Konditionalitäten-Checklisten 2026
Grundlagen der Konditionalität
Um Direktzahlungen zu erhalten, müssen landwirtschaftliche Betriebe die Bewirtschaftungsauflagen der Konditionalität einhalten. Diese sind EU-rechtlich vorgeschrieben und umfassen 9 Standards für den guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustand (GLÖZ) sowie 11 Grundanforderungen an die Betriebsführung (GAB).
Zusätzlich gelten Vorgaben aus Fachrecht, eventuellen Förderprogrammen und Qualitätssicherungssystemen. Die Dokumentation dieser Erfüllung gewinnt stetig an Bedeutung.
Soziale Konditionalität
Seit dem 1. Januar 2025 gilt die soziale Konditionalität. Diese bindet Agrarzahlungen an arbeits- und arbeitsschutzrechtliche Standards. Betroffen sind Regeln zu transparenten Arbeitsbedingungen (Richtlinie EU 2019/1152), Arbeitssicherheit (Richtlinie 89/391/EWG) und sicheren Arbeitsmitteln (Richtlinie 2009/104/EG).
Diese Pflichten gelten betriebsübergreifend für alle Empfängerinnen und Empfänger von Direktzahlungen, Einkommensstützung und AGZ sowie bei der Beantragung von Maßnahmen wie Öko-Regelungen oder HALM 2 – unabhängig von der Betriebsgröße.