Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Zierpflanzenbau

Am 14. Februar ist Valentinstag

Der heilige Valentin war ein römischer Bischof, der der Legende nach Liebende, denen die Ehe verboten war, trotzdem verheiratete und sie mit Blumen aus seinem Garten beschenkte.

Nach seiner Heiligsprechung wurde er auch zum Schutzpatron Jugendlichen, Reisenden und Imker.

In England entwickelte sich seit 1797 der Brauch, zu Valentin kleine Geschenke zu machen. Von dort aus zog der Gedanke um die Welt, kam mit Auswanderern in die Vereinigten Staaten und kam dann nach dem 2. Weltkrieg mit den US-Soldaten nach Deutschland.

Hier hat sich der Brauch Blumen zu schenken, weiterentwickelt und nennenswerte Dimensionen angenommen. Lufthansa Cargo flog 2018 800 t Schnittblumen nach Deutschland!

Corona-bedingt ist die Verfügbarkeit von Schnittblumen über Lufttransporte zurückgegangen. Da weniger geflogen wird, können auch weniger Schnittblumen in den Frachträumen mitgenommen werden.

Dennoch hat die Lust der Konsumenten auf Blumen während der Corona-Krise zugenommen. Jüngst titelte die Fachzeitschrift TASPO: „Zierpflanzen: Markt durchbricht Zehn-Milliarden-Euro-Grenze“.

Vor allem Grünpflanzen, speziell Monstera und Philodendron, sind zu Sammlerobjekten geworden und werden von sog. „Plant-fluencern“ in den sozialen Medien liebevoll beschrieben und bebildert.

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Zierpflanzen ist auf 124 EUR angewachsen, so hoch wie noch nie. Stabil zeigte sich laut Agrarmarkt Informations-Gesellschaft das Marktsegment der Schnittblumen, die mit dem Gesamtmarkt um etwa 13 % wuchsen und einen Pro-Kopf-Verbrauch von 44 EUR erreichten.

Falls es als Geschenk zum Valentinstag die Rose sein muss, sollte vor dem Kauf darauf geachtet werden, woher diese kommen. In unseren Breiten findet nur eine begrenzte Produktion statt. Die meisten Rosen für Europa wachsen in Afrika. Immer mehr Produzenten dort verpflichten sich, Ihre Mitarbeiter besser zu bezahlen und bestimmte soziale ökologische und ökonomische Kriterien einzuhalten und erhalten dafür z.B. das Fair-Trade-Siegel ( www.fairtrade-deutschland.de)

Das heimische regionale Blumen- und Pflanzenangebot steht den Rosen aber in keiner Weise nach. Tulpen und andere Zwiebelblumen, Violen und ein breites Sortiment neuer Frühjahrblüher stehen aus heimischer Produktion in den Gärtnereien bereit.

Papageientulpe

Dabei sind Tulpen ein Symbol der Zuneigung. Insbesondere rote Tulpen stehen für eine beständige Liebe, die extravaganten Papageientulpen eher für ausgelassenen Freude. Französische Tulpensorten, päonienblütige, gefüllte, gefranste Sorten lassen das Tulpenangebot zu einem reinen Tulpenspektakel werden – aber Floristinnen und Floristen finden sich in diesem Spektakel gut zurecht.
Ganz saisonal und dem aktuellen Trend Regionalität entsprechend passen Violen zum Valentinstag. Ein Arrangement mit diesen farbenfrohen Veilchen steht für Liebe und Treue.
Als blühende Topfpflanze – besonders beliebt in asiatischen Ländern – wird die Azalee als Glückssymbol verschenkt. Sie steht für Liebe und Vertrauen.
Und auch Primeln in besonders ausgefallenen Blütenfarben und –formen oder Cinerarien in blau, rosa oder weiß gehören in das saisonale Angebot.

Darüber hinaus bietet der heimische Anbau Schnittgehölze: Forsythien, Scheinquitten, Akazien, Mimosen, Schneeball und Co. Vor etwa 14 Tagen haben Gärtnerinnen und Gärtner die Zweige aus der Kälte geholt, ins Warme gestellt und Sie können nun die knospende Pracht nach Hause holen und eine leichte Ahnung vom Frühling bekommen.

Egal wofür Sie sich entscheiden, Blumen und Pflanzen verbreiten Freude und sagen genau das, was Sie Ihrer Liebsten und Ihren Lieben sagen möchten.

Gehen sie einfach in Ihre Gärtnerei oder Ihr Blumengeschäft, Sie werden fündig!


Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag