Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation & Preise

Internationale Exportnachfrage stützt Getreidepreise

Die Getreidepreise werden aktuell von einer regen Exportnachfrage getragen. Die Rapssaat profitiert hingegen von den steigenden Palmölnotierungen in Malaysia.

 Nach positiven Vorgaben vom Terminmarkt haben sich die Getreidepreise am hiesigen Kassamarkt weiter nach oben bewegt. Auch Roggen wurde zuletzt um einige Euro höher bewertet. Allerdings herrscht am Teilmarkt für Roggen immer noch ein Angebotsüberhang. Daher können die Landwirte für Ihren Brotroggen in Hessen aktuell max. 150 Euro/t frei Landlager erlösen. Getragen werden die Preise von einer regen Exportnachfrage am Weltmarkt. Der regen Nachfrage stehen global betrachtet aber auch bedarfsdeckende Getreidevorräte gegenüber. Zwar besteht überregional ein gewisses Kaufinteresse an Futtergetreide. Nach wie vor werden die Einkaufsmengen angesichts der ASP jedoch vorsichtig disponiert. Braugerste leidet infolge der Pandemie unter einem geringen Bierabsatz, was in 2021 zu einer reduzierten Anbaufläche führen dürfte. Die Preise für Braugerste liegen etwa bei 160 bis 165 Euro/t. In vielen Fällen ist jedoch nur noch eine Vermarktung als Futtergerste möglich, die Preise von 153 bis 163 Euro/t erzielt. An den letzten Handelstagen schaffte der EU-Weizen an der Börse wieder den Sprung auf 210 Euro/t. Das rege Exportgeschäft mit Qualitätsweizen hebt das Kursniveau. Wir rechnen daher weiterhin mit einer festen Preistendenz.

Rapspreise profitieren von Palmöl

Die Preisvorgaben am Rapsmarkt kommen aktuell zum großen Teil vom Palmölkomplex. In Malaysia besteht Sorge, dass es zu weiteren Ernteeinbußen kommen könnte. Folglich haben die Palmölnotierungen zuletzt deutlich zugelegt. Dies beflügelt auch die Rapskurse. Zwar sind die Ölmühlen bis zum Jahresende gut mit Rohstoff versorgt. Doch bleibt die Versorgungsbilanz in der EU knapp, womit die Risikoprämien in den Kursen steigen. Nach Einschätzungen von Marktbeteiligten ist ca. 80% der Raps-Ernte 2020 gehandelt. Heute am 18.11 notierten die Rapskurse in der Spitze bei 414 Euro/t. Übersetzt auf den hessischen Kassamarkt bedeutet dies Erlösmöglichkeiten von bis zu 380 Euro/t frei Landlager. International wurden die Preise für Pflanzenöle angehoben. Bis zum Jahreswechsel könnten weitere Aufgelder folgen.

Rapssaat, Einkaufspreise des Handels und der Genossenschaften inEuro/t
Rapssaat, Einkaufspreise des Handels und der Genossenschaften in Euro/t; Quelle: Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, Stand 19.11.2020

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