Agrarmärkte Hessen aktuell 25/2026

Kartoffeln

In Packbetrieben wird in dieser Woche nahezu vollständig auf neuerntige Kartoffeln umgestellt. Sowohl hiesige Herkünfte wie auch Importe kommen derzeit zum Zuge. Wobei die vollständige Umstellung auf regionale Ware schon für nächste Woche erwartet wird. Häufig steht bereits schalenfeste Ware zur Vermarktung. Nach ersten Einschätzungen können die frühen Kartoffelsorten hinsichtlich Qualitäten und Erträgen überzeugen. Für die nächste