklung der Winterbraugerste erfolgt schneller als die der Sommerbraugerste, sodass die Ernte früher stattfindet und Arbeitsspitzen entzerrt werden können. Zudem ist für eine Winterbegrünung der Fläche gesorgt, die keinen Anbau einer Winterzwischenfrucht nötig macht, deren Vorfruchtwirkung sich negativ auf die geforderten Qualitätsparameter der Braugersten auswirken könnte.

Die Einhaltung der Qualitätsanforderungen (siehe Infobox), die von den Vermarktungspartnern wie Mälzereien gefordert werden, ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Braugerstenproduktion. Das Erntegut muss immer sortenrein, d.h. ohne Mischung mit anderen Gerstensorten, angeliefert werden und sollte einen Rohproteingehalt zwischen 9,5 bis 11,5 % aufweisen. Bei höheren Proteingehalten kann sich der Verkaufspreis deutlich reduzieren, ab 12 % Rohprotein ist die Gerste für das Brauen nicht mehr verwendbar und muss, häufig zu schlechteren Preisen, als Futtergerste vermarktet werden. Aus diesem Grund kommt dem Stickstoffmanagement eine hohe Bedeutung zu. Ein hohes Stickstoffangebot sorgt für einen hohen, unerwünschten Proteingehalt. Deshalb sollte auf Stickstoffgaben im Herbst verzichtet werden, es sei denn, es wird ein sehr nährstoffarmer Standort bewirtschaftet. Die dritte Stickstoffgabe im Frühjahr entfällt in der Regel komplett, was auch zu einer Entlastung der N-Bilanz der Betriebe beiträgt. Von der Verwendung von organischen Düngemitteln wie Gülle, Stallmist oder Gärresten sowie das Bewirtschaften von Böden mit einem hohen Nährstoffnachlieferungspotenzial wird nachdrücklich abgeraten, weil Menge und Zeitpunkt des freigesetzten und pflanzenverfügbaren Stickstoffs nur schwer kontrollierbar sind. Aus dem gleichen Grund sind hierbei Vorfrüchte wie Leguminosen nicht unproblematisch, da ihre Pflanzenreste ebenfalls Stickstoff freisetzen, der den Rohproteingehalt beeinflussen kann. Hat man das Stickstoffmanagement im Griff ist, ist es außerdem wichtig, dass eine geeignete, zweizeilige Sorte gewählt wird, die das genetische Potenzial hat, die geforderten Qualitätseigenschaften zu erfüllen. In den letzten Jahren kam es hierbei zu deutlichen züchterischen Fortschritten.

Prüfung erfolgte an Standorten in Südhessen

Die Landessortenversuche (LSV) Winterbraugerste werden vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) an den zwei südhessischen Versuchsstandorten Griesheim (Landkreis Darmstadt-Dieburg) und Friedberg (Wetteraukreis) durchgeführt. Die Prüfungen erfolgen nach wissenschaftlichen Standards, die Ergebnisse werden neutral und unabhängig bewertet. Wie auch bei den anderen Landessortenversuchen, wird das geprüfte Sortiment in zwei Intensitätsstufen behandelt. In der ersten Intensitätsstufe erfolgt nur ein reduzierter Einsatz von Wachstumsreglern, Fungizide werden keine eingesetzt. Standortangepasste Behandlungen mit Wachstumsreglern und Fungiziden erfolgen in der zweiten Intensitätsstufe. Die Nährstoffversorgung ist sowohl an den Standorten als auch in den Intensitätsstufen gleich. Dieser Aufbau ermöglicht es, die Anfälligkeit für Blattkrankheiten sowie Standfestigkeit und Strohstabilität direkt den Sorten zuzuordnen. Die Qualitätsparameter, die beim Anbau der Winterbraugerste eine sehr große Rollen spielen, werden vom Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL) ermittelt und fließen in die Versuchsauswertung ein. Langjährig geprüfte Sorten (in diesem Jahr KWS Liga, KWS Sommerset und Zophia) werden als jährliche Bezugsbasis verwendet, das heißt, ihre mittleren Erträge über die Standorte hinweg gelten beim Prüfen neuer Sorten als 100 %. Die Leistung neuer Sorten lässt sich dann an dieser Bezugsbasis messen und ein Zuchtfortschritt wird darüber ablesbar. Langjährige Prüfungen sind essentiell, um eine seriöse Einschätzung über das tatsächliche Leistungspotenzial einer Sorte unter dem Einfluss der verschiedenen Jahresbedingungen abgeben zu können. Daher werden abschließende Empfehlungen zum Anbau einer Sorte erst nach einer dreijährigen Prüfung gegeben.

