Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Obstbau

Verfrühen von Erdbeeren

Als preiswerte Lösung zum Verfrühen von Erdbeerkulturen wird die Abdeckung mit Vlies oder Folie immer noch gern durchgeführt. Dabei ist es wichtig, dass sich die Bestände in einem guten unkrautfreien Zustand befinden. Zum Verfrühen eignen sich die Sorten „Honeoye“, „Elvira“, aber auch „Darselect“ und „Elsanta“ sehr gut. Ab Mitte Februar sollten die Bestände überdeckt werden. Je nach Pflanzenentwicklung und Witterung lässt sich somit eine Verfrühung von 10 bis 14 Tagen erreichen. Die Abdeckung sollte bis zu Beginn der Blütenbildung (Schieben der Blütenstände) auf den Beständen bleiben. Bei Frostgefahr sollte die Abdeckung wieder aufgelegt werden.

Vor der Blüte sollen die Erdbeeren mit Stroh unterlegt werden. So können die Früchte auf der Strohunterlage gut abreifen. Gleichzeitig bietet die Unterlage noch einen guten Schutz vor Schneckenfraß.

Der Einsatz von Kalkstickstoff hat sich in den letzten Jahren stark durchgesetzt, da Kalkstickstoff in Erdbeeren die Fruchtqualität positiv beeinflussen kann, aber auch eine gute Unkrautwirkung zeigt. Außerdem kann der Befall an Schadpilzen im Boden reduziert werden. Auf trockenen Beständen können im Frühjahr vor Austriebsbeginn 2 bis 4 dt/ha ausgebracht werden. Wichtig ist, dass das neue Laub noch nicht ausgetrieben ist, denn sonst könnten unter Umständen Verätzungen entstehen.

Vor der Düngemaßnahme sollte eine Bodenanalyse durchgeführt werden. Da Erdbeeren auf hohe Salzgehalte empfindlich reagieren können, sollte auch der Salzgehalt bestimmt werden.

Um sparsam mit der Nährstoffversorgung umzugehen, wird bei der N-Düngung eine Reihendüngung empfohlen. Die Düngung soll bedarfsgerecht in mindestens zwei Teilgaben erfolgen. Nach der aktuellen Fassung der Düngeverordnung muss ein Nährstoffvergleich durchgeführt werden, wenn auf mehr als zwei ha Erdbeeren angebaut werden oder Wirtschaftsdünger und Gärreste ausgebracht werden.

Wenn auf Erdbeerflächen mehr als 50 kg Stickstoff und mehr als 30 kg Phosphor pro ha ausgebracht werden, muss ebenfalls eine Düngebedarfsermittlung erfolgen.


Dieser Beitrag erschien zuerst  im Hortifax der LLH-Gartenbauberatung.


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