Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Erwerbskombinationen

Rückblick: Exkursion nach Franken

Komfortabel und mit sehr persönlicher Note – so präsentierten sich die sechs Betriebe, die bei der zweitägigen Exkursion des Landesbetriebes Landwirtschaft Hessen für Anbieter von Urlaub auf dem Bauernhof/Lande und Bäuerlicher Gastronomie besucht wurden. Die Region Franken in Nordbayern  war das Ziel der 34 Teilnehmer.
Erste Etappe der Lehrfahrt  war die „Historische Schäferei“ in Creglingen-Frauental. Das Schäferhaus wurde vermutlich um das Jahr 1525 und die Schafscheune um 1692 erbaut. Im Besitz von 15 Bauern aus dem Dorf Frauental,  kaufte 1977 der heutige Besitzer das Anwesen, das ursprünglich wegen Einsturzgefahr abgerissen werden sollte.

Frühere Schafscheune zu Ferienwohnungen umgebaut

Seit 2001 ist das Anwesen ein romantisches Kleinod. Von Familie Keller mit einem Blick für das liebevolle Detail und mit dem Komfort modernen Wohnens eingerichtet, kann man hier in ländlicher Atmosphäre Urlaub genießen. Das Schäferhaus hat eine Wohnfläche von 150m2 und bietet Platz für sieben Personen. Die Schafscheune eignet sich mit den vier Ferienwohnungen und den großzügigen Gemeinschaftsräumen für Familienurlaube ebenso wie für Feste und Veranstaltungen größerer Gruppen.

Einen besonderen Reiz bietet die gewaltige Fachwerkkonstruktion, die im gesamten Anwesen freigelegt und damit sichtbar ist. Die liebevolle Ausgestaltung und das harmonische Miteinander von „Alt und Neu“ sind beeindruckend.

Ein großräumiges Außengelände mit herrlichem Blick auf den Ort und das Kloster Frauental sowie gemütliche Sitzecken und vielen Spielmöglichkeiten für Kinder runden das Angebot ab. Wer möchte, kann im historischen Schäferwagen eine „einfache“ Bleibe beziehen.
www.historische-schaeferei.de

In Ergersheim-Ermetzhofen bewirtschaftet Else Oppelt einen Ackerbaubetrieb. Der Einstieg in den Landtourismus begann mit dem Bau von 4 Ferienwohnungen. Nach ihrer Ausbildung zur Kneipp-Trainerin wurde die frühere Scheune umgebaut. Nun ist im Erdgeschoss eine Kneipp- und Wellness-Anlage eingerichtet, darüber hinaus ist hier eine Küche mit angrenzendem Tagungsraum für 20 Personen untergebracht.

Betrieb hat sich auch auf Seminargäste eingestellt

Im Dachgeschoss gibt es einen weiteren großen Seminarraum, in dem 40 Personen Platz finden und vier Ferienzimmer. Frau Oppelt öffnet ihre Räumlichkeiten auch für Seminarteilnehmer und Feierlichkeiten aller Art. Frau Oppelt ist zudem Sprecherin der Gemeinschaft „Wohlfühlhöfe Franken“, welche mit dem Motto „natürlich gesund“ werben. Um qualitativ noch besser aufgestellt zu sein, durchläuft der Hof momentan das Zertifizierungsverfahren „Service Q Deutschland“.
www.ferienhof-oppelt.de

Der Ferienbauernhof Herrmann in Herrieden-Rauenzell ist ganz auf Familien mit kleinen Kindern eingestellt. Der Hof ist Mitglied bei „Family Farm“, ein Zusammenschluss von 26 fränkischen Kinderbauernhöfen. Hier kann man das Landleben kennen und spüren lernen! Bei den täglichen Bauernhofaktivitäten dürfen kleine und große Gäste dabei sein und mithelfen. Der „Bilderbuchbauernhof“ hat viele Tiere.

Drei Kühe und etliche Kälbchen, Schweine, Ziegen, Hasen und Hühner wollen täglich versorgt werden. Für strahlende Kinderaugen sorgen außerdem ein großer Spielplatz und ein Kinderfahrzeug-Park, sowie das Spielzimmer für Regentage. Die drei Ferienwohnungen sind komfortabel sowie barrierefrei eingerichtet und haben eine große Sonnenterasse, von der aus der gesamte Spielbereich eingesehen werden kann. Die Erwachsenen erholen sich in der Scheunensauna oder im gemütlich eingerichteten Aufenthaltsraum mit Wintergarten-Flair.
www.ferienbauernhof-herrmann.de

Der zweite Exkursionstag begann mit der Besichtigung des Nebenerwerbsbetriebes der Familie Gögelein. Durch das sprichwörtliche „Tor zum Urlaubsglück“ erreicht der Gast die Angebote des Ferienhofes Gögelein in Feuchtwangen-Aichau. Abseits vom Alltagstrubel können hier seit 2005 Gäste Urlaub verbringen. Das Angebot umfasst vier Ferienwohnungen, ein Ferienhaus, einen Frühstücksraum und ein Grill- und Backhaus. Der Ferienhof ist umgeben von einer gepflegten Außenanlage. Für die Kinder besteht ein großes Angebot an Spiel und Spaß, genügend Platz zum Spielen unter freiem Himmel und bei nicht so gutem Wetter kann eine Spielscheune genutzt werden.