Die Witterung des Wirtschaftsjahres 2019/2020 war geprägt durch einen überaus milden und feuchten Herbst/Winter mit einem darauffolgenden trockenen Frühjahr, welches im März und Mitte Mai starke Temperaturschwankungen und Frosttage mit sich brachte. Eine Folge der Frostereignisse war, dass auch in den Winterbraugerstenbeständen die sogenannte Laternenblütigkeit beobachtet werden konnte. Treffen Frostereignisse die Gerstenpflanzen im besonders empfindlichen Stadium der Blüte, erfolgt eine dauerhafte Schädigung, die dazu führt, dass kein Korn ausgebildet wird und die Ähren im Licht durchscheinen. Aufgrund der Trockenheit musste am LSV-Standort Griesheim dreimal jeweils 35 mm beregnet werden (06.April, 24.April, 11. Mai). An den beiden LSV-Versuchsstandorten traten die Gerstenkrankheiten Zwergrost (Puccinia hordei), Rhynchosporium-Blattflecken (Rhynchosporium secalis), Netzfleckenkrankheit (Drechslera teres) und Echtem Mehltau (Blumeria graminis) auf. In Friedberg wurde nicht unerheblicher Befall mit dem Gerstenverzwergungsvirus festgestellt, was auf den milden Herbst und Winter zurückgeführt werden kann. Unter diesen günstigen Bedingungen konnten die Vektoren (z.B. Blattläuse) zum großen Teil überwintern und die Gerstenbestände frühzeitig infizieren. Die Ernte erfolgte Ende Juni, etwa zeitgleich mit den Winterfuttergersten LSV.

Erträge geringer, Qualitäten können überzeugen

Wie auch schon bei der Auswertung der Winterfuttergerstenversuche zeigt sich bei der Winterbraugerste, dass die mittleren Erträge in 2020 unter denen der Jahre 2019 und sogar 2018 liegen. Bei Intensitätsstufe 1 brachten die Sorten in der Bezugsbasis mittlere Erträge von 75,7 dt/ha, in 2019 konnten 84,0 dt/ha und in 2018 78,7 dt/ha erreicht werden (Tabelle 1). Eine standortübliche Behandlung mit Fungiziden und Wachstumsreglern konnte in der Intensitätsstufe 2 einen mittleren Mehrertrag von 5,6 dt/ha realisieren. Die mittleren Erträge der Bezugsbasis des behandelten Sortiments lagen aber mit 81,3 dt/ha unter den Vorjahreswerten von 98,4 dt/ha (2019) und 84,6 dt/ha (2018). Von einer Behandlung profitierte besonders die Sorte KWS Somerset, die einen mittleren Ertragszuwachs von 8,9 dt/ha verzeichnete. Insgesamt lagen die Erträge des LSV-Standortes Griesheim deutlich unter denen des LSV-Standorts Friedberg. Die Differenz der mittleren Erträge der Bezugsbasis von 12,7 dt/ha in der Intensitätsstufe 1 und 11,9 dt/ha in Intensitätsstufe 2 der beiden Standorte lässt sich beispielsweise durch die geringeren Niederschläge, in einem ohnehin schon trockenen Jahr, in Griesheim erklären. Für den Zeitraum 01. März – 30. Juni wurden von nahegelegenen Wetterstationen bei Griesheim 133,4 (davon im Mai 39 mm und im Juni 42,6 mm) mm und bei Friedberg 177,9 mm (davon im Mai 29 mm und im Juni 100,2 mm) gemessen. Im Vergleich mit der angebauten zweizeiligen Winterfuttergerste an den jeweiligen Standorten, konnte in der Intensitätsstufe 2 am Standort Griesheim eine Ertragsdifferenz von 4,9 dt/ha und in Friedberg von 6,6 dt/ha festgestellt werden. Um die Wirtschaftlichkeit der Winterbraugerste zu gewährleisten, muss diese Ertragsdifferenz über eine höhere Vergütung ausgeglichen werden.

