Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Getreide: Getreidemarkt in Winterruhe

Am Getreidemarkt kommen nur selten Neuabschlüsse zustande. Die Erzeuger haben sich bei den jetzigen Preisen vom Markt zurückgezogen. Mühlen und Futtermischer dürften aber bald wieder Anschlussbedarf haben und Prämien auf die jetzigen Kurse ausloben.

Der Getreidemarkt verharrt derzeit in Winterruhe. Neuabschlüsse kommen nur selten zustande, es werden vorrangig bestehende Kontrakte bedient. Dabei sind die Bedingungen für einen überregionalen Handel wieder besser als in den Vormonaten. Die Niedrigwasser-Problematik ist überwunden, womit die Frachtkosten sinken. Der Russland-Export verliert an Dynamik, gleichzeitig drängt aber über den Rhein französisches Getreide auf den Markt.

Die Vorräte schrumpfen

Infolge der schwachen Weizenernte im Dürrejahr 2018 ist die Versorgungsituation angespannter als in den Vorjahren. In Deutschland dürfte der Weizenvorrat nach den neusten Hochrechnungen in 2018/19 um ca. 50% auf nur 750.000 t fallen. Auch am Weltmarkt werden erstmals seit fünf Jahren wieder Lagerbestände abgebaut. Jedoch dürften bis zum Saisonende immer noch 268 Mio. t in den Silos dieser Welt lagern. Der zweithöchste Lagerbestand seit den Aufzeichnungen. In Hessen setzt sich das ruhige Bedarfsgeschäft indessen fort. Eine geringe Abgabebereitschaft der Erzeuger trifft auf eine gedämpfte Nachfrage der Mühlen und Futtermischer. Diese hatten in den Monaten zuvor etwaige Bedarfslücken mit Importware kompensiert. Dies ist nun aber nicht mehr so einfach möglich, da die Verladungen von Schwarzmeerweizen zurückpendeln.

Aufwärtsbewegung der Preise möglich

Die Verarbeiter werden in den nächsten Wochen wieder Anschlusskäufe tätigen müssen, da die Vorräte schrumpfen. Bereits jetzt erreichen uns Meldungen, dass die Mischfutterindustrie vermehrt Kaufinteresse signalisiert. Aufgrund des nachlassenden Mengendrucks aus Russland dürfte bei den nächsten Ausschreibungen zudem häufiger EU-Weizen zum Zuge kommen. In Anbetracht dieser Gemengelage rechnen wir für das erste und zweite Quartal 2019 mit etwas festeren Preisen. Nutzen Sie attraktive Offerten, um Restpartien und einen Teil der neuen Ernte 2019 zu vermarkten.

Weizenpreise Hessen


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