Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Geflügel

Geflügelpest: im Herbst erhöhte Gefahr

Nachdem es Mittel und Osteuropa um den Jahreswechsel 2020/2021 ein überregionales Ausbruchsgeschehen von HPAIV des Subtyps H5N8 in Geflügelbetrieben festgestellt wurde konnten den gesamten Sommer 2021 hindurch vor allem in den nordischen Ländern Europas weitere Fälle von Geflügelpest in Europa registriert werden.

Im Gegensatz zu früheren Einträgen ist das Geschehen nicht vollständig zum Erliegen gekommen. Seit Mitte Oktober 2021 gibt es in Deutschland wieder vermehrt Funde von HPAIV-infizierten Wildvögeln in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern.

In mehreren Bundesländern (NI, NW, SH, MV und BB) sind auch Hausgeflügelhaltungen betroffen. Das Ausbruchsgeschehen hat in dem aktuellen Winterhalbjahr deutlich früher begonnen als in den vergangenen Jahren.
Das Risiko einer Ausbreitung von HPAIV H5 bei Wildvögeln sowie einer Übertragung auf Geflügel und gehaltene Vögel in Deutschland wird als hoch eingestuft.

FLI: Aviäre Influenza (AI) / Geflügelpest

In der letzten Woche wurde HPAI in einem Betrieb im Landkreis Paderborn in Delbrück-Westenholz bestätigt. Dieser Bestand ist am mobilen Geflügelhandel beteiligt, so dass über einen Transport, auch Betriebe in Hessen mit Geflügel beliefert wurden. Es wurde Maßnahmen getroffen eine mögliche Ausbreitung zu verhindern. Bisher sind die Testergebnisse auf HPAI negativ.

Einige Veterinärbehörden in Hessen haben bereits eine Anordnung von Biosicherheitsmaßnahmen verfügt.

Sowohl die Anordnung von Biosicherheitsmaßnahmen sowie die Aufstallungsanordnung finden Sie aktuell unter dem Begriff „Allgemeinverfügungen in Hessen“ auf der Homepage des HMUKLV:
Geflügelpest

Alle Geflügelhalter aber insbesondere Kleinbetriebe und Mobilstallhaltungen sollten ihre Biosicherheitsmaßnahmen prüfen und verbessern. Unter folgendem Link finden Sie die entsprechenden Informationen:

Verhaltensregeln für Kleinbetriebe mit Geflügelhaltung

Detaillierte Ausführungen über die Risikoeinschätzung und den Verlauf in diesem Jahr finden Sie in einer Veröffentlichung des FLI

Das Friedrich-Löffler- Institut empfiehlt dringend Überwachungsmaßnahmen hinsichtlich toter oder kranker Wildvögel zu intensivieren und Biosicherheitsmaßnahmen in den Geflügelbetrieben zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern. Der Kontakt von Geflügel und Wildvögeln sollte soweit möglich verhindert werden.

Alle Geflügelhalter sind dazu aufgerufen, verendetes Geflügel, insbesondere Wasser- und Greifvögel, unverzüglich an die Behörden zu melden.

Darüber hinaus wird das Wildvogelmonitoring in den bekannten hessischen Risikogebieten verstärkt.

Bei Aufstallungspflicht sollten bezüglich des Managements der Tiere folgendes beachtet werden:

Merkblatt Aufstallungspflicht

Besonders für Kleinhaltungen:

VZV-Fachbeitrag Aufstallungspflicht

 

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