Beim Anbau von Braugersten sind zwar die absoluten Erträge in Dezitonnen bedeutend, viel wichtiger ist aber, dass die Qualität des Erntegutes die Anforderungen der Mälzereien erfüllt, da es sonst entweder nicht oder nur als Futtergerste, angenommen wird, und es demzufolge zu Preisabschlägen kommt.

Im Mittel über die LSV-Standorte und über beide Intensitätsstufen sind die Rohproteingehalte der meisten geprüften Sorten unterhalb des Maximalwertes von 11,5 % (Tabelle 2). Zum Erreichen bzw. Überschreiten des Grenzwertes kommt auf dem Standort Griesheim, wo vier der fünf geprüften Sorten (Ausnahme: KWS Somerset) in den Intensitätsstufe 1 den Grenzwert überschritten. In der Intensitätsstufe 2 wird bei den Sorten KWS Donau und KWS Liga der Grenzwert erreicht. Die Überschreitungen des Rohprotein-Grenzwertes am Standort Griesheim trat bereits in vorherigen Versuchsjahren auf. Dies lässt sich möglicherweise auf ungünstigere Bodenverhältnisse sowie auf Gemüse (in 2019 Zwiebeln) als Vorfrüchte zurückführen, was tendenziell eine problematische, weil unkalkulierbare N-Nachlieferung zur Folge haben kann. Ebenso ist es möglich, dass die zuvor genannten Beregnungen im April und Mai die Stickstoffreserven des Bodens pflanzenverfügbar machte und so einen erhöhten Rohproteingehalt begünstigte.

Der geforderte Vollgerstenanteil (> 2.5 mm) von 90 % konnte von allen Sorten im Mittel deutlich überschritten werden (Tabelle 2). Von den langjährig geprüften Sorten zeigte KWS Somerset in der Intensitätsstufe 2 mit 98,4 % den höchsten Vollgerstenanteil. Hier konnten ebenfalls die zweijährig geprüften Sorten KWS Donau (98,9 %) und Desiree (98,4 %) punkten. Im Durchschnitt lagen die Vollgerstenanteile merklich über denen des Vorjahres. Ebenfalls über dem Vorjahresniveau lagen die durchschnittlichen Hektolitergewichte. In der Intensitätsstufe 1 wurden 71,6 kg/hl und in der Intensitätsstufe 2 72,0 kg/hl erreicht. Das größte Hektorlitergewicht erreichte KWS Somerset mit 72,6 kg/hl in der Intensitätsstufe 2. Der Vollgerstenanteil beschreibt den Anteil der vermarktungsfähigen Körner mit einer Mindestgröße von 2,5 mm und gilt als wichtiges Qualitäts- und Mengenkriterium. Zur Herstellung von homogenen Malzen ist es für Mälzereien wichtig, dass möglichst gleich große Körner verwendet werden. Große Körner verfügen über einen höheren Stärkegehalt und sorgen somit für eine gute Malzausbeute.

Vermarktungspartner in Sortenwahl miteinbeziehen

Die Mälzereien haben ein großes Interesse daran, dass die Qualitätsparameter der angebauten Braugerste ihre Anforderungen erfüllen, und dass große Partien mit möglichst einheitlichen Verarbeitungseigenschaften am Markt verfügbar sind. Daher wird häufig bereits im Vorfeld eine Sorte oder ein Sortenspektrum vorgegeben. Wird von diesen Sortenvorschlägen abgewichen, ist es möglich, dass trotz guter Erträge und Qualitäten, die geerntete Partie nicht an die Partner verkauft werden kann. Daher sollte bei der Wahl einer Sorte immer darauf geachtet werden, die Entscheidung mit den Vermarktungspartnern abzustimmen.

