Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Agrarpolitik & Förderung

HALM

Bunte FeldflurDas Land Hessen fördert über die Hessischen Agrarumwelt- und Landschaftspflege-Maßnahmen (HALM) besonders nachhaltige Landbewirtschaftung. Die über HALM angebotenen Fördermaßnahmen sollen einen Beitrag zur Wahrung und Förderung der Biologischen Vielfalt (Biodiversität), des Schutzes von Klima, Wasser und Boden sowie der Erhaltung der Kulturlandschaft leisten. Die Förderung über HALM dient als Ausgleichszahlung für die durch die Maßnahmen zusätzliche entstandene Kosten sowie gegebenenfalls reduzierten Erträge.

Als rechtliche Grundlage der Förderung gelten die HALM-Richtlinien (Stand 28.11.17), welche auf der Website des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) heruntergeladen werden können.
Landwirtinnen und Landwirte, die sich für eine HALM-Förderung entscheiden, gehen damit grundsätzlich eine fünfjährige Verpflichtung zur Einhaltung der Förderbedingungen ein.

Bei Fragen zu den HALM-Maßnahmen stehen die LLH-Beratungskräfte der Teams Pflanzenbau, Ökologischer Landbau und Ökonomie gerne zur Verfügung.

Antragsverfahren

HALM-LogoFür eine HALM-Förderungen müssen sowohl ein Zuwendungs- als auch ein Auszahlungsantrag gestellt werden.
Der Zuwendungsantrag muss bis zum 1. Oktober im Jahr vor dem Verpflichtungsjahr gestellt werden und der zuständigen Bewilligungsstelle vorliegen (Beispiel: Bei einer Verpflichtung für die HALM-Maßnahme „Vielfältige Kulturen im Ackerbau“ ab dem Jahr 2020, muss der Zuwendungsantrag bis 01. Oktober 2019 eingegangen sein).
Der Auszahlungsantrag wird zusammen mit dem Gemeinsamen Antrag bis zum 15. Mai des Verpflichtungsjahres über das Portal „Hessische Elektronische Antragstellung“ (HELENA) gestellt.

Eine Aufstellung über die jeweils zuständigen Bewilligungsstellen kann einer Aufstellung von der Website des HMUKLV entnommen werden.

Die benötigten Antragsunterlagen liegen bei den jeweiligen Bewilligungsstellen aus oder können auf der Seite der WIBank werden.

Bei unterschiedlichen HALM-Maßnahmen wie der Anlage von Gewässer- oder Erosionsschutzstreifen oder dem Erhalt von Streuobstbeständen, ist es wichtig, dass die geförderten Flächen in entsprechenden HALM-Layern liegen. Ob sich eine Fläche in solch einem Layer befindet, lässt sich über den HALM-Viewer ermitteln.

Kurzüberblick über die angebotenen HALM-Maßnahmen

Förderung der Zusammenarbeit (HALM A)HALM-Logo

Hierbei erhalten Landwirtinnen und Landwirte Förderungen, wenn sie mit weiteren Akteuren des ländlichen Raums (wie Landschaftspflegeverbänden, Naturschutzverbänden, Anbauverbänden etc.) ein Konzept zur verbesserten Umsetzung der Agrarumweltmaßnahmen erarbeiten und in der Folge umsetzen.

  • Erarbeitung von Konzepten (HALM A.1)
  • Umsetzung und Begleitung von Konzepten (HALM A.2)

Förderung des Ökologischen Landbaus (HALM B)

Im Ökologischen Landbau verzichten Landwirtinnen und Landwirte gezielt auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- sowie Düngemittel und erfüllen erhöhte Haltungsanforderungen in der Tierhaltung. Die Rechtsgrundlage hierfür die die sogenannte EU-Ökoverordnung Nr. 834/2007. Bei gezielten Fragen zum Ökologischen Landbau, hilft das zuständige Beratungsteam des LLH gerne weiter.

Förderung besonders nachhaltiger Verfahren im Ackerbau (HALM C)

Gefördert werden Maßnahmen, die einen positiven Effekt auf die Bodenfruchtbarkeit und die Gewässerqualität haben, vor Erosion schützen und einen Beitrag zur Erhaltung und Verbesserung der Biodiversität in der Feldflur leisten. Die Maßnahmen im Einzelnen sind:

  • Vielfältiger Kulturen im Ackerbau (HALM C.1)
  • Beibehaltung von Zwischenfrüchten über den Winter (HALM C.2)
  • Ein- und mehrjährige Blühstreifen (HALM C.3.1 und C.3.2)
  • Gewässer- und Erosionsschutzstreifen (HALM C.3.3)
  • Ackerrandstreifen (HALM C.3.4)
  • Ackerwildkrautflächen (HALM C.3.5)

Förderung besonders nachhaltiger Verfahren im Dauergrünland (HALM D)

Der Erhalt von besonders schützenwertem Dauergrünland durch extensive Bewirtschaftung sowie der Schutz von Bodenbrütern ist Inhalt der HALM-Maßnahmen D.

