Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Rinder

Starker Auftritt bei „Best Of“

Im brandenburgischen Groß Kreutz fand kürzlich die 9. Auflage des nationalen Färsenchampionats „Best Of“ statt, bei der Spitzenrinder von acht verschiedenen Fleischrinderrassen im Angebot stehen. Für viele Züchter ist es eine hervorragende Möglichkeit, erstklassige Rinder am breiten Markt zu offerieren und auf der anderen Seite haben immer wieder Käufer, die einen groben Standard suchen, die Möglichkeiten zur Selektion in Groß Kreutz genutzt.

Maßgeblich zum Erfolg der Veranstaltung haben die sehr gut eingespielten Abläufe am Vermarktungsstandort beigetragen und dieses Jahr wurde das 600. Rind von „Best Of“ versteigert.

Ein sehr überzeugendes Bild gab die 1a-prämierte Code-Fist-Tochter Algebra von Matthias Rohleder, Löhlbach, ab. Ein Züchter aus Brandenburg wurde neuer Besitzer.Den Auftakt machte auch dieses Jahr die Rasse Angus, bei der eine sehr breite Spitze vorgestellt wurde. Das Siegerrind der gesamten Kollektion, die Terron-Tochter EAZ Bahama mit hessischen Wurzeln versehen, stammte aus dem Zuchtbetrieb von Dieter Meyer, Bissendorf, und erzeugte durch ihr exzellentes Erscheinungsbild und die kompletten Daten bei der Fruchtbarkeit ihrer Vorfahren. Eine bekannte Adresse aus dem Rheinland investierte in dieses Ausnahmetier 4.500 €. Der erfolgreichste hessische Verkäufer war Karl-Friedrich Flamme, Rhenegge, der mit seiner Code-Red-Tochter Monja in direktem Wettbewerb zur Gesamtsiegerin stand und dieses Rind für 3.400 € Richtung Thüringen verkaufen konnte. Mit zwei hervorragenden Rindern war dieses Mal auch Matthias Rohleder, Löhlbach, präsent und seine 1a-prämierte Code-Fist-Tochter Algebra blieb in Brandenburg und die Herdengefährtin Alaska, eine Tochter des aktuellen Hessen-Champions Ronaldo (das 600. Rind von „Best Of“), fand eine neue Heimat in Südwestfalen. Zu den erfolgreichen Verkäufern zählte auch Claus Knacker, Wüstensachsen, mit der Joker-Tochter Holly, die nach Niedersachsen ging. Bei konstant hoher Nachfrage nach Angus-Rindern ergab sich mit 2.736 € ein sehr ansprechender, durchschnittlicher Erlös.

Mit viel Typ ausgestattet war die Charolais-Siegerin Airport (V: Excellent), die vom Betrieb Gries, Laubach, angeboten wurde und in Ostdeutschland blieb.Bei der Rasse Charolais beschickten die Zuchtbetriebe Gries GbR, Laubach, und Lars und Tatiana Duclos, Dohrenbach, das Championat mit tragenden Färsen. Das eindeutige Siegerrind stellte dabei Jan Christoph Gries vor und er erhielt für seine Excellent-Tochter Airport, mit besten Rassemerkmalen versehen, von einem brandenburgischen Interessenten 3.400 €. Ein Züchter aus Bayern erkannte die Qualität der hervorragend entwickelten, tiefrumpfigen Noval-Töchter aus dem Betrieb Duclos und erwarb sie im Paket. Die Gesamtkollektion bei der Rasse Charolais war dieses Mal nicht so homogen wie in den zurückliegenden Jahren, so dass der Durchschnittspreis von 2.207 € den Marktverlauf treffend widerspiegelte. Sehr passend war die kleine Kollektion bei der Rasse Blonde d´Aquitaine. Hier stellte Peter Kömpel aus Großenlüder mit der Horion-Tochter Lausanne ein im absoluten Zuchttyp stehendes, tragendes Rind vor, das einen ganz hervorragenden Rassestandard verkörperte und eine neue Heimat in Schleswig-Holstein fand.