Vorbehaltlich der Zustimmung des Gremiums aus Beratung, Praktikern, Handelshäusern, Vermehrungsbetrieben und Fachinformation, welches jährlich die offiziellen hessischen Sortenempfehlungen abstimmt, werden auf Basis der mehrjährigen Ergebnisse für die Aussaat 2020 die Winterbraugerstensorten KWS Liga und KWS Somerset empfohlen. Bei Betrachtung der dreijährig geprüften Sorten (Tabelle 3) ist zu sehen, dass ihre mittleren Ertragsleistungen relativ dicht beieinanderliegen. Für eine Empfehlung sollte daher der Fokus eher auf die Qualitätsparameter (Tabelle 2) sowie die weiteren Sorteneigenschaften gelegt werden. Ein Auszug aus der Beschreibenden Sortenliste 2020, der die jeweiligen Sorteneigenschaften darstellt, ist in Tabelle 4 dargestellt.

Die langjährig geprüfte KWS Liga (KWS; Zulassung 2012) verfügt hinsichtlich ihrer Qualitätseigenschaften über eine vorteilhafte Merkmalskombination: der Vollgerstenanteil und das Hektolitergewicht sind im oberen Bereich, der Rohproteingehalt eher im mittleren Bereich angesiedelt. Standfestigkeit und Strohstabilität sowie ihre Ertragsleistung sind als mittel einzuschätzen. Ihre Reifezeit ist mittelfrüh. Eine Schwäche der Sorte ist eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber Mehltau und Rhynchosporium, sodass ggfs mit einer Fungizidmaßnahme reagiert werden muss.

Die mittelfrühreife KWS Somerset (KWS; Zulassung 2017) zeigte im Mittel leicht überdurchschnittliche Erträge. Von den dreijährig geprüften Sorten wies sie den höchsten Vollgerstenanteil auf, dazu mittlere Rohproteingehalte und ein relativ hohes Hektolitergewicht in der Intensitätsstufe 2. Die Standfestigkeit liegt im Mittelfeld mit einer guten Strohstabilität hinsichtlich des Ährenknickens. Ihre Anfälligkeit gegenüber Blattkrankheiten liegt im guten Mittelfeld.

Neue Sorten vom Vorjahr gehen in die zweite Runde

Im Vorjahr wurden die beiden Sorten KWS Donau (71 ha) und Desirée (91 ha) in das Prüfsortiment aufgenommen. In ihren ersten beiden Jahren zeigten die Sorten vielversprechende Ergebnisse und können bei Interesse für einen Probeanbau in Betracht gezogen werden. Jedoch sollte beim Probeanbau berücksichtigt werden, dass eine Abnahme neuer Sorten durch die Vertriebspartner nicht sicher gewährleistet ist.

KWS Donau (KWS, Zulassung 2019) zeigte in den ersten beiden Versuchsjahren überdurchschnittliche Erträge in der Intensitätsstufe 1 und durchschnittliche Erträge in der Intensitätsstufe 2. Ihr Vollgerstenanteil in 2019 und 2020 überragte alle anderen Sorten des Prüfsortiments. Ein ebenfalls hohes Hektolitergewicht und eine hohe Tausendkornmasse könnten die Sorte in Zukunft attraktiv machen, bei ihrem aber gleichzeitig höheren Rohproteingehalt muss etwas Fingerspitzengefühl bewiesen werden. Ihre Krankheitsresistenzen und ihre Abreife liegen mit mittleren Bereich.

Desiree (PZO / Hauptsaaten; Zulassung 2019) brachte in beiden Intensitätsstufen durchschnittliche bis leicht überdurchschnittliche Erträge. Hektolitergewicht und Rohproteingehalt sind zufriedenstellend, ihr Vollgerstenanteil im oberen Bereich. Standfestigkeit und Strohstabilität sowie ihr Abreifeverhalten sind im Mittelfeld. Auffällig sind ihre guten Resistenzen gegen Mehltau und Zwergrost, was Kosteneinsparungen im Produktionsablauf ermöglicht.

Der aktuelle Rückgang der Anbaufläche von Sommerbraugerste bei aber weiterhin bestehender Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Erntegut stellt eine große Chance für den Winterbraugerstenanbau dar. Aufgrund züchterischer Fortschritte hinsichtlich der Malz- und Brauqualität wird Winterbraugerste in den letzten Jahren verstärkt von Mälzereien nachgefragt und bekommt so mehr und mehr Marktzugang. Der geringere Bedarf an stickstoffhaltigen Düngemitteln macht den Anbau einerseits wirtschaftlich und anderseits mit Blick auf die Verringerung des Stickstoffeintrags auf die Flächen interessant.

