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Preisbewegungen nach USDA-Report

In seiner September-Prognose geht das USDA von einer höheren Mais- und Sojaernte in den USA aus. Die russische Weizenernte könnte in dieser Saison 81 Mio. t erreichen.

US-Maisernte höher als erwartet

Mit dem aktuellen WASDE-Report hat das USDA die Marktteilnehmer wieder einmal überrascht. Wider Erwarten wurden die Maiserträge in den USA auf 4,08 t/acre angehoben, was in der Summe eine Mehrproduktion von ca. 0,8 Mio. t bedeutet. Infolgedessen fiel die US-Ernteprognose mit 360,3 Mio. t etwas höher aus als im Vormonat (359,5 Mio. t). Analysten waren dem-gegenüber noch von einer Abwärtskor-rektur auf ca. 355 Mio. t ausgegangen. Gleichzeitig wurde die Vorausschätzung für den Verbrauch von 316,25 Mio. t auf 314,98 Mio. t nach unten korrigiert, was in der US-Versorgungsbilanz einen um 1,56 Mio. t höheren Lagerbestand zur Folge hat (59,3 Mio. t.).

In Chicago gab der Mais-Kurs aufgrund dieser Meldung zunächst kräftig nach, erholte sich dann aber wieder. Dafür gibt es fundamentale Gründe: Die Versorgung ist am Maismarkt in dieser Saison deut-lich angespannter als im Vorjahr. Wäh-rend in 2016/17 weltweit noch 227 Mio. t Mais in den Silos lagerten, geht das USDA für 2017/18 nur noch von 202,47 Mio. t aus.

Soja-Rekordernte in den USA

Deutlich komfortabler wird die Versor-gungssituation am Sojamarkt ausfallen. In seiner August-Prognose rechnete das USDA noch mit einer US-Sojaernte in Höhe von ca. 119 Mio. t, womit die Erwartungen der Analysten bereits deutlich übertroffen wurden. Für Sep-tember ließ die Konsensschätzung der Analystenhäuser mit ca. 117 Mio. t daher eine Abwärtskorrektur vermu-ten. Entgegen dieser Erwartungen fiel die September-Prognose des USDA mit nunmehr 120,6 Mio. t aber nochmals höher aus. Im direkten Vergleich wür-den damit in den USA 3 Mio. t mehr von den Feldern geholt als bei der Rekordernte in 2016. Zusammen mit den üppigen Ernten in Argentinien und Brasilien ergibt sich daraus eine Welt-Sojaproduktion von 348,4 Mio. t. Die globalen Vorräte werden nach jetzigem Kenntnisstand weiter um 1,5 Mio. t auf 97,53 Mio. t steigen.

81 Mio. t Weizen in Russland

Auch am Weizenmarkt deuten die Schätzungen darauf hin, dass sich die Vorräte weiterhin auf Rekordniveau bewegen. Allerdings haben die Beam-ten aus Washington eine Korrektur vorgenommen, die sowohl in Chicago als auch in Paris für ein kurzes Kursfeu-erwerk sorgte. Die Zahlen für die US-Weizenbilanz blieben unverändert. Doch der globale Endbestand wurde aufgrund eines geringeren Anfangsbe-stands um 1,55 Mio. t auf 263,14 Mio. t leicht nach unten korrigiert. Das sind zwar immer noch 8 Mio. t mehr als im vorherigen WJ. Die Anleger nehmen im Moment aber jede Meldung zur Ver-sorgungssituation dankend auf. Es sollte dabei jedoch nicht aus dem Blick geraten, dass die russische Weizenern-te inzwischen auf unglaubliche 81 Mio. t (!) geschätzt wird. Im Vormonat ging das USDA noch von 78 Mio. t aus. Demgegenüber werden Australien und die EU wohl etwas geringere Ernten einfahren als zunächst angenommen. Australien dürfte mit 22,5 Mio. t etwa ein Drittel weniger Weizen von den Feldern holen (Vj. 33,5 Mio. t). Auf-grund der russischen Rekordernte steigt die Weltproduktion dennoch um ca. 1,6 Mio. t auf nunmehr 744,85 Mio t.

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