Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Endverkauf

Verluste in der Floristik vermeiden

Vor dem Muttertag ist die Floristik besonders gefragt. Die Verkaufspreise können nicht problemlos angehoben werden, die Einkaufspreise sind für viele Produkte gestiegen und das Einhalten der Corona-Maßnahmen verursacht zusätzlich Kosten. Jeder Verlust schlägt sich negativ im Betriebsergebnis nieder. Anlass, einen Blick auf Verlustursachen zu werfen und wie sie vermieden werden können.

Verderb vermeiden

Neben Diebstahl entstehen Warenverluste insbesondere durch Verderb und durch falsche Berechnung. Ein Grund für den Warenverderb bei Schnittblumen oder bei Saisonpflanzen, die nicht rechtzeitig verkauft werden und aufgrund der schwindenden Qualität nicht mehr verkauft werden können, liegt im Einkauf. Es ist schwierig, die passenden Mengen zu ordern bzw. zu produzieren, denn die Planung läuft Wochen oder Monate im Voraus und das Kundenverhalten und andere Faktoren sind oft nicht vorhersehbar. Dennoch bieten regelmäßige Dokumentationen eine gute Unterstützung bei der Disposition.

Mangelnde oder fehlerhafte Pflege im Betrieb (nicht rechtzeitiges Auspacken, zu spätes Rücken, Übersehen von Krankheits- oder Schädlingsherden usw.) sind weitere Gründe für Warenverluste. Auch hier ist eine gute Planung (z. B. des Arbeitseinsatzes, Verantwortlichkeiten klären/übertragen) hilfreich.

Die Eingangskontrolle gelieferter Pflanzen, Blumen und aller weiteren Artikel (Menge und Qualität) deckt mitunter schon Verluste auf, die aber mit zeitnaher Reklamation oft schnell ausgeglichen werden können.

Eine „Überproduktion“ oder auch eine „Unterproduktion“ kann oft auch im Austausch mit Kollegen ausgeglichen werden

Preise richtig berechnen

Ein weiterer wichtiger Bereich, in dem es zu Warenverlusten kommen kann, ist die fehlerhafte Berechnung – insbesondere bei Sträußen bzw. bei floristischen Werkstücken. Neben der Kundenkommunikation müssen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die floristische Zusammenstellung nach den Wünschen der Kunden kreieren und die Summe der Preise der Schnittblumen (im Kopf) berechnen – das ist viel. Dazu wird das Thema „Wie wird das Grün berechnet“ oft nicht einheitlich gehandhabt und Schnittgrün wird oft nicht entsprechend kalkuliert. Ganz schnell lässt sich hochrechnen, welcher Verlust täglich entstehen kann, wenn auch nur eine Tulpe oder ein Zweig Grün pro Strauß nicht berechnet werden.

Abhilfe können hier frische Fertigsträuße leisten, die in Ruhe gebunden und exakt berechnet werden.

Auch eine Preisliste für Schnittgrün ist hilfreich.

Bei Saisonpflanzen (Frühjahrsblüher, Beet- und Balkonpflanzen, Herbstsortiment) ist das Bilden von Preisgruppen sinnvoll (für die Mitarbeitenden und auch für die Kunden).

Verluste dokumentieren

Um Warenverluste zu reduzieren, sollten alle genannten Anhaltspunkte beachtet werden. Eine konsequente Dokumentation aller Verluste deckt das ein oder andere Vergessen auf und macht Handlungsbedarf bewusst.

Da das Thema vermutlich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeht, sollte es im Team besprochen werden.


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