 

Tabelle 1: LSV Winterbraugerste zweizeilig Hessen; Erträge (relativ zur Bezugsbasis (BB)), Versuchsjahr 2019/2020

BB = Bezugsbasis (3-jährig geprüfte Sorten über alle Standorte)
VD = Versuchsdurchschnitt über alle Sorten
GD = Grenzdifferenz
TS = TrockensubstanzFB = Friedberg
GRI = Griesheim
(²) Bedeutung der Noten für: Anfälligkeit für Gelbmosaikvirus
Note /  Bedeutung
1     Resistenz gegen BaYMV-1, BaMMV
1+  Resistenz gegen BaYMV-1, BaYMV-2, BaMMV
1*   Resistenz gegen BaYMV-1, BaYMV-2
9    keine Resistenz
Resis-tenzen 2) unbehandelt
(rel. zur BB)
fungizidbehandelt
(rel. zur BB)
FB GRI Mittel FB GRI Mittel
BB (dt/ha)  82,0  69,3  75,7  87,2  75,3  81,3
VD (dt/ha)  84,8  69,0  76,9  88,9  74,4  81,6
GD 5 % (relativ)   5,9   6,3 5,7   5,8
KWS Liga  BB 1 104  96 100  99  92  96
KWS Somerset  BB 1 102  99 101 105 104 105
Zophia  BB 1  94 105  99  96 103  99
KWS Donau 1 109  99 104 105  98 102
Desiree 1 108  99 104 105  95 101

 

Tabelle 2: LSV zweizeilige Winterbraugerste Hessen; Qualitätsparameter, Versuchsjahr 2019/2020

Rohproteingehalt [%]
unbehandelt fungizidbehandelt
FB GRI Mittel FB GRI Mittel
KWS Liga  BB 1 10,4 11,7 11,0 10,7 11,5 11,1
KWS Somerset  BB 1 11,1 10,9 11,0 11,2 11,2 11,2
Zophia  BB 1 11,1 11,9 11,5 10,7 10,7 10,7
KWS Donau 1 11,1 11,7 11,4 11,1 11,5 11,3
Desiree 1 10,9 11,7 11,3 10,9 11,1 11,0
Mittel 10,9 11,6 11,2 10,9 11,2 11,0
TKM [g]
unbehandelt fungizidbehandelt
FB GRI Mittel FB GRI Mittel
KWS Liga  BB 1 51,5 51,1  51,3 51,1 52,3  51,7
KWS Somerset  BB 1 52,0 52,6  52,3 54,0 53,5  53,8
Zophia  BB 1 48,7 49,2  49,0 49,4 50,3  49,9
KWS Donau 1 52,6 56,0  54,3 54,1 56,2  55,2
Desiree 1 51,7 51,5  51,6 51,7 52,1  51,9
Mittel 51,3 52,1  51,7 52,1 52,9  52,5
Hektolitergewicht [kg/hl] absolut
unbehandelt fungizidbehandelt
FB GRI Mittel FB GRI Mittel
KWS Liga  BB 1 71,5 72,7 72,1 71,9 72,3 72,1
KWS Somerset  BB 1 70,5 71,9 71,2 71,9 73,2 72,6
Zophia  BB 1 71,5 72,6 72,1 71,7 71,9 71,8
KWS Donau 1 70,9 72,1 71,5 71,5 72,6 72,1
Desiree 1 71,4 70,6 71,0 71,5 71,9 71,7
Mittel 71,2 72,0 71,6 71,7 72,4 72,0
Vollgerstenanteil > 2,5 mm [%]
unbehandelt fungizidbehandelt
FB GRI Mittel FB GRI Mittel
KWS Liga  BB 1 96,9 97,2 97,1 98,7 96,7 97,7
KWS Somerset  BB 1 98,6 96,5 97,6 98,5 98,2 98,4
Zophia  BB 1 97,3 95,5 96,4 96,5 95,3 95,9
KWS Donau 1 98,7 98,7 98,7 98,8 98,9 98,9
Desiree 1 98,8 97,7 98,3 98,9 97,9 98,4
Mittel 98,1 97,1 97,6 98,3 97,4 97,8

 