Der Garten umfasst zwölf Felder, die symbolisch für jeden Monat des Jahres stehen. Einzelne Staketen des Garten umgebenden Zaunes sind mit Namen und Geburtsdaten von Familienmitgliedern und Freunden beschriftet. Dazu kommen weitere Symbole, die das jeweilige „Geburtstagskind“ charakterisieren: Isabells Stakete ziert eine umgekehrt aufgesteckte Kaffeekanne – Opa Karl trinkt gerne eine „Maß“ Bier. Ferienhaus und Ferienwohnungen sind individuell eingerichtet.

Farbharmonie und eine sehr hochwertige aufeinander abgestimmte Inneneinrichtung garantieren ein ländliches Wohlfühl-Ambiente. Keine Wohnung gleicht der anderen.
Betriebsleiterin Gögelein ist Sprecherin der Anbietergemeinschaft „Landsitze Franken“
www.landsitze-franken.de

Acht Betriebe haben sich zu dieser Gemeinschaft zusammengeschlossen. Sie werben mit eigenem Flyer und Internetauftritt. Der Charme der Betriebe zeigt sich in den Besonderheiten des jeweiligen Anwesens. Auch die Historische Schäferei und die Schmalzmühle in Röckingen – letztes Ziel der Exkursion – sind Mitglieder dieses Zusammenschlusses.
www.ferienhof-goegelein.de

Bauernhof-Gastronomie erfordert viel Geschick

Das Bauernhof-Cafe Gromeder ist ein seit Generationen in Familienhand geführter Betrieb, ebenfalls in Aichau gelegen. Das Haus ist ein beliebter Ort für Festlichkeiten und das regelmäßig stattfindende Sonntags-Cafe. „Selbst gemacht“ ist das Qualitätsmerkmal des Betriebes. Die gelernte Konditorin Karl führt gemeinsam mit ihrer Schwiegermutter das ehemalige Dorfgasthaus. Sie befindet sich gerade in einer zweiten Ausbildung. Die Prüfung zur „Meisterin in der Hauswirtschaft“ steht in diesem Sommer an. Ferner hat sie eine Qualifizierung zur „Gartenbäuerin“ durchlaufen. Frau Karl ist gerade dabei, ihren Garten in ein „Paradies“ für Rosen umzuwandeln. Die „Rosenblüten“ finden im Cafe vielseitige Verwendung. Frau Karl beeindruckte die Teilnehmer durch ihre klaren Vorstellungen darüber, wie eine „junge Familie und der Betrieb unter einen Hut zu bringen sind“.

„Erlebnis-Käse-Wohlfühlhof“

Letztes Ziel der Lehrfahrt war der Erlebnis-Käse-Wohlfühl-Hof der Familie König. Die Schmalzmühle ist ein imposanter denkmalgeschützter Vierseithof, mit vielen „betrieblichen Standbeinen“. Grundlage des Familienbetriebes ist die Landwirtschaft. Im Stall stehen 16 Milchkühe, dazu Jungvieh und Kälber. Die Milch wird auf dem Hof zu Käse verarbeitet und größtenteils im eigenen Hofladen vermarktet. Für Gruppen von 15 bis 70 Personen werden von Familie König Käse-Seminare mit Käseprobe durchgeführt. Ein Erlebnis das unvergessen bleibt: Die Teilnehmer stellen selbst Käse her, dazu gibt es hofeigene Käsespezialitäten, selbstgebackenes Brot, Butter, viele Informationen und Unterhaltung durch Friedrich König. Auch Kindergarten- und Schulkinder werden auf dem Hof begrüßt, die Schmalzmühle hat viele Themen im Rahmen von „Lernort Bauernhof“ anzubieten.

Im „Austragshaus“ sind 3 Ferienwohnungen und ein Appartement untergebracht. Frau König ist auch Kneipp-Trainerin. Der Hof ist ein vom Kneipp Bund e.V. anerkannter Gesundheitshof. Sauna, Ruheraum, Bibliothek, Kräutergarten mit Wassertret- anlage und Armbecken laden zum Entspannen und Wohlfühlen ein. Der Hof ist vom kleinen Flüsschen „Wörnitz“ umgeben; zwei Turbinen liefern Strom für Haus und Hof und auch für die Säge, wo aus Baumstämmen Bretter und Balken gesägt werden.
www.schmalzmuehle.de

Kleines Fazit vieler lehrreicher Eindrücke

Folgende Faktoren haben die Teilnehmer dieser Exkursion beeindruckt:

  • Die Betriebe bieten äußerst komfortable, mit sehr viel Liebe zum Detail ausgestattete Ferienwohnungen an.
  • Alle haben ein klares Betriebskonzept, die Angebote sind konsequent auf eine Zielgruppe ausgerichtet.
  • Die Betriebsleiter legen Wert auf ein hohes Qualitätsniveau ihres Angebotes und praktizieren ein striktes Qualitätsmanagement.
  • Die Betriebsleiter verfügen über eine hohe fachliche Qualifikation und über hauswirtschaftliche Grundkenntnisse und Fertigkeiten und bilden sich in ihrem jeweiligen „Spezialgebiet“ intensiv weiter.
  • Die besichtigten Betriebe haben sich in Netzwerken mit anderen Anbietern zusammengeschlossen, frei nach dem Motto: „Nur gemeinsam sind wir stark!“

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