Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Rinder

Bezirkstierschau in Ulrichstein

Turnusgemäß nach zwei Jahren wieder fand im Rahmen des traditionellen Jakobimarktes der Stadt Ulrichstein im hohen Vogelsberg eine Bezirkstierschau statt.

Bürgermeister Edwin Schneider konnte bereits am frühen Morgen die Vertreter der Rassen Deutsche Holsteins, Fleckvieh, auch der Zuchtrichtung Fleisch, und Rotes Höhenvieh begrüßen. Für das Rote Höhenvieh wurde hier erstmals eine Landesschau mit den Kategorien Jungrind, Kuh mit Kalb bei Fuß und Zuchtbullen durchgeführt. Auch der Züchternachwuchs stellte sich mit 8 Kälbern und Vorführern dem Wettbewerb.

Die Rasse Fleckvieh war nur mit jungen Kühen (eine Kalbung) vertreten. Hier machten die Klassensiegerinnen Lacoste aus dem Zuchtbetrieb Habermehl, Allmenrod, Magdalena von Paul Wies, Ober-Moos, und Rieke aus der gleichen Zuchtstätte das Rennen unter sich aus. Preisrichter Erhard Handke aus Wächtersbach-Leisenwald entschied sich für die Hurrican-Tochter Rieke vor der Reserve-Siegerin Lacoste vom Vererber Evergreen. Die Siegerkuh Rieke konnte mit einem sehr ausgeprägten, drüsigen Euter beeindrucken, was ihr ebenfalls den Titel der Eutersiegerin einbrachte. Bei den anschließend vorgestellten Betriebssammlungen konnten die Betriebe Walter Lang, Stockhausen, Paul Wies, Ober-Moos und Uwe u. Mark Habermehl, Allmenrod durchweg ansprechende Gruppen präsentieren. Die sehr ausgeglichene Gruppe aus dem Betrieb Habermehl, Allmenrod, bestehend aus der Evergreen-Tochter Lacoste, Tajmahal von Incredible und Liana vom Vererber Villeroy hatte letztlich knapp die Nase vorn und wurde hierfür mit der LLH-Preismünze in Bronze ausgezeichnet. Die Reserve-Siegersammlung wurde von Paul Wies, Ober-Moos gestellt.

Bei den Holsteins wurde jeweils eine Klasse junge Kühe und eine Klasse ältere Kühe gerichtet. Bei den jungen gewann die Integral-Tochter Katy aus dem Betrieb Wilfried und Michael Seipel aus Stumpertenrod vor Kailee von Beemer aus dem gleichen Betrieb. Siegerin der älteren Kühe wurde die älteste Kuh im Wettbewerb, die Savard-Tochter Kookie vor Kimberly von LetItSnow, beide ebenfalls aus dem Betrieb Seipel. Preisrichter Eckhard Hauck, Schiffelbach, kommentierte anschließend die Betriebssammlung des Betriebes Seipel, bestehend aus den drei Töchtern Kimberly, Koko und Kookie der bekannten Schaukuh Kendra von Goldwin. Diese an sich schon beeindruckende Zusammenstellung leistungsstarker Genetik wurde bei der Vorstellung der Kuhfamilie ergänzt um die Nachkommen von Kendra in zweiter Generation, den beiden Integral-Töchtern Kiesha und Katy, und durch Kailee von Beemer. Honoriert wurde die Präsentation durch die Vergabe des Ehrenpreises des Regierungspräsidiums Gießen.

Im Kälbervorführwettbewerb traten sowohl in der Klasse der jüngeren wie auch der älteren Kinder jeweils 4 Teilnehmer gegeneinander an. Mit viel Engagement absolvierten sie den aufgestellten Parcours und präsentierten sich mit dem Kalb zur abschließenden Fotoaufnahme. Bei den älteren Vorführern errang Lara Weigel aus Schwabenrod den Siegerpokal vor Ronja Wies, Ober-Moos. In der Gruppe der jüngeren Teilnehmer entschied Johann Habermehl, Allmenrod den Wettbewerb knapp vor Anna Weigel, Schwabenrod, für sich.

Tierschau
Preisrichter Wolfram Knorr, TLL Jena, kommentiert den Siegerbullen „Ibo“ der Rasse Rotes Höhenvieh aus dem Betrieb Hartmut Ritter, Breitenbach
Für die Rasse Rotes Höhenvieh waren insgesamt 19 Tiere sowohl aus dem Vogelsbergkreis als auch aus den Bereichen Nord- und Mittelhessen für eine Landesschau aufgetrieben. Preisrichter Wolfram Knorr, Fleischrinderdezernent bei der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft, Jena, sah bei den zunächst vorgestellten Jungrindern Odette von Helmer aus dem Betrieb Astrid Steinhoff, Wettenberg vorne. Die Reserve-Siegerin Heidefee von Hotte wurde vom Betrieb Karl-Wilhelm Becker, Lehrbach, gestellt. In der Kategorie Kuh mit Kalb bei Fuß gewann Dolli mit Bullenkalb Uran aus dem Betrieb Jürgen Martin, Reuters, den Wettbewerb. Die Reservesiegerin Oneja mit Kuhkalb Osana stammte aus dem Betrieb Astrid Steinhoff, Wettenberg. Die bereits knapp 13 Jahre alte Kuh zeigte sich mit einer erstaunlichen Vitalität. Bei den Zuchtbullen gewann der älteste Bulle im Wettbewerb Ibo von Igor aus dem Betrieb Hartmut Ritter, Bebra-Breitenbach. Der Bulle verfügt über einen für diese Rasse überdurchschnittlichen Rahmen bei ausgeprägter Bemuskelung. Ausgezeichnet wurde der Siegerbulle mit der silbernen Preismünze des Bundesverbandes Rind und Schwein. Reservesieger wurde der Ulius-Sohn Ullrich von Jürgen Martin, Reuters. Abgerundet wurde die Präsentation der Rasse Rotes Höhenvieh von zwei Kühen aus dem Betrieb Haberlach-Hamacher, Heimertshausen, die die Zuchtrichtung Milch innerhalb der Rasse verkörpern. Die Demonstrationsgruppe wurde im Ring ebenfalls vorgestellt und von Wolfram Knorr kommentiert. Komplettiert wurde der Bereich der Fleischrinder durch den noch jüngeren Fleischfleckviehbullen „Glanz von Bundes-Mühle“ aus dem Betrieb Markus Rahn, Bobenhausen, dessen Gewicht vom Publikum in einem Wettbewerb zu schätzen war.

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