Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation & Preise

Steigende Kosten für Futtermittel

Während die Preise am Schweine- und Rindermarkt stark gefallen sind in den letzten Monaten, sehen sich viele Betriebe mit steigenden Kosten für Futtermittel konfrontiert. 

Viele Betriebe sehen sich aktuell mit deutlichen Preissteigerungen bei den Futtermitteln konfrontiert. In einem Umfeld steigender Preise für Futtergetreide und Ölschrote hat sich die Rohstoffbasis für die Futtermischer stark verteuert. Infolgedessen war es nur eine Frage der Zeit, bis diese Kostensteigerungen in den Preisen für Mischfuttermittel Ausdruck finden. So kostete Mittelmastfutter für Schweine gemäß Preiserhebung des LLH im November 279 Euro/t und damit 6 Euro/t mehr als noch im Oktober. Während die Preise für Ferkelaufzuchtfutter nur moderat stiegen, kostete Alleinfutter für säugende Sauen bereits 306 Euro/t. Dies entspricht immerhin einem Plus von 3 Euro/t. Auch die Milchviehbetriebe müssen für Futtermittel mehr zahlen als im Oktober. So ging Milchleistungsfutter 20/4 mit 271 Euro/t und 18/3 mit 249 Euro/t in die Bücher. Gegenüber dem Vormonat mussten damit 5 Euro/t mehr angelegt werden. Rindermastfutter kostete hingegen lediglich 269 Euro/t, also gerade einmal 2 Euro/t mehr als bei der letzten Preiserhebung. Auch Futtermittel für Geflügel standen unter dem Einfluss der steigenden Kosten für Futtergetreide und Eiweißkomponenten. Alleinfuttermittel für Legehennen wurde im November mit 312 Euro/t bewertet. Damit verlangte der Landhandel 3 Euro/t mehr als im Oktober.

Ölschrote deutlich teurer als im Vorjahr

Die Trockenheit in Südamerika und rege Sojanachfrage aus China führte in den vergangenen Wochen zu einem starken Kursanstieg an den Terminmärkten. In der Folge zogen auch die Kassapreise kräftig an. Im Durchschnitt müssen die Landwirte in Hessen aktuell für 44er-Soja 403 Euro/t zahlen. Dies entspricht einer Preissteigerung von 70 Euro/t gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch Rapsschrot ist inzwischen knapp und teuer. Gemäß Preiserhebung im November wird Rapsschrot in Hessen derzeit mit 300 Euro/t bewertet und ist damit 60 Euro/t teurer als im Vorjahr. Mit einer Belebung der Nachfrage rechnen Marktbeobachter mit Beginn der Weihnachtsfeiertage. Danach dürften die Termine im neuen Jahr mehr Kaufinteresse wecken.

Sojakurse, Chicago Board of Trade, in Cents je short-ton; Quelle: saatbau.com, Stand 03.12.2020
Sojakurse, Chicago Board of Trade, in Cents je short-ton; Quelle: saatbau.com, Stand 03.12.2020

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