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Fütterung von Stroh – auf was ist dieses Jahr besonders zu achten?

Mit fortschreitender Getreideernte wird nun auch Stroh für die Fütterung von Milchkühen, Trockenstehern und Jungvieh gepresst. Anders als in den letzten drei Jahren hat die Strohqualität unter den wiederkehrenden Niederschlägen und der feuchtwarmen Witterung gelitten.

So zeigte sich schon bei stehenden Getreidebeständen die dunkle Färbung der Ähren und Halme. Das ist ein Hinweis auf einen hohen Besatz an Schwärzepilzen. Stroh sollte goldgelb gefärbt sein und keine grauen oder feuchte Stellen aufweisen. Deshalb sollte Stroh vor der Verwendung stets in Augenschein genommen werden.

Durch die wechselfeuchte Witterung kann das Stroh einen hohen Pilzbesatz aufweisen

Anzeichen von Stroh mit schlechter Qualität sind:

Für den Besatz an Schimmelpilzen, Hefen und Bakterien im Stroh gibt es Orientierungswerte für die Verfütterung an Nutz- und Heimtiere. Es kann in diesem Jahr durchaus sinnvoll sein, eine Stroh-Probe an ein Untersuchungslabor zu versenden. Auf dem Untersuchungsauftrag, hier bspw. vom LHL Kassel, wird dann folgendes angestrichen:

Je nach Labor entstehen Kosten von 40 bis 50 € netto/ Probe. Im anschließenden Untersuchungsbericht werden die Werte aufgeführt. Hier wird außerdem erläutert, ob eine Verfütterung empfohlen wird. Auch wenn die eingesetzten Strohmengen pro Tier gering sind, sollte man die negative Wirkung von Pilzen und Bakterien nicht unterschätzen. Im Pansen können sie und ihre Toxine die Pansenflora erheblich beeinflussen.

Dennoch kann die Fütterung von Stroh sinnvoll sein, da es eine hohe Strukturwirksamkeit aufweist. Grundsätzlich sind bei der Verfütterung von qualitativ hochwertigem Stroh folgende Dinge zu beachten: