Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Rinder

Starke Bewerber beim Prämienmarkt in Lauterbach

Die Tierschau anlässlich des Lauterbacher Prämienmarktes ist jedes Jahr das Highlight der ganzen Veranstaltung und wird auch entsprechend stark von der Stadt Lauterbach mit seinen Gremien ausgestellt.

Eine große Anzahl an Besuchern aus dem Lauterbacher Umland, aber auch aus anderen Regionen Hessens waren bei hochsommerlichen Temperaturen angereist und verfolgten die Wettbewerbe in den verschiedenen Ringen. Bereits zu Beginn der Veranstaltung ergab sich ein sehr tolles Bild, als eine große Anzahl an Grundschulkindern aus Lauterbach auf dem Platz zugegen waren und Informationen über die ausgestellten Tiere bekamen. Da sie einheitlich mit gelben T-Shirts, die alle mit identischen Aufdrucken versehen waren, ausgestattet waren, konnten sie nicht wirklich übersehen werden. Eine tolle Idee, die vom VLF-Vorsitzenden Walter Lang, Stockhausen, initiiert worden war.

Mit einer starken Konkurrenz waren auch dieses Jahr die oberhessischen Fleckviehzüchter präsent und auf drei Altersgruppen unterteilt wurden die Richtergebnisse von Nadine Krausmüller, Zell, und Jost Grünhaupt, Kassel, gefällt. Zunächst stand eine stark besetzte Gruppe an Jungkühen im Wettbewerb und hier ging der Siegertitel an die bestens entwickelte und mit einem top Euter versehene Incredible-Tochter Tajmahal von der Familie Habermehl aus Allmenrod. Den Titel Reservesiegerin bekam die von Horst und Jan Hendrik Scheld, Ober-Gleen, ausgestellte Manton-Tochter Fichte zugesprochen, eine Kuh mit einem tollen Seitenbild und einer sehr harmonischen Gesamterscheinung. In der Altersklasse der mittleren Kühe trafen dann die Kühe mit zwei und drei Abkalbungen aufeinander und hier ging der Siegertitel an die Manton-Tochter Estella von der Familie Habermehl, Allmenrod, die sich mit ihrem perfekten Seitenbild und einem Euter in Ausnahmequalität durchsetzen konnte. Die Auszeichnung Reservesiegerin ging hier an den Zuchtbetrieb von Paul Wies, Ober-Moos, der mit der Dryland-Tochter Ariane eine sehr harmonische Kuh vorstellte, die auch mit ihrem drüsigen Euter sehr zu gefallen wusste. Der Titel der besten Euterkuh bei den jüngeren Klassen erhielt Estella, die an diesem Tag sichtbar die Maßstäbe definierte.

Bei den älteren Kuhklassen waren eine Reihe Kühe mit bereits beachtlichen Lebensleistungen im Wettbewerb und hier ging der Siegertitel an die von der Familie Wies, Ober-Moos, ausgestellte Waldbrand-Tochter Marie, die sich in der vierten Laktation stehend durch sehr viel Rahmen, Länge und einem hoch und lang angesetzten Euter durchsetzen konnte, was ihr auch zum Titel Eutersiegerin der alten Klassen verhalf. Der Reservesiegerpreis wurde an die Romtell-Tochter Frieda von der Familie Scheld, Ober-Gleen, vergeben, eine Kuh mit enormer Frische im Körperbau und mit bestens aufgehangenem Euter (Mutter der Reservesiegerkuh jung). Beim Vergleich der Betriebssammlungen traten die Zuchtbetriebe Paul Wies, Ober-Moos, Horst Scheld, Ober-Gleen, Habermehl GbR, Allmenrod, und die Familie Lang aus Stockhausen mit einem Trio erstklassiger Kühe im Vergleich an. Das ausgewogenste Bild gab die Gruppe aus dem Betrieb Wies ab und sie wurde mit dem Siegertitel in diesem Wettbewerb ausgestellt.

Im Richtring bei den Deutschen Holsteins wurden absolut erstklassige Kühe zur Prämierung vorgestellt, die in bewährter Manier von Andrea Uhrig, Sulzbach, durchgeführt wurde. Mit dem Titel Siegerkuh jung zeichnete sie die Rainy-Tochter RZB Lorina aus, eine mit sehr viel Milchcharakter und allerbester Euterqualität ausgestattete Zukunftskuh, die im Besitz der Familie Caspar, Heimertshausen, ist. Auch die Reservesiegerin, die sehr imposante Doorman-Tochter CAS Dixie, hat die gleiche Heimatadresse. Beim Vergleich der älteren Kühe mit drei und mehr Abkalbungen stand zum Schluss die bereits mehrfach erfolgreich ausgestellte CAS Bonny vom Betrieb Caspar vorn, eine Kuh mit einem enormen Seitenbild, großrahmig, lang und mit einem besten Euter ausgestattet. Herausragende Kühe in den älteren Klassen kamen aus den Betrieben Andreas Woltert, Sickendorf, Arno Schmidt, Ober-Breidenbach, und der Euter GbR, Nd.-Breidenbach.

