Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Biodiversität

Unter Biodiversität (= Biologische Vielfalt) versteht man

  • die Vielfalt der Lebensräume und ihrer Funktionen z.B. Acker, Grünland, Landschaftsstrukturen, Boden und Gewässer,
  • die Vielfalt der Arten, d.h. das Spektrum aller dort vorhandenen Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen,
  • die genetische Vielfalt innerhalb der Arten, entstanden durch Standortanpassung (Genotypen, Populationen) oder Zucht (Sorten und Rassen).

Landwirtschaft und Biologische Vielfalt – (k)ein Widerspruch

Vielgestaltige Nutzung und Landschaftsstrukturen - eine gute Basis für die biologische VielfaltDurch die Kultivierung natürlicher Ökosysteme sind Agrarlandschaften als Produktionsräume und zugleich Lebensräume mit einer spezifischen Artenausstattung entstanden. Traditionelle Bewirtschaftungsformen wurden und werden kontinuierlich weiterentwickelt und somit verändern sich die Lebensgemeinschaften auf Äckern, Wiesen, Weiden und in Strukturelementen stetig.

In weiten Teilen der Kulturlandschaft führt eine zunehmende Intensivierung der Bewirtschaftung zu Arbeitserleichterungen, höheren sowie stabileren Erträgen und auch günstigen Verbraucherpreisen. Gleichzeitig können sich die Lebensräume (z.B. Äcker, Weiden, Strukturelemente) qualitativ verschlechtern, was häufig zu einer Abnahme der Vielfalt wildlebender Arten (z.B. Wildkräuter, Insekten, Vögel und bodenbewohnende Lebewesen) führt. Im Rahmen wirtschaftlich erforderlicher Spezialisierungen konzentriert man sich auf nur noch wenige Kulturpflanzensorten und Nutztierrassen.

Eine produktive Landwirtschaft ist jedoch in vielen Bereichen durchaus mit einem Erhalt der biologischen Vielfalt vereinbar. Unsere LLH-Berater informieren sie über Hintergründe und vielfältige praktische Ansätze. Hier finden sie das Angebot der Biodiversitätsberatung.

Aktuelle Themen

 

Rebhuhnschutz in Waldeck-Frankenberg erobert zunehmend Fläche

Beteiligung für weitere Flächen in der Feldflur gesucht
>> Weiter
 

Biodiversität im Grünland fördern und erhalten

Dauergrünland macht in Hessen etwa 37 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche aus. Neben Wald ist Grünland damit eine der wichtigsten Flächennutzungen in den Mittelgebirgslagen. Zum Dauergrünland zählen Wiesen und Mähweiden, Weiden, Hutungen und Streuwiesen sowie aus der Erzeugung genommenes Dauergrünland mit Beihilfe-/Prämienanspruch. Wiesen und Weiden sind dabei die häufigsten Nutzungsformen.
>> Weiter
 

Rebhuhn-Projekt in Lohne zeigt erste Erfolge

Spaziert oder radelt man im Fritzlarer Ortsteil Lohne durch die Feldflur, fallen die vielen Blühstreifen zwischen den üblichen Ackerkulturen auf. Auch die Wegränder sind auffallend anders: bunter und bisher noch kaum gemulcht oder gemäht. Was ist los in Lohne?
>> Weiter
 

Blühflächen: Jetzt online im Agrarportal an Umfrage teilnehmen

Wer bereits Blühflächen angelegt hat, dem ist es wahrscheinlich schon aufgefallen: Sie alle haben ihren eigenen Charakter. In einem Jahr entwickeln sie sich beispielsweise zügig und dafür aber nur mit wenigen Arten.
>> Weiter
 

AG Blühflächen: Erkenntnisse aus zwei Jahren Praxis-Umfrage

Aus den rückläufigen Blühflächen-Fragebögen der Jahre 2019 und 2020 konnten erste Erkenntnisse gewonnen werden, die wir innerhalb der AG Blühflächen bereits diskutiert haben und die wir hier vorstellen wollen.
>> Weiter
 

Wer hat Rebhühner gesehen?

Rebhuhn-Sichtungen aus dem Schwalm-Eder-Kreis bitte melden.
>> Weiter
 

Feldrandhygiene und Biotopverbund - so kann beides gelingen

Sobald man sich mit dem Erscheinungsbild und der Pflege von Säumen und Feldrainen befasst, können eine Vielzahl von Konflikten, teils sehr emotional, zum Vorschein kommen.
>> Weiter
 

Grasstreifen vorübergehend stehen lassen

Beim Silage- oder Heuschnitt gibt es einfache, aber sehr effektive Möglichkeiten, den Artenreichtum in der Grünlandfläche zu unterstützen und zu fördern.
>> Weiter
 

Besonders sensible Zeit der Rebhühner hat begonnen

In diesen Tagen wurde der erste Grasschnitt von den Landwirten zur Silage-Erzeugung gewonnen; auch kann man wieder regelmäßig das Geräusch von Rasenmähern hören. Beides ist ein untrügliches Zeichen, dass wir uns im Wonnemonat Mai befinden: überall wächst und blüht und zwitschert es!
>> Weiter
 

Insektenfreundlich mähen - geht das?

Scheiben- und Trommelmähwerke sind mittlerweile fester Bestandteil einer modernen Grünlandbewirtschaftung. Sie sind schlagkräftig und wartungsarm und haben so in den vergangenen Jahrzehnten die früher übliche Messerbalkentechnik nahezu vollständig aus den Maschinenparks verdrängt.
>> Weiter
 

Streuobstwiesen: "Zukunft nur mit Nutzung und Pflege"

Mit bis zu 5.000 Arten sind sie wahre Biodiversitäts-Hotspots; im Frühjahr prägt ein Blütenmeer unser Landschaftsbild und ein Teil der Ernte fließt in die Herstellung des beliebten Hessischen Apfelweins – klar, die Rede ist von Streuobstwiesen.
>> Weiter
 

Wo Blüh-Paten Insekten helfen

In Seligenstadt schafft ein Landwirt gemeinsam mit Bürgern weite Blühflächen für Insekten. So fördert er nicht nur den Insektenschutz, sondern auch den Dialog miteinander.
>> Weiter

 


Drucke diese Seite Drucke diese Seite