Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Agrarpolitik & Förderung

HALM-Zwischenfrüchte: Ab 2021 keine Auszahlung mehr in DüV §13a-Gebieten (rote Gebiete)

Eine Förderung von Gebieten oder Flächen über das Hessische Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflege-Maßnahmen (HALM) kann nicht erfolgen, wenn dort vergleichbare rechtlichen Anforderungen vorgeschrieben sind (vgl. HALM-Richtlinien, Seite 4, letzter Absatz).

Aktuell davon betroffen ist die Förderung des Zwischenfruchtanbaus über die Maßnahme HALM C.2 „Beibehaltung von Zwischenfrüchten über den Winter“, welcher die neuen rechtlichen Vorgaben in den belasteten Gebieten nach DüV §13a gegenüberstehen.

Der Grund dafür ist, dass sich die Anforderungen nach DüV §13a (2) Nr. 7

Im Fall des Anbaus von Kulturen mit einer Aussaat oder Pflanzung nach dem 1. Februar dürfen Düngemittel mit einem wesentlichen Gehalt an Stickstoff nur aufgebracht werden, wenn auf der betroffenen Fläche im Herbst des Vorjahres eine Zwischenfrucht angebaut wurde, die nicht vor dem 15. Januar umgebrochen wurde; Halbsatz 1 gilt nicht für Flächen, auf denen Kulturen nach dem 1. Oktober geerntet werden, und nicht für Flächen in Gebieten, in denen der jährliche Niederschlag im langjährigen Mittel weniger als 550 Millimeter pro Quadratmeter beträgt.

in wesentlichen Teilen mit den Anforderungen von HALM C.2 decken. Daher wird in den §13a-Gebieten ab dem Verpflichtungsjahr 2021 keine HALM C.2-Auszahlung mehr möglich sein. Von der Ausnahmereglung für Gebiete mit einem Jahresniederschlag von weniger als 550 mm soll in Hessen zukünftig Gebrauch gemacht werden.

Betriebe, die sowohl über Flächen innerhalb und außerhalb der §13a-Gebiete verfügen, können für eine Auszahlung weiterhin ihre Verpflichtung auf den außerhalb liegenden Flächen erfüllen. Alle Flächen innerhalb bleiben auszahlungsfrei. Sollte für Flächen die angestrebte Ausnahmeregelung gelten (siehe oben), können für sie weiterhin Auszahlungen erfolgen.

 

Hinweis:
Alle Texte und Darstellungen auf dieser Seite wurden nach bestem Wissen erstellt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass nicht korrekte Angaben enthalten sind oder es zwischenzeitlich zu Änderungen der Förderungsvoraussetzungen kam. Daher erfolgen alle Ausführungen ohne Gewähr.

 


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