Ohne Konkurrenz wurde die Lenhard-Tochter Aula von der Familie Hedtrich, Schlitz, als frisch gebackene 100 000 Liter-Kuh ausgestellt und dieses war nicht das erste Mal, dass von diesem Zuchtbetrieb eine solche Dauerleistungskuh auf der Bleiche in Lauterbach zu sehen war (separater Bericht folgt). Beim Vergleich der Betriebssammlungen wurde das vom Betrieb Caspar, Heimertshausen, vorgestellte Trio aufgrund seiner Ausgeglichenheit und enormen Qualität mit dem Siegertitel ausgezeichnet.

Estella wurde „Miss Vogelsberg“

Die begehrte Schleife der „Miss Vogelsberg“ war auch dieses Jahr ganz hoch im Kurs und die bestechende Tagesform der Manton-Tochter Estella von der Familie Habermehl, Allmenrod, wurde mit diesem Titel besonders herausgestellt. Eine große Zahl hochmotivierter Kinder präsentierte ihre Kälber beim Vorführwettbewerb und sie zeigten, dass im Vorfeld viel geübt wurde. Die Resultate lagen wie auch in den Vorjahren eng beieinander und für die Zuschauer war dieser Teil der Schau ein besonderes Ereignis. In der Altersklasse über acht Jahre erreichte Ronja Wies, Freiensteinau, die höchste Punktzahl, gefolgt von Anastasia Karney und Frida Schütz aus Sickendorf. Ein echtes Fotofinish gab es in der Gruppe bis sieben Jahre, denn Anna Weigel, Schwabenrod, Marlene Caspar, Heimertshausen, und Tom Seipel, Stumpertenrod, waren fast punktgleich.

Mehrere aktive Galloway-Zuchtbetriebe nutzten auch dieses Jahr die Gelegenheit und präsentierten ihre besten Nachwuchstiere im Wettbewerb und stellten sich dem Urteil des Preisrichters Clemens Braschos, Meißen. Den Siegerpreis in der Kategorie der Jungrinder erhielt die von Norbert Noll, Wetter, ausgestellte Highland Laddie-Tochter Yolina, die sich mit starker Entwicklung und ausgeprägter Breite zeigte und bereits jetzt als gelungener Ankauf für diesen aktiven Zuchtbetrieb anzusehen ist. Die ebenfalls schon bereits erfolgreich ausgestellte Ylvi, eine Xpedia-Tochter vom Betrieb Kraft, Ottrau, zeigte ein weiteres Mal ihre Qualität in allen wichtigen Merkmalen und erhielt den Titel Reservesiegerin. In der Gruppe der Jungbullen fiel die Wahl auf den Faber-Sohn Fortune, ebenfalls ausgestellt vom Zuchtbetrieb Kraft, Ottrau, und sein engster Konkurrent um den Spitzenplatz war der Hemingway-Sohn Hamlet im Besitz des Zuchtbetriebes Reinhard Kreß, Kalbach.

Eine sehr gute Ergänzung war auch dieses Jahr im Bereich der Fleischrinderzucht die Präsentation von weiteren Schautieren aus den Zuchtbetrieben Jürgen Martin, Reuters, und Karl-Wilhelm Becker, Lehrbach (Rotes Höhenvieh), Torsten Herchenröder, Altenschlirf (Charolais), und Ulrich Pflanz, Unter-Wegfurth (Limousin).

Ein sehr breites Spektrum an Spitzentieren aus dem Bereich der Schaf- und Ziegenzucht stellte sich dem Preisrichter Reinhard Heintz, Hüttenberg, und er vergab den Siegerpreis bei den Fleischschafen an das Los von Joachim Schönfeld, Allmenrod, und der gleichrangige Titel bei den Landschafen ging dieses Jahr an die Kollektion Graue Gehörnte Heidschnucken von Werner Eifert, Eichelhain. Der erfolgreichste Aussteller bei den Ziegen war Sven Feistel aus Herbstein mit seinen Spitzentieren der Rasse Buren-Ziegen.

Abgerundet wurde das Schaubild durch die Siegerstute Fiona von Heinrich Brähler, Herbstein, beim Deutschen Reitpferd. Die beste Jungstute Lendorfs Kanja von Sylvia Lohmar, Borken, und die rassetypische Kaltblutvertreterin Ullanda von Thomas Feußner, Antrifttal, gaben ebenfalls eine tolle Visitenkarte ab.

Im Rahmen der Siegerehrung sprach Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller auch dieses Jahr den Ausstellern seine besondere Wertschätzung aus und ermunterte sie, auch in den kommenden Jahren dieses traditionsreiche Fest für den Vogelsberg mit der Beschickung zu unterstützen.

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