  • Grünlandextensivierung (HALM D.1)
  • Bodenbrüterschutz (HALM D.2)
  • Kennartennachweis (HALM D.3)

Förderung besonders nachhaltiger Verfahren bei Dauerkulturen (HALM E)

Der Erhalt von Streuobstbeständen wird gezielt gefördert, da sie wertvolle Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt bieten. In den hessischen Weinbauregionen lässt sich der Anbau von Wein in Steillagen sowie der Einsatz von Pheromonen zum Pflanzenschutz fördern. Ansprechpartner hierfür ist das
Regierungspräsidium Darmstadt.

  • Pheromoneinsatz im Weinbau (HALM E.1)
  • Erhaltung von Streuobstbeständen (HALM E.2)
  • Erhaltung des Weinbaus in Steillagen (HALM E.3)

Erhaltung der Vielfalt genetischer Ressourcen in der Landwirtschaft (HALM G)

Förderfähig ist die Zucht und Haltung seltener und gefährdeter Nutztierrassen im Rahmen von Erhaltungszuchtprogrammen. Ansprechpartner für diese Maßnahme ist das
Regierungspräsidium Gießen.

  • Tiergenetische Ressourcen (HALM G.2)

Förderung des Arten- und Biotopenschutzes in Agrarökosystemen (HALM H)

In Kombination mit den HALM-Maßnahmen B.1 (ökologischer Landbau) sowie D.1 (Grünlandextensivierung) und D.2 (Bodenbrüterschutz) können zusätzlich naturschutzfachliche Sonderleistungen auf Grünlandflächen sowie Maßnahmen zum Arten- und Biotopschutz erbracht werden, die sich über HALM fördern lassen.

  • Naturschutzfachliche Sonderleistungen auf Grünland (HALM H.1)
  • Arten- und Biotopenschutz im Offenland (HALM H.2)

Weiterführende Informationen zu den Förderungsvoraussetzungen der einzelnen Maßnahmen sind auf der Website des HMUKLV zu finden sowie in einer Broschüre übersichtlich zusammengefasst.

Hinweis: Verbot der Doppelförderung
Werden bereits für eine Maßnahme oder eine Fläche Fördergelder bezogen, können diese nicht mehr zusätzlich über HALM gefördert werden. Dies gilt beispielsweise für Ökologische Vorrangflächen, für die bereits eine zusätzliche Greeningprämie gezahlt wird.
Ebenso kann eine Fläche, auf der bereits mit den HALM-Maßnahmen vergleichbare Auflagen vorgeschrieben sind, nicht gefördert werden.

Aktuelle Themen

 

HALM C.1. „Vielfältige Kulturen im Ackerbau“ wurde sehr gut angenommen

Bei einer Pressekonferenz am 21. November 2019 gab Landwirtschaftsministerin Priska Hinz bekannt, dass die Erwartungen zum Umfang der Antragstellung der HALM-Maßnahme C.1 „Vielfältige Kulturen im Ackerbau“ weit übertroffen wurden.
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HALM C.1 „Vielfältige Kulturen im Ackerbau“ – Antragstellung eröffnet

Am 19. Juli wurde vom HMUKLV eine aktualisierte Version des HALM C.1-Infoblattes herausgegeben. Das neue Infoblatt sowie das daran angepasste C.1-Planungstool sind am Ende dieses Beitrags als Download erhältlich.
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HALM-Blühfläche oder Honigbrache – wo sind die Unterschiede?

Neben ihrer guten Außenwirkung und den positiven ökologischen Effekten können Blühflächen über das hessische Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflege-Maßnahmen (HALM) gefördert oder bei Direktzahlungen im Rahmen des Greening für Honigpflanzen genutzte brachliegende Flächen als Ökologische Vorrangfläche (ÖVF) (sog. Honigbrachen) ausgewiesen werden.
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HALM-Zwischenfrucht

Seit 2015 gibt es das Hessische Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflege-Maßnahmen (HALM). Eine der förderfähigen Maßnahmen ist die Beibehaltung von Zwischenfrüchten über den Winter.
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