Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Agrarpolitik & Förderung

HALM C.1. „Vielfältige Kulturen im Ackerbau“ wurde sehr gut angenommen

Bei einer Pressekonferenz am 21. November 2019 gab Landwirtschaftsministerin Priska Hinz bekannt, dass die Erwartungen zum Umfang der Antragstellung der HALM-Maßnahme C.1 „Vielfältige Kulturen im Ackerbau“ weit übertroffen wurden.

Aktuelle Zahlen zur Antragstellung

Pressekonferenz: v. l. n. r.: T. Hirsch (Landwirt), J. Schreiber (HMUKLV), Ministerin P. Hinz (HMUKLV), G. Trautmann (HMUKLV) und M. Fränzke (LLH)
Pressekonferenz: v. l. n. r.: T. Hirsch (Landwirt), J. Schreiber (HMUKLV), Ministerin P. Hinz (HMUKLV), G. Trautmann (HMUKLV) und M. Fränzke (LLH); Foto: HMUKLV

Ab dem kommenden Jahr wird in Hessen auf rund 85.000 ha Ackerfläche von insgesamt 940 Betrieben der Anbau von vielfältigen Kulturen gefördert. Für die beantragte Fläche stehen 15 Millionen Euro Fördermittel aus dem Haushalt 2019 sowie weitere 10 Millionen Euro für das Jahr 2020 bereit. Von den teilnehmenden Betrieben wirtschaften 66 % konventionell und 34 % ökologisch. Die Kreise mit den meisten Teilnehmenden liegen in Nord- und Mittelhessen. Im Landkreis Kassel wurden für 11.000 ha HALM C.1 Zuwendungsanträge gestellt, was 28 % der Ackerfläche des Kreises entspricht. Außerdem vorne mit dabei sind die Landkreise Hersfeld-Rotenburg mit 5.300 ha (24 % der Ackerfläche), Gießen zusammen mit dem Lahn-Dill-Kreis mit 7.300 ha (23 %) und der Werra-Meißner-Kreis mit 6.000 ha (23 %).

Ministerin sieht positive Wirkungen für Klima, Boden und Gewässer

Kern der HALM-Maßnahme C.1 ist es, in jedem Jahr fünf oder mehr unterschiedliche Kulturen anzubauen. Mindestens 10 % der Ackerfläche müssen mit Leguminosen bewirtschaftet werden.

Ministerin Hinz wies darauf hin, dass durch die daraus resultierenden vielfältigeren Fruchtfolgen der Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln reduziert werden könnte. Die Stickstofffixierung der Leguminosen fördere den Humusaufbau, welcher in der Folge als Kohlenstoffsenke klimawirksames CO2 binde.

Ebenso soll der verstärkte Anbau heimischer Leguminosen eine positive Klimawirkung besitzen, da der Import von Eiweißpflanzen, besonders Soja, reduziert werden kann. Gerade der Import von südamerikanischem Soja steht seit Jahren wegen der verstärkten Abholzung von Regenwäldern sowie den aufkommenden Treibhausgasemissionen für den Transport des Sojas nach Europa in der Kritik.

Landwirt schildert seine Motivation zur Teilnahme an HALM C.1

Bei der Pressekonferenz mit dabei war der Landwirt Tilmann Hirsch, welcher einen 59 ha großen Nebenerwerbsbetrieb im Main-Kinzig-Kreis bewirtschaftet. Als Motivation zur Teilnahme an der HALM-Maßnahme führte er an, dass er dadurch den Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemittel reduzieren könne. Die von ihm angebauten großkörnigen Leguminosen möchte er regional ansässigen tierhaltenden Betrieben anbieten, da er selbst keine Tiere hält. Perspektivisch zieht Herr Hirsch eine Umstellung vom konventionellen zum ökologischen Landbau in Betracht und verspricht sich, über die Teilnahme an HALM C.1 Erfahrungen sammeln zu können, die bei einer späteren ökologischen Bewirtschaftung hilfreich sind.

Die offizielle Pressemeldung ist auf der Seite des HMUKLV verfügbar.


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