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Jetzt auch in Hessen Vogelgrippe in einer privaten Geflügelhaltung nachgewiesen

In Mittel und Osteuropa wurde um den Jahreswechsel 2019/2020 ein überregionales Ausbruchsgeschehen von HPAIV des Subtyps H5N8 in Geflügelbetrieben festgestellt und besteht weiterhin fort.

Seit Ende Juli 2020 wurde aus Russland und Kasachstan eine ganze Serie von HPAI H5 Ausbrüchen bei Geflügel und Wildvögeln gemeldet. Da die Region auf der Route von migrierenden Wasservögeln liegt, die im Herbst nach Europa ziehen stufte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), Bundesinstitut für Tiergesundheit schon im Herbst das Risiko des Auftretens der Vogelgrippe in Deutschland als sehr hoch ein.

Nach dem aktuellen Bericht des FLI vom 18.November sind in Deutschland seit dem 30.10.2020 mehr als 200 HPAI H5-Fälle bei Wildvögeln und 9 Ausbrüche bei Hausgeflügel aufgetreten. Dies betrifft vorwiegend die Küstenregionen in denen die Zugvögel rasten. Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer wurde auch im November ein hohes Aufkommen an toten Wasservögeln beobachtet.

Risikoeinschätzung zum Auftreten vonHPAIV H5 in Deutschland des FLI

Auch Länder, die westlich von Deutschland liegen melden Ausbrüche von HPAIV H5 in Nutzgeflügelbeständen gemeldet (Vereinigte Königreich, die Niederlande, Frankreich (Korsika), Dänemark und Irland).

Daher wird das Risiko der Ausbreitung in Wasservogelpopulationen und des Eintrags in deutsche Nutzgeflügelhaltungen sowie Zoos mit Vogelbeständen vom FLI als hoch eingestuft.

Am 14.12.2020 war bei 5 toten Höckerschwänen im Vogelsbergkreis die Vogelgrippe (Geflügelpest) nachgewiesen worden.

 
Aktuelle Entwicklung nach Mitteilung durch die Pressestelle des Ministeriums (HMUKLV):
 
„Am 7. Januar wurde der erste Fall von klassischer Geflügelpest in einer privaten Vogelhaltung in Hessen festgestellt. Innerhalb weniger Tage zeigten 16 Pfauen des Bestandes massive Krankheitserscheinungen und verendeten. Es konnte der hochpathogene Virus-Subtyp H5N8 nachgewiesen werden. Zum Schutz vor der weiteren Ausbreitung des Geflügelpesterregers werden Restriktionszonen von 3 und 10 km um den Ausbruchsort eingerichtet, in denen verschärfte Kontrollmaßnahmen gelten. Der Ausbruchsort liegt in der Gemeinde Freiensteinau im Vogelsbergkreis. Unter anderem müssen innerhalb der 10 km um den Ausbruchsort Geflügel und andere gehaltene Vögel bis zur Aufhebung des Beobachtungsgebiets in geschlossenen Ställen oder unter Schutzvorrichtungen gehalten werden. Ein Freilauf ist untersagt. Die Tierhalterinnen und Tierhalter werden durch eine entsprechende Allgemeinverfügung im jeweiligen Mitteilungsblatt des Landkreises informiert.“

Wichtig:

  • Wildvögel unbedingt von Futter- und Wassereinrichtungen von Rasse- und Wirtschaftsgeflügel fernhalten!
  • Alle indirekten Kontaktmöglichkeiten auch über Gegenstände ausschließen!
  • Rasse- und Wirtschaftsgefügel nicht aus Gewässern trinken lassen zudem auch Wildvögel Zugang haben
  • Strikte Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen
  • Tiere aufmerksam kontrollieren und Auffälligkeiten wie beispielweise eine erhöhte Sterblichkeit oder reduzierte Leistung umgehend an die jeweils zuständige Veterinärbehörde zu melden

Tote Wildvögel sollten bei Verdacht auf Vogelgrippe dem Veterinäramt gemeldet werden. Alle Geflügelhalter, insbesondere Geflügelbetriebe sollten ihre Biosicherheitsmaßnahmen überprüfen und ggf. optimieren. Dabei soll der Kontakt von Geflügel und Wildvögeln unbedingt verhindert werden.
 

Merkblatt des HMUKLV für Geflügelhalter

Wie Sie Ihre Tiere vorsorglich schützen können, hat das FLI in der ERROR: no data available zusammengestellt.

Zudem gibt es auf der Website des FLI weitere wissenswerte Informationen zu der Virusinfektion aviäre Influenza.

Für den Fall der Fälle geben wir Tipps im ERROR: no data available, was bei einer Stallpflicht zu tun wäre:

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