Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Rinder

Angus aus Hessen international gefragt

Beim Sommer-Treffen der hessischen Angus-Züchter, das alljährlich von der ZBH ausgerichtet wird, standen auch Fragestellungen wichtiger Entwicklungen der Rinderzucht und der Rasse Angus im Vordergrund.

Zahlreiche Mitglieder trafen sich auf dem Betrieb der Familie von Klaus Heiderich in Neukirchen-Christerode. Anhand der nationalen Ergebnisse aus dem Bereich der Leistungsermittlung kann eindeutig abgeleitet werden, dass eine breite Anzahl an Betrieben mit Tieren in der Spitzengruppe vertreten ist und auch eine nennenswerte Anzahl an aktuellen Ausstellungsbullen in den Top-Listen vorgefunden werden kann.

Entwicklungen  in der Rasse der Angus

Mit einem Mittelwert von 1.300 g liegt das Niveau der Tageszunahmen der gekörten Bullen inzwischen in einem erstklassigen Bereich. Auch im überregionalen Vergleich dieser Größenordnung gilt es mittelfristig zu stabilisieren: Eine Steigerung in der Spitze ist nicht erforderlich. Aber die Selektion bei den leistungsschwächeren Tieren muss nach wie vor erfolgen. Die eingeschlagenen Wege über die Nutzung erstklassiger Herdenbullen und die gezielte Ergänzung über Top-Genetik aus dem internationalen Segment der Besamung ist weiter zwingend erforderlich. Wenn auch dieses Jahr wieder eine nennenswerte Anzahl an neuen Mitgliedern bei der Versammlung vertreten war, ist das das beste Zeichen für die positive Gesamtentwicklung bei der Rasse Angus, bei der inzwischen über 1.300 eingetragene Herdbuchkühe zu verzeichnen sind. Diese Tendenz ist verstärkt darauf zurückzuführen, dass in den letzten Jahren hervorragende Verkaufszahlen nachgewiesen werden konnten. Dieses gilt für Top-Auktionen wie „Best Of“, bei der auch dieses Jahr die hessische Angus-Gruppe hervorragend ausgesehen hat und entsprechend gefragt war, aber auch zahlreiche Nachfragen aus dem Inland und vor allem aus mehreren Ländern in Europa haben dazu beigetragen.

Angus – Absatz und Vermarktung

Die Verfügbarkeit an hervorragenden Rindern aus den hessischen Betrieben hat sich überregional herumgesprochen und wird zur mittelfristigen Stabilisierung auf diesen Märkten beitragen. Für diesen Absatzweg ist die Nutzung von Spitzengenetik aus verschiedenen Ländern ein wichtiges Argument und dieser eingeschlagene Weg wird maßgeblich dazu beitragen, dass die Vergleichbarkeit der Zuchtwerte international verbessert wird. Ein wesentlicher Punkt für die Vermarktung von Zuchtvieh in viele Länder. Ein weiteres Argument für die positive Entwicklung bei den Absatzzahlen ist die steigende Nachfrage nach Angus-Absetzern für die Bullenmast. Die aktuellen vorliegenden Daten aus größeren Bullenmastbetrieben dokumentieren eindeutig, dass die heutige Genetik absolut konkurrenzfähig ist und die Nachfrage nach Angus-Mastbullen auch wegen der hervorragenden Fleischqualitätsmerkmale steigen wird. Gerade dieser Absatzweg ist für alle Mutterkuhhalter wichtig, die eine eigene Ausmast oder auch Direktvermarktung der anfallenden Tiere nicht umsetzen können. Die Verwendung von überlegener Genetik für Merkmale der Fleischqualität wird diesen Trend mittelfristig noch verstärken.

Betrieb Heiderich hat hervorragende Herde aufgebaut

Die Angus-Züchter aus allen Teilen Hessens bekamen bei Klaus Heiderich in Christerode eine hervorragend selektierte Herde zu sehen.Vor 20 Jahren entschieden sich Friedhelm und Klaus Heiderich in Christerode zur Aufgabe der Milchviehhaltung, da diese im Nebenerwerb nicht mehr betrieben werden konnte und sahen sich nach einer Alternative für ihr reichliches Grünland im Knüll um. Die Entscheidung fiel zugunsten der Rasse Angus, da zu dieser Zeit bereits in Hessen mehrere erfolgreiche Adressen vorhanden waren. Mit absoluter Konsequenz wurde dann auch diese Umstellung umgesetzt und Klaus und Friedhelm Heiderich sind von der Richtigkeit der damals getroffenen Entscheidung auch heute noch absolut überzeugt. Der Bau eines Laufstalles, kombiniert mit einer Bergehalle, hat sich auch aus arbeitswirtschaftlichen Gründen als absolut richtig erwiesen, denn nur so kann die 25-köpfige Angus-Herde im Nebenerwerb optimal gemanagt werden. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist sicherlich für den Betrieb, dass relativ große zusammenhängende Weideflächen vorhanden sind, die für die Betreuung während des Sommerhalbjahres dafür notwendigen Aufwand klar minimieren. Die züchterische Arbeit ist von Anfang an dadurch gekennzeichnet, dass Qualität vor Quantität steht und die eingesetzten Herdenbullen, teilweise im Besitz mit Züchterkollegen, ihre Handschrift im Betrieb deutlich hinterlassen konnten. Bei der Besichtigung der Herden hat der aktuelle Absetzerjahrgang, der von dem Bullen Gorbi abstammt, einen hervorragenden Eindruck hinterlassen und dieses Jahr erwartet die Familie Heiderich Nachzucht von den derzeitigen Herdenbullen Rudi (V: Red Eagle) und Astronaut (V: Admiral). Die Konsequenz und der Erfolg bei der betrieblichen und züchterischen Entwicklung auf dem Hof Heiderich konnten die Züchterkollegen sehr gut nachvollziehen, so dass zukünftig mit hervorragenden Tieren von dieser Adresse bei den unterschiedlichsten Gelegenheiten zu rechnen ist.


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