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Markt für Schlachttiere zweigeteilt

Das verfügbare Angebot an Milchkühen, die zur Schlachtung anstehen ist hoch. Seit Mai 2015 (Abschaffung der Milchquote) ist der Bestand jedoch rückläufig. Mit dem großen Angebot sinken die Kurse für Schlachtkühe. Jungbullen lassen sich angesichts der bevorstehenden Feiertage gut und zu stabilen bis festen Kursen vermarkten.

Fleischverzehr in Deutschland sinkt

Der Fleischverbrauch ist im vergangen Jahr nochmals gesunken. Die Bundesbürger aßen 2017 im Durchschnitt ca. 59,7 kg Fleisch. Vor 10 Jahren waren es immerhin noch 62,4 kg. Das beliebteste Fleisch in Deutschland ist immer noch vom Schwein, gefolgt von Geflügelfleisch. Rindfleisch gehört zu den hochpreisigen Fleischarten und folgte daher erst an dritter Stelle im Ranking beim Fleischverzehr. Eine untergeordnete Rolle spielen Schafe, Ziegen, Wild und Kaninchen.

Dem rückläufigen Verbrauch stand in den vergangenen Jahren eine wachsende Fleischproduktion in unserem Land gegenüber.

Nutzkälber

Die Preise für Nutzkälber blieben auf dem Niveau der Vorwoche. Gefragt bleiben qualitativ hochwertige Kälber, die einen guten Masterfolg versprechen. Für Kälber mit minderen Qualitäten müssen deutliche Preisabschläge akzeptiert werden. Die diesjährigen Kurse liegen deutlich unter denen des Vorjahres.

Diagramm Nutzkälberpreise HF-Typ Bullenkälber, Stand: 06.12.2018, Quelle: APH

Tendenzen

Schlachtrindermarkt: Erwartet werden bei Jungbullen weiterhin stabile Kurse. Diese dürften sich bis Weihnachten halten.

Kälber: Gute Kälberqualitäten sollten – nach Ansicht der meisten Marktbeteiligten – das bisher erreichte, wenn auch niedrige, Niveau halten.