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Düngemittel in Hessen wieder teurer

Am Düngermarkt stehen die Preise unter dem Einfluss der gestiegenen Getreide- und Energiepreise. Für KAS, Harnstoff und DAP müssen die hessischen Landwirte wieder mehr anlegen. Die Raps- und Weizenpreise verzeichnen in dieser Woche weitere Notizgewinne.

Mit den höheren Getreidepreisen bewegen sich auch die Düngemittelpreise sprunghaft nach oben. Grund ist eine rege Nachfrage nach Harnstoff am Weltmarkt. Zudem steigen mit den höheren Energiepreisen auch die Kosten in der Düngemittelproduktion, was auf die Produktpreise umgelegt wird.

Neue Preislisten für Düngemittel

In der Folge müssen Landwirte für N- und P-Dünger in Hessen wieder mehr Geld anlegen. So verteuerte sich KAS (27% N) seit Jahresbeginn um ca. 30 Euro auf 235 Euro/t. Harnstoff in granulierter Form (46% N) geht sogar mit 373 Euro/t in die Bücher und wird damit um 40 Euro höher bewertet. DAP folgte diesem Trend und erzielt mit 437 Euro/t ein Aufgeld von 30 Euro. Aktuell sind noch sämtliche Düngemittel in ausreichender Menge verfügbar, wenngleich die Lieferanten sich teilweise vom Markt zurückgezogen haben. Seitens der Hersteller gibt es keine Signale für Preiszugeständnisse auf die höheren Listenpreise. Im Sinne eines proaktiven Risikomanagements könnte es jetzt sinnvoll sein, sich mit Vorkontrakten vor weiteren Preissprüngen zu schützen.

Raps: bis zu 390 Euro/t für Vorkontrakte

Die Rapskurse konnten inzwischen wieder einigen Boden gut machen, nachdem an den Terminmärkten eine recht deutliche Korrektur erfolgte. Auf dem Mai-Termin rangiert die Ölsaat aktuell bei 440,50 Euro/t. Am hessischen Kassamarkt bedeutet dies Erlösmöglichkeiten von bis zu 420 Euro/t frei Lager für prompte Ware. Vorkontrakte für die neue Ernte erzielen allerdings ca. 30 Euro/t weniger.

Weizenkurse am Kassamarkt stabil

Die Weizenkurse notieren am Terminmarkt nach schwachen Vorgaben aus Chicago mit 223,50 Euro/t erneut schwächer. Davon lässt sich der hessische Kassamarkt aktuell jedoch kaum beeindrucken. Für B-Weizen lassen sich frei Landlager immer noch 200 Euro/t und mehr erlösen. Vorkontrakte für die neue Ernte werden dagegen mit ca. 175 bis 180 Euro/t bewertet. Ein guter Zeitpunkt für die Preissicherung.

Abbildung 1: Getreidepreise in der Marktregion Hessen in Euro/t
Abbildung 1: Getreidepreise in der Marktregion Hessen in Euro/t
Abbildung 2: Rapspreise in der Marktregion Hessen in Euro/t
Abbildung 2: Rapspreise in der Marktregion Hessen in Euro/t