Gutes Honigjahr in Hessen 2025

Wabe, deren Zellen teilweise mit frischem Honig gefüllt sind. Eine Biene steckt mit ihrem Kopf zum Bearbeiten des Honigs in einer Zelle.
Die Bienen füllen ihre Waben nach und nach mit dem eingetragenen Nektar und arbeiten diesen zu Honig um.

Die hessischen Imkerinnen und Imker konnten sich in diesem Jahr vielerorts über eine sehr gute Honigernte freuen. Nach deutschlandweiten Erhebungen des Fachzentrums für Bienen und Imkerei in Mayen wurden in Hessen pro Bienenvolk durchschnittlich 20,9 kg Frühtrachthonig und 20,5 kg Sommertrachthonig geerntet (Infobriefe Bienen@Imkerei 22/2025 bzw. 26/2025). Die Erträge sind damit etwas höher als im Durchschnitt für Deutschland (18,2 kg / 19,3 kg), es bestehen jedoch sehr große regionale Unterschiede.

Einen Überblick über den Trachtverlauf liefern die Stockwaagen, die im TrachtNet melden. Deren Messwerte lassen sich einzeln oder nach Landkreisen, Regierungsbezirken oder Bundesländern zusammengefasst über die Website des Fachzentrums Bienen und Imkerei in Mayen abrufen.

Das Diagramm zeigt den Trachtverlauf im Jahr 2025 für die drei Regierungsbezirke in Hessen. Der Eintrag von Nektar begann etwa Mitte April und dauert bis Anfang Juli.
Der Trachtverlauf zeigt sich an den aufsummierten Gewichtsänderungen der Waagstockvölker. Quelle: Agrarmeteorologie Rheinland-Pfalz

In Hessen gibt es ein deutliches Nord-Süd-Gefälle der Ernteergebnisse: Wurden im Regierungsbezirk Kassel im Durchschnitt 28,8 kg Frühtrachthonig und 26,0 kg Sommertrachthonig geerntet, waren es im Regierungsbezirk Gießen 22,6 kg und 22,0 kg und im Regierungsbezirk Darmstadt 17,0 kg und 17,8 kg.

In die Berechnung der Erntemengen wurden auch Imkereien ohne Honigernte einbezogen. Im Frühjahr waren dies 12 % der meldenden Imkereien, im Sommer 5 %. Der Schwerpunkt der Ernteausfälle lag jeweils im Süden Hessens. Gründe dafür sind zum einen der frühere Blühbeginn im Süden zu einem Zeitpunkt, an dem ein Teil der Völker nach dem Winter noch nicht stark genug war, um einen Honigüberschuss zu produzieren. Zum anderen gab es lange anhaltende Trockenheit und extrem sonniges Wetter in Südhessen.

Die Imkerinnen und Imker waren nicht nur mit der Honigmenge zufrieden, auch die Honigqualität ist gut. Der Landesverband Hessischer Imker hatte seine Mitglieder im Sommer aufgerufen, ihre Honige zur Bewertung einzusenden. Beim Hessischen Honigtag in Erbach wurden Ende November die besten der 184 eingeschickten Honige ausgezeichnet. Sie überzeugten durch eine sehr gute Qualität, die sich in einem geringen Wassergehalt, einem hohen Invertasewert und Rückstandsfreiheit zeigt. Sauberkeit und perfekte Aufmachung sind ohnehin eine Voraussetzung.

Kontakt
Brunnemann-Stubbe,
Dr. Gefion
Bieneninstitut Kirchhain
Erlenstraße 9
35274 Kirchhain
+49 6422 9406 14
+49 175 4416047
E-Mail senden
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.