Beim ersten Mal gleich an der Spitze: die Horion-Tochter Lausanne von Peter Kömpel, Großenlüder, erwarb ein Zuchtbetrieb aus Schleswig-Holstein.Zum zweiten Mal mit von der Partie waren die Galloway-Züchter und hier wurde der Spitzenpreis von 3.200 € für die bereits tragende Figaro-Tochter Cremona aus dem Zuchtbetrieb Kraft, Ottrau, ausgegeben, ein sehr vielversprechendes Rind. Auch die weiteren hessischen Galloway-Rinder aus den Zuchtbetrieben Kraft und der ZG Sölzer und Schmidt, Gudensberg, passten sehr gut ins Angebot und fanden zügig ihre Käufer.

Die vom Umfang her beachtlich starke Kollektion der Rasse Fleckvieh-Simmental bestand mehrheitlich aus jüngeren Rindern, die mehrfach sehr viel Potential zeigten. Bestens vorbereitet und mit viel Rumpf versehen, präsentierte der Zuchtbetrieb Scheuermann und Schleich, Erbenhausen, die bereits tragende Leif-Tochter Biene PP, die sich ein nordhessischer Zuchtbetrieb für die Ergänzung seiner Herde sicherte. An die gleiche Adresse ging auch die leistungsstarke Schiller-Tochter Ina von Michael Jakob, Bad Homburg, die mit ihrem hervorragenden Zuchtwert und der interessanten Belegung viel Potential mitbringt. Ihre Herdengefährtin und Halbschwester Helma PP erwarb ein osthessischer Zuchtbetrieb zur Erweiterung seiner Herde. Im Gesamtangebot der Rasse Fleckvieh-Simmental befanden sich mehrere züchterisch interessante Tiere, von denen einige an aktive hessische Betriebe gingen und somit dazu beitrugen, dass sich der Durchschnittspreis des Gesamtangebotes bei 2.576 € einpendelte.

Die Goldcard-Tochter Briana von Stefan Kohlmann, Buchenau, gehörte zur absoluten Spitze in Groß Kreutz und steht jetzt in einem osthessischen Zuchtbetrieb.Den Abschluss machte wie jedes Jahr die Rasse Limousin und auch hier waren eine Reihe absolut erstklassige Tiere im Angebot. Zu den absoluten Hinguckern in der Kollektion gehörte die Goldcard-Tochter Briana, die aktuelle Reservesiegerin vom Fleischrindertag, aus dem Zuchtbetrieb von Stefan Kohlmann, Buchenau. Dieses sehr schicke Rind, aufgewertet durch die interessante Blutführung und einen erstklassigen Zuchtwert, stand auf dem Wunschzettel mehrere Interessenten und wurde von einer aktiven Adresse aus Osthessen für 4.500 € erworben. Die hochinteressant gezogene Faignant-Tochter Juwel Pp stellte eine absolute Rarität am Markt der natürlich hornlosen Limousin dar und wird das Zuchtprogramm einer Züchtergemeinschaft ergänzen und die aus einer besten Kuhfamilie stammende, viel Potential zeigende Halbschwester Nancy erwarb ein niedersächsischer Züchter. Auch bei der Rasse Limousin war eine konstant gute Nachfrage zu verzeichnen, die mit dem Durchschnittspreis von 2.911 € auch zahlenmäßig entsprechend abgebildet wird. Ein weiteres Mal zeigte sich, dass „Best Of“ in Groß Kreutz eine erstklassige Plattform ist, um hervorragende Tiere aus dem Jahrgang anzubieten und auch entsprechend zu verkaufen. Nicht zu übersehen ist der Werbeeffekt, den Spitzentiere bei diesem bundesweiten Championat mit sich bringen. Daher kann das Feedback von „Best Of 2017“ nur lauten: Bereits jetzt die entsprechenden Rinder für den kommenden Jahrgang vorzumerken und die Vorbereitungen der Tiere konsequent umzusetzen.


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