Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen

Eiweißinitiative

Nahaufnahme einer Ackerbohne mit Blüten

Der Anbau heimischer Eiweißpflanzen wie Leguminosen leistet auf vielfältige Weise einen positiven Beitrag für eine ressourcen- und umweltschonende Landwirtschaft. Leguminosen sind wichtige Bausteine einer nachhaltigen und regionalen Nutztierfütterung, die ein gentechnikfreies Füttern ermöglichen. Darüber hinaus haben Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen und Bohnen als wertvolle Lebensmittel auch ihren Platz in der menschlichen Ernährung.

Mit der Hessischen Initiative gentechnikfreie Eiweißpflanzen werden Maßnahmen verfolgt, die die heimische Eiweißversorgung erweitern und den Bedarf an Soja-Importen reduzieren. Die Ansätze zur Ausweitung der heimischen Eiweißversorgung sind vielfältig. Diese reichen von einer verbesserten Grünlandnutzung bis zum heimischen Leguminosenanbau als alternativer Eiweißträger in der Fütterung bzw. als Lebensmittel für die menschliche Ernährung.

Das Ziel der Hessischen Initiative gentechnikfreie Eiweißpflanzen ist es, den Anbau und die Verwertung heimischer Eiweißpflanzen zu unterstützen. So sollen vorhandene Potenziale für eine gentechnikfreie Fütterung und für regionale Wertschöpfungsketten in der hessischen Landwirtschaft genutzt und neue Potenziale eröffnet werden. Der LLH hat dazu das „Hessische Aktionsprogramm zur Förderung des Anbaues und des Einsatzes heimischer Eiweißfuttermittel“ mit einem umfassenden Maßnahmenkatalog gestartet. Seit 2013 wird stetig daran gearbeitet, die Praxis mit vielfältigen Aktivitäten aus Beratung, Bildung und Fachinformation dabei zu unterstützen, Maßnahmen zu mehr heimischer Eiweißversorgung umzusetzen. Über die neue Broschüre zur Hessischen Initiative können Sie sich weiter über die vielfältigen Maßnahmen und Aktivitäten des LLH informieren:

Die Hessische Initiative gentechnikfreie Eiweißpflanzen wird als wesentlicher Baustein des
Ökoaktionsplans von der Hessischen Landesregierung gefördert.

Über Hintergründe und Ansätze zur Umsetzung der „Hessischen Eiweißinitiative“ informieren wir Sie auf dieser Seite sowie in unserer neuen Broschüre:

Aktuelle Themen

 

Grassilagequalitäten in Hessen: Deutlich besser als im Vorjahr, aber nicht ohne Schwächen

Die überwiegende Anzahl der hessischen Grassilagen des 1. und 2. Schnitt sind untersucht und werden zum Teil schon gefüttert. Für jeden Milchviehbetrieb ist es spannend und wichtig zu wissen, wie hoch der Futterwert der selbst erzeugten Grassilagen ist.
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Lagerung von Ackerbohnen und Körnererbsen

Um eingelagerte Ackerbohnen und Körnererbsen vor Verderb zu schützen, sollte deren Wassergehalt, wie bei Getreide, bei ca. 14 % liegen. Analog zu anderen Kulturen, sollte das gelagerte Erntegut handelsüblich - also gereinigt - sowie gesund - also trocken und schädlingsfrei - sein.
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Biodiversität im Ackerfutter

Kräuter ertragsbildend etablieren – eine Frage der Technik?
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Sojasaatgut muss angeimpft werden

Die Sojabohne ist als Leguminose in der Lage, Luftstickstoff zu binden und für ihr Wachstum zu nutzen. Dafür ist die Symbiose zwischen der Sojapflanze und den Knöllchenbakterien (Rhizobien) verantwortlich:
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Tipps für den Anbau von Ackerbohnen und Körnererbsen

Körnerleguminosen, zu denen Ackerbohnen und Körnererbsen gehören, können insbesondere bei optimalen Verwertungswegen dazu beitragen, Anbausysteme im landwirtschaftlichen Betrieb langfristig pflanzenbaulich aber auch ökonomisch gesund zu erhalten.
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Projektlaufzeit Demonstrationsnetzwerk Erbse/Bohne endet

Der regionale Anbau von Erbsen und Ackerbohnen trägt zur Erzeugung von nachhaltigen Futter- und Lebensmitteln bei. Auch in der Fruchtfolge bedeuten die Hülsenfrüchte als Stickstofflieferant einen großen Mehrwert.
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Weißkleegras mit Chicorée zur Risikoabsicherung in Trockenjahren

Kleegras stellt für Milchviehbetriebe eine interessante Option dar, die Grundfutterver­sorgung zu sichern. Neben der Bereitstellung von qualitativ hochwertigem Futter bietet die Auflockerung von Fruchtfolgen durch Kleegras weitere positive Aspekte, die zu einem hohen Vorfruchtwert führen und die Ertragsleistung der gesamten Fruchtfolge stabilisieren.
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Video: Erfolgreicher Leguminosenanbau

Leguminosen haben in den vergangenen Jahren in Hessen sprichwörtlich an Boden gewinnen können und tragen so zur Auflockerung der Fruchtfolgen bei.
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Tipps zur Sojaaussaat

Grundsätzlich hat sich das Aussaatfenster der Sojabohne in allen geeigneten Lagen geöffnet. Um eine Abreife möglichst noch im September bis Anfang Oktober realisieren zu können, sollten die Sojabohnen spätestens bis Mitte Mai in den Boden gekommen sein.
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Saatbettbereitung zur Sojabohne

Auch wenn die (Boden-)Temperaturen im Vergleich zu den Vorjahren momentan noch relativ gering sind, rückt die Aussaat der Sojabohnen näher. Daher sollte man sich in nächster Zeit schon mit der Saatbettbereitung befassen.
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