Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Marktinformation

Milchmarkt: Rohstoffwert der Milch steigend

Die Verwertungsmöglichkeiten der Rohmilch haben sich im laufenden Vorweihnachtsgeschäft deutlich verbessert. Unterdessen bleiben die Erzeugerpreise unverändert.

Die Milchanlieferung in Deutschland dürfte ihren saisonalen Tiefpunkt bereits erreicht haben. Nach den Berechnungen der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) erfassten die Molkereien in der 45. KW zuletzt etwa 571.000 t Rohmilch. Bundesweit liegen die Liefermengen damit knapp 0,4 % über Vorjahreslinie, jedoch immer noch deutlich unter dem Niveau von 2017. Gleichzeitig ist der Rohstoffbedarf im Vorweihnachtsgeschäft groß und kann aktuell kaum durch das Mengenangebot gedeckt werden. Infolgedessen wurden die Preisforderungen für zahlreiche Milchprodukte angehoben.

Bessere Verwertungsmöglichkeiten

Wie die Süddeutsche Butter- und Käsebörse e.V. berichtet, schlagen die positiven Entwicklungen auf der Eiweißseite besonders beim Magermilchpulver durch. Ware in Lebensmittelqualität konnte demnach in dieser Woche bereits Preise von bis zu 2.580 EUR/t erzielen. Dies steht im Einklang mit den Entwicklungen am Weltmarkt. So stiegen die Preise für Magermilchpulver an der Global-Dairy-Trade bei der letzten Auktion um 3,3 % auf 3.017 $/t. Auch die Preise für Schnittkäse sind inzwischen deutlich gestiegen. Offenbar haben die Hersteller von Magermilchpulver und Schnittkäse bei guten Abverkäufen und niedrigen Lagerbeständen hohen Rohstoffbedarf, was wiederum zu kräftigen Preisaufschlägen führt. Im Ergebnis zeigt sich die bessere Milchverwertung in einem gestiegenen Kieler Rohstoffwert, der mit 31,4 Cent/kg etwa 9 % über dem korrespondierenden Vorjahresniveau (28,6 Cent) liegt.

Erzeugerpreise in Seitwärtsrange

Unterdessen verharren die Erzeugerpreise weiterhin in einer Seitwärtsbewegung. Hochwald fixierte seinen Grundpreis bereits seit März auf einem Niveau von 33,24 Cent, während DMK seither mit 31,74 Cent genau 1,5 Cent Abstand hält. Schwälbchen bewegt sich mit 32,37 Cent hingegen im Mittelfeld, wohingegen Friesland Campina (34,85 Cent) – wie gewohnt – die Preisstatistik auf Platz 1 anführt.

Entwicklung der Milchpreise vierer Unternehmen im Zeitraum Jan 2016 bis Sep 2019

Entwicklung der Milchpreise über die letzten Jahre


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