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Was bei der Pflege von Feldrändern zu beachten ist

Bis in die 60er Jahre hinein war die Pflege von Feldrändern durch Beweidung und Mahd als Grünfutter eine Notwendigkeit für landwirtschaftliche Betriebe. Mit dem Verschwinden von Kleinstbetrieben mit einigen Ziegen, Schafen, Schweinen oder Kühen, wurden und werden Feldraine und Wegränder, sofern maschinell möglich, mit Balken- oder Kreiselmähwerken gemäht. Das Mähgut verbleibt seitdem in der Regel auf der Fläche – die Fläche wird gemulcht. Mittlerweile ist der Einsatz von Schlegelmulchern Stand der Technik.

In einigen Gemeinden müssen, um Brutgelege zu schützen, vorgegebene Zeiträume für diese Arbeiten beachtet werden.

Gute Gründe für die Feldrandpflege

Die Pflegemaßnahmen dienen dazu, das Einwandern von Ungräsern (z.B. Trespen) und Unkräutern (z.B. Ackerwinden) in die Kulturfläche zu vermeiden. Um das Aussamen nicht erwünschter Pflanzen zu vermeiden, sollten die Maßnahmen in begründeten Fällen daher zeitig durchgeführt werden. Anderenfalls würde es einen erhöhten Pflanzenschutzaufwand nach sich ziehen. Außerdem kann die Beikrautflora unter Umständen zur Verbreitung von Pflanzenkrankheiten oder Schädlingen beitragen.
Im Falle des Mulchens bzw. Mähens wird empfohlen, dies nicht zu tief durchzuführen, um Pionierpflanzen wie z.B. der Trespe keinen Konkurrenzvorteil zu verschaffen.

Blühende Wegränder schonen

Andererseits können sich durch Weg- bzw. Feldrandabschnitte, welche erst nach der Blüte bearbeitet werden, wertvolle Lebensräume für Kleinlebewesen entwickeln. Dadurch können auch Nützlinge gefördert werden, die zum Schutz der Kulturpflanze beitragen können.

Daher wird für Wege- bzw. Feldrandabschnitte ohne kritische Ungräser bzw. Unkräuter empfohlen:

Weiterführende Informationen erhalten Sie auch im Beitrag „Wegränder sind Lebenslinien“

Bei weiteren Fragen lassen Sie sich gerne von der jeweiligen Pflanzenbau-Beratungskraft aus Ihrer Region beraten.