Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

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Nachlese: 2. Witzenhäuser Hanftagung

Am 04.09.2019 trafen sich in Witzenhausen über 50 Interessierte zu einem intensiven Austausch über den Anbau und die facettenreichen Nutzungsmöglichkeiten der alten Kulturpflanze Hanf.

Nachdem der Hanfanbau in Deutschland einige Jahre verboten war, ist nun der Anbau von THC-armen Sorten (unter 0,2 %) problemlos möglich. Dabei sind einige Regularien zu beachten, die bei der BLE (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung) zu erfragen sind.

Aspekte des Hanfanbaus

Hanfpflanzen vor blauem Himmel
Hanf erfordert spezielle Erntetechnik
Über Anbauerfahrungen berichtete der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Werra-Meißner-Kreis, Uwe Roth, der 9 Landwirte mit insgesamt 90 ha Anbaufläche im Kreis vertritt.

Herr Philipp Pamme der CNH Industrial Deutschland GmbH referierte zu moderner Erntetechnik. Hierbei ging es um zuverlässige und schonende Mähdruschtechnik.

Den besonderen Beitrag zum Gewässerschutz des tiefwurzelnden Hanfs beleuchtet Frau Dr. Christiane Piegholdt vom Umweltbüro für Ökologie und Landwirtschaft GmbH. Düngungsreihen und mehrfache Bodenanalysen an der speziell angelegten Demofläche konnten eine optimale Ausnutzung des ausgebrachten Düngers belegen.

Herr Dr. Reinhold Siede von LLH-eigenen Bieneninstitut ließ in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel die Bedeutung des Hanfs für die Imkerei untersuchen. Zwar gibt es keinen Hanfhonig, wenn man der klaren Definition von Honig folgt, doch stellt der Hanf mit seiner Blütezeit von Mitte Juli bis September für die Bienen eine Nahrungsquelle dar, da in dieser Zeit das Angebot von Trachtpflanzen eher gering ist. Der gesammelte Pollen wird dann als Reserve eingelagert und nützt so dem Bienenvolk.

Teilnehmer der 2. Witzenhäuser Hanftagung auf der Demofläche
Die Teilnehmer konnten die Ernte der Demofläche live miterleben
Über die Verwendungsmöglichkeiten der Hanfpflanze berichteten Herr Bernd Frank von der BAFA Neu GmbH – die auch als Lieferant von Hanfsamen fungiert – sowie Herr Heinz Amolsch – Berater für Naturbaustoffe. Angefangen bei der vielfältigen Nutzung der Hanfsamen, dem Stroh für die Fasergewinnung, bis hin zu den Schäben für Bauzwecke gibt es noch eine ganze Reihe anderer Nutzungsmöglichkeiten.

Den Abschluss bildete die Begehung einer extra angelegten Demonstrationsfläche, bei der es zu einem regen Austausch kam. Dank des Engagements von Herrn Karl-Friedrich Theune, dem bewirtschaftenden Landwirt, konnten die Besucher noch eine Beerntung des Hanfbestandes erleben und die dabei gewonnen Hanfsamen begutachten.

 


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