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Schweinemarkt: Hauspreise deckeln Notierungsanstieg

Aufgrund der engen Versorgungslage am Lebendmarkt konnte sich die deutsche Leitnotierung nach Monaten der Stagnation endlich aus dem Seitwärtskanal herausbewegen. Allerdings deckelten die Hauspreise einiger großer deutscher Unternehmen den Notierungsanstieg auf moderate 4 Cent. Damit bewegt sich der Vereinigungspreis in Deutschland derweil auf ein Niveau von 1,40 Euro/kg. Der Push-Effekt blieb indessen nicht aus: zahlreiche andere EU-Mitgliedsstaaten legten ebenfalls nach. Eine Ausnahme bilden die Niederlande, wo die Leitnotierung entgegen dem Trend unverändert blieb. Bei der heutigen Auktion an der Internet-Schweinebörse (ISB) wurde ein mittlerer Preis von 1,44 Euro/kg registriert. Damit reduziert sich der Spread zwischen VEZG und ISB auf nunmehr 4 Cent/kg.
Die VEZG-Leitnotierung der Ferkel konnte bereits in KW 06 um 0,5 EUR gegenüber der Vorwoche zulegen. Wie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISW) berichtet, ist die Einstallbereitschaft der Mäster durchaus rege, was zu einer erhöhten Handelsaktivität führt. Positive Vorgaben kommen indessen aus Dänemark und den Niederlanden. Auch in Hessen ist das Marktumfeld freundlicher.

Prognose

Die erneute Hauspreispolitik einiger großer deutscher Unternehmen verunsichert die Marktteilnehmer. Dabei hat sich an den fundamentalen Marktdaten nichts geändert: die Abgabebereitschaft der Erzeuger ist verhalten, am Markt bleibt das Lebendangebot limitiert. Vor diesem Hintergrund dürfte das Preisniveau in der kommenden Woche unverändert bleiben. Am Ferkelmarkt ist hingegen eine Fortsetzung des Notierungsanstiegs zu erwarten.