Tabelle 3: LSV Winterbraugerste zweizeilig; Erträge (relativ zur Bezugsbasis (BB)) der Versuchsjahre 2018 bis 2020

BB = Bezugsbasis (3-jährig geprüfte Sorten über alle Standorte)
VD = Versuchsdurchschnitt
(²) Bedeutung der Noten für: Anfälligkeit für Gelbmosaikvirus
Note /  Bedeutung
1     Resistenz gegen BaYMV-1, BaMMV
1+  Resistenz gegen BaYMV-1, BaYMV-2, BaMMV
1*   Resistenz gegen BaYMV-1, BaYMV-2
9    keine Resistenz
Resis-tenzen 2) unbehandelt (rel. zur BB) fungizidbehandelt (rel. zur BB)
Jahr 2018 2019 2020 Mittel 2018 2019 2020 Mittel
Orte 2 2 2 2 2 2
BB (dt/ha)  79,6  84,2  75,7  79,8  86,3  98,0  81,3  88,5
VD (dt/ha)  78,3  84,7  76,9  79,9  85,2  97,4  81,6  88,0
KWS Liga  BB 1  98  99 100  99  97 101  96  98
KWS Somerset  BB 1  99 100 101 100 100 100 105 101
Zophia  BB 1 102 101  99 101 104  99  99 101
KWS Donau 1 105 104  98 102
Desiree 1  98 104  99 101
Craft 1  97  97
Monroe 1  94  97

Die nachfolgende Tabelle 4 kann nicht barrierefrei dargestellt werden.
Bitte kontaktieren Sie bei Fragen telefonisch Gabriele Käufler 06621 9228 15 oder Manuel Fränzke 06621 9228 697.

Tabelle 4: Auszug aus der Beschreibenden Sortenliste 2020, zweizeilige Winterbraugerste

(²) Bedeutung der Noten für: Anfälligkeit für Gelbmosaikvirus
Note / Bedeutung
1    Resistenz gegen BaYMV-1, BaMMV
1+  Resistenz gegen BaYMV-1, BaYMV-2, BaMMV
1*   Resistenz gegen BaYMV-1, BaYMV-2
9    keine Resistenz(3) Bedeutung der Noten für Zulassungsrubrik
Note / Bedeutung
1: Mit Voraussetzung des landeskulturellen Wertes in Deutschland zugelassen
2: In einem anderen EU-Land eingetragen
3: Ohne Voraussetzung des landeskulturellen Wertes zugelassen
4: Zur Ausfuhr außerhalb der Vertragsstaaten bestimmt
Aussaat Neigung zu Anfälligkeit für Ertragseigenschaften Qualität VG Zulassung
Züchter / Vertreiber Ähren-schieben Reife-zeit Pflan-zen-länge Aus-win-terung Lager Halm-knicken Ähren-knicken Mehl-tau Netz-flecken Rhyncho-sporium Ramu-laria Zwerg-rost GMV² Bestandes-dichte Kornzahl / Ähre Tausend-korn-masse Korn-ertrag Stufe 1 Korn-ertrag Stufe 2 Markt-
ware-
anteil
Voll-
gerste-
anteil
Hekto-
liter-
gewicht
Eiweiß-gehalt Malz-
extrakt-
gehalt
Endver-
gärungs-
grad
nach VFF Jahr der Zu-lassung Zulassungs-rubrik³
KWS Liga VRS KWS Lochow 6 5 4 5 4 4 6 4 6 5 4 1 7 2 6 4 4 7 7 7 2 3 5 1 2012 1
KWS Somerset VRS KWS Lochow 5 5 4 5 4 3 4 4 4 4 4 1 7 1 7 5 5 8 8 6 3 3 5 2 2017 1
Zophia Sejet / SU 6 6 4 6 4 4 3 5 4 5 2 1 9 1 6 5 6 6 6 6 3 4 5 3 2018 1
KWS Donau KWS Lochow 4 5 4 4 4 4 5 4 4 5 4 1 9 1 8 6 5 8 9 7 3 4 5 4 2019 1
Desiree PZO / Hauptsaaten 6 5 4 5 4 4 3 4 5 5 3 1 7 3 6 5 4 7 7 6 3 3 5 5 2019 1

Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag

Durch die weitere Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen