Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Agrarpolitik & Förderung

Investitionsprogramm Landwirtschaft – Beantragung bei der Rentenbank

Nachdem die erste Antragsphase für das Investitionsprogramm Landwirtschaft eine außergewöhnliche hohe Nachfrage erfahren hat, wird die zweite Antragsphase voraussichtlich ab Anfang März 2021 starten.

Die Laufzeit des Förderprogramms ist auf vier Jahre bis 2024 begrenzt. Nach derzeitigem Stand sollen die Fördermittel auf zwei Termine pro Jahr aufgeteilt werden. Außerdem werden die Mittel in den einzelnen Zeiträumen anteilig auf die drei Förderungsblöcke Maschinen, Gülle- und Festmistlagerstätten sowie Separationsanlagen verteilt. Hierbei werden die Mittel nach dem Windhund-Verfahren vergeben. Im ersten Beantragungsfenster, welches am 11.01.2021 gestartet wurde, waren die Mittel für Maschinen in Höhe von 72 Mio. Euro innerhalb weniger Stunden vollständig abgerufen. Auch die etwas später freigeschaltete Beantragung zur Förderung von Gülle- und Festmistlagerstätten war innerhalb kürzester Zeit nicht mehr möglich. Die Beantragung von Separationsanalgen ist derzeit noch nicht freigeschaltet.

Förderfähig im Rahmen des Programmes sind Pflanzenschutzspritzen, Düngerstreuer, Gülleausbringtechnik, Güllebehälter, Festmistlagerstätten und Anlagen zur Separation von Gülle, die auf der Positivliste vermerkt sind. Der Fördersatz für landwirtschaftliche Unternehmer beträgt 40 %, landwirtschaftliche Dienstleister erhalten einen Fördersatz von 10 bis 20 %. Förderfähig sind bei pauschalierenden Betrieben die Bruttoinvestitionskosten. Optierende Betriebe erhalten die Förderung auf die Nettoinvestitionssumme. Die Förderung ist an die Aufnahme eines Darlehens bei der landwirtschaftlichen Rentenbank gekoppelt. Die Darlehenshöhe muss mindesten 60 % der förderfähigen Kosten betragen.

Die Antragsstellung erfolgt als Online-Antrag im Internetportal der landwirtschaftlichen Rentenbank. Nach einer Beantragung des Förderzuschusses auf der Internetseite der Rentenbank, muss die Hausbank den Darlehensantrag bei der Rentenbank stellen und die Antragsunterlagen vom Antragsteller vollständig einreichen.

Nähere Informationen, eine Positivliste der Maschinen sowie die Richtlinien des Programmes finden Sie auf der Internetseite der Rentenbank.

Bei größeren Investitionskosten kann es hilfreich und notwendig sein, dass Sie der Bank ein Investitionskonzept mit vorlegen. Zur Erstellung eines Konzeptes oder bei Fragen zur Beantragung der Förderung, sprechen Sie gerne die betriebswirtschaftlichen Beratungskräfte des LLH an.


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