Pflanzenschutz: Einsatz von Randdüsen

Beratungsteam Pflanzenbau

Asymmetrische Injektorflachstrahldüsen (AIUB Teejet, AirMix OC, IS, IDKS etc.) eignen sich als Enddüse zum Schutz von Nachbarkulturen, Feldrändern, Gewässern und Saumbiotopen. Sie erzielen eine deutlich bessere Querverteilung im Randbereich. Bei einer normalen 110-120 Grad symmetrischen Flachstrahldüse als Enddüse kommen auf einem 50 cm breiten Streifen am äußeren Rand wegen fehlender Überlappung nur 50 % der Spritzbrühe zur Wirkung. Dies hat zur Folge, dass eine Selektion schwer bekämpfbarer Unkräuter und Ungräser am Rand des Schlages stattfindet und diese später in die Flächen einwandern. Besonders Trespenarten aber auch Unkräuter wie Storchschnabel, Rauke etc. sind hier auffällig. Bei einem Insektizideinsatz reduzieren die Randdüsen das Risiko der Abdrift auf die Feldränder und schonen dort lebende Insekten. Der Einsatz einer Randdüse macht somit aus vielerlei Hinsicht Sinn: Sie bietet eine technische Möglichkeit der Entwicklung von Herbizidresistenzen entgegenzuwirken. Nur bei der äußeren Fahrgassenspur wird diese Schrägstrahldüse an der Außenseite eingeschaltet, auf der restlichen Fläche wird sie dann gegen eine „normale“ Flachstrahldüse, identisch mit den Düsen im restlichen Spritzgestänge, ausgetauscht bzw. umgeschaltet. Achten Sie bei der Auswahl der Randdüse darauf, dass die Abdriftminderungsklasse der restlichen Düsen erhalten bleibt.

Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen
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