„Meine Äpfel platzen im Lager!“

Mit obiger Aussage melden sich am Gartentelefon jedes Jahr besorgte Gartenfreunde. Wie auf dem Bild zu sehen ist, sind die Äpfel nicht nur aufgeplatzt, sondern das Fruchtfleisch ist extrem mürbe und trocken, wie man es sonst nur nach sehr langer Lagerdauer oder bei überlagerten Frühsorten findet. Die schönen Äpfel sind damit unbrauchbar geworden.

Was steckt hinter diesem ungewöhnlichen Phänomen?

roter geplatzer Apfel mit teils matschigem Fruchtfleisch
geplatzer Apfel mit teils matschigem Fruchtfleisch

Ursächlich für das Phänomen geplatzter Apfel ist, dass diese zu spät geerntet worden und damit durch die Nachreife extrem überreif sind. Der Grund für eine zu späte Ernte sind zunehmend zu warme und trockene Sommer. So wird dann das Obst viel eher reif als in Jahren mit durchschnittlichen Sommern und es ist häufig zu beobachten, dass man sich hinsichtlich des Erntetermins am Kalender und nicht am tatsächlichen Reifegrad der Äpfel orientiert.

In obstbaulichen Artikeln wird der Schaden als: Aufspringen und mehliger Zerfall des Apfels beschrieben. Physiologisch ist dies etwas komplexerer Vorgang. Betroffen sind besonders übergroße, zu spät geerntete oder überlagerte Früchte, die bei zu hoher Luftfeuchte und Temperatur gelagert werden. Zudem haben auch ungünstige Wachstums- und Witterungsbedingungen einen Einfluss auf das Platzen und die mehligen Früchte. Also genau die Faktoren, die wir klimawandelbedingt zunehmend erleben dürfen.

Was ist zu tun?

Entscheidend ist eine termingerechte Ernte der Äpfel, nicht nach dem Kalender, sondern nach dem Reifegrad der Früchte.

Also testen Sie bei Ihrer künftigen Ernte den Reifezustand regelmäßig. Probieren sie die Äpfel und testen sie die Pflückbarkeit.

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Klaus
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