Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Rinder

Zwei Kühe der Familie Seipel aus Stumpertenrod

Zu den Betrieben, die bereits mehr als zehn Kühe mit über 100.000 Liter Milch Lebensleistung präsentieren konnten, zählt die Familie Seipel aus Stumpertenrod.Dort werden die Kühe im Anbindestall gehalten und es zeigt sich damit, dass auch unter diesen über Generationen üblichen Bedingungen die Kühe ohne Weiteres alt werden können und ihre Leistungsfähigkeit deutlich unter Beweis stellen. Neben der optimalen Versorgung ist sicherlich bei beiden Kühen der genetische Hintergrund als besonders wichtig herauszustellen. Zu den extrem wenigen Kühen, bei denen deren Mutter und Großmutter bereits über 100.000 Liter Lebensleistung erbrachten, zählt die Odyssee-Tochter Cheese VG87, die inzwischen mit einer Leistung bei acht Abkalbungen von 12.263 kg Milch – 3,42 % Fett – 3,07 % Eiweiß gelistet ist. Auch ihre Mutter Cheyenne VG85 (V: Astronomic) ist mit einem ganz ähnlichen Leistungsbild gelistet und die Großmutter Carmen GP84 überschritt bei zehn Abkalbungen diese hohe Leistungsgrenze.
Ein gewisser Anteil ist auch sicherlich dem väterlichen Einfluss zuzuschreiben, denn Odyssee war ein Outside-Sohn aus der Bundessiegerin Odessa, die es ebenfalls auf acht Kalbungen und eine sehr hohe Dauerleistung brachte. Auch hinter der Herdengefährtin Inka EX90 befindet sich ein sehr sicheres Pedigree mit hocheingestuften Kühen. Die vom Betrieb Schnatz, Rhadern, gezüchtete Kuh startete verhältnismäßig normal in die erste Laktation und steigerte sich dann aber enorm und hat bei neun Abkalbungen eine Durchschnittsleistung von 11.505 – 4,32 – 3,56 erreicht. Auffallend sind auch bei dieser Kuh die regelmäßigen Abkalbungen, die bei solchen leistungsstarken Kühen nicht immer vorkommen. Besonders erfolgreich war der Betrieb Seipel mit der ersten dort geborenen Tochter, der Elburn-Tochter Indiana, die den Meridian-Sohn Melbourne für das Zuchtprogramm der Qnetics liefern konnte. Aus Anpaarungen mit Doorman, McCutchen oder Unix sind weitere erstklassige Töchter geboren, die inzwischen auch teilweise wieder auf anderen Betrieben züchterisch genutzt werden und die Reservesieger-Färse von Zukunft Rind 2018, die Meridian-Tochter Inkapi, ist bereits eine Enkelin von Inka.
Eine weitere Spitzenkuh aus dieser Kuhfamilie ist die Laudan-Tochter Tiana, die es auf dem Hof der Familie Schnatz ebenfalls auf eine Lebensleistung von über 100.000 Liter Milch brachte. Damit hat sich diese Kuhfamilie auf vielen Betrieben sehr erfolgreich durchgesetzt und die hervorragenden Gene werden jetzt über die Töchter des Besamungsbullen Melbourne häufig auftauchen. Da zu erstklassigen alten Kühen motivierte Kinder besonders gut passen, präsentierten Tom Seipel und seine Cousine Anna-Lena Kern die Kühe auf der hofnahen Weide.


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