Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Pflanzenschutz

Biologische Bekämpfung von Trauermücken

Bei der Stecklingsvermehrung und der Jungpflanzenkultur werden bei feuchten und warmen Bedingungen Trauermücken gefördert.

Die Larven fressen zunächst an den Wurzeln der Pflanzen und dringen, ohne entsprechende Bekämpfung, in den Stängel ein. Dadurch kommt es zu Welkeerscheinungen und einem sekundären Pilzbefall bis die Pflanzen absterben. Nach dem Eindringen der Trauermückenlarven in den Stängel wird eine Bekämpfung weitestgehend unmöglich.

Fraßtätigkeit von Trauermückenlarven im Stängel verursachen das Absterben der Pflanzen
Fraßtätigkeit von Trauermückenlarven im Stängel verursachen das Absterben der Pflanzen

Um dies zu verhindern, werden von Beginn an Nützlinge eingesetzt: insektenpathogene Nematoden (Steinernema feltiae), im Substrat lebende Raubmilben (z.B. Hypoaspis miles), insektenpathogene Bakterien (Bacillus thuringiensis israelensis), enthalten in den Pflanzenschutzmitteln Gnatrol SC und Neudomükk Pro.

Stecklinge werden nach dem Stecken mit Steinernema feltiae oder Bacillus thuringiensis gegossen und mit Hypoaspis miles abgestreut. Jungpflanzen können schon vor dem Topfen als Jungpflanzenplatte in Steinernema feltiae getaucht werden. So ist sichergestellt, dass eine gewisse Menge an Nematoden in jedem Topf enthalten ist. Hypoaspis miles werden nach dem Topfen gestreut.

Bei dem Einsatz der Nützlinge sollten die Temperaturen mindestens 12 bis 15 °C betragen. Das Substrat muss gleichmäßig feucht gehalten werden.
In beiden Fällen kann eine Wiederholung der Behandlung sinnvoll sein.
Zum Monitoring können adulte Trauermücken mit Gelbtafeln gefangen werden. Diese werden dicht über dem Pflanzenbestand angebracht und wöchentlich kontrolliert.


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