Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Futtermittel verteuern sich wieder

Mit den fallenden Getreidepreisen sind auch die Rohstoffkosten der Futtermischer gesunken. Gegenwärtig zeichnet sich jedoch wieder eine Trendumkehr ab.

Mit den größeren Ernten in den USA, Europa und der Schwarzmeerregion lagert in 2019/20 wieder deutlich mehr Weizen in den Silos dieser Welt. Auch am Teilmarkt für Gerste hat sich das Verhältnis von Lagerbestand zu Verbrauch gegenüber 2018 signifikant verbessert. Da Preise am Markt die Funktion eines Knappheitsindikators erfüllen, mussten die Gebote für Futtergetreide bereits erheblich zurückgenommen werden. Damit sanken in dieser Saison auch die Rohstoffkosten der Futtermischer.

Reduziertes Preisniveau in 2019

Futterweizen wird in Hessen frei Erfasser derzeit mit 147 Euro/t bewertet und kostet damit genau 30 Euro weniger als im Vorjahr. Noch substanzieller war der Preisverfall jedoch bei der Futtergerste. Während die Gerste im Vorjahresmonat 2018 noch mit 178 Euro/t in die Bücher ging, werden derzeit gerade einmal 137 Euro/t gezahlt. Ein kräftiges Minus von ca. 40 Euro/t. Im Einklang mit den sinkenden Rohstoffkosten sind damit auch die Mischfuttermittel erheblich billiger geworden. Im Schnitt zahlen die hessischen Schweinehalter aktuell für Ferkelaufzuchtfutter (13-14 MJ) 320 Euro/t frei Hof. Das sind rund 35 Euro/t weniger als im Vorjahr (355 Euro/t). Alleinfutter II für Mastschweine (> 50 kg) kostet mit 269 Euro/t immerhin noch 12 Euro weniger. Gleiches gilt übrigens auch für Milchleistungsfutter 18/3, das sich mit 245 Euro/t gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 12 Euro verbilligt hat.

Rohstoffbasis verteuert sich wieder

Bei der letzten Preisfeststellung am 13. Oktober waren jedoch erstmals in diesem Jahr wieder höhere Forderungen zu beobachten. Dies ist zum einem dem Umstand geschuldet, dass Weizen und Gerste durch das rege Exportgeschäft wieder teurer werden. Zum anderen treiben kleinere Soja- und Maisernten auf der Nordhalbkugel die Kurse nach oben und verteuern damit die Rohstoffbasis. Der Preisrückgang dürfte damit vorerst beendet sein. Falls noch nicht geschehen, sollten Landwirte Teilmengen über Vorkontrakte absichern.

Futtermittelpreise Hessen; Quelle: LLH, Stand 24.10.2019

Futtermittelpreise Hessen; Quelle: LLH, Stand 24.10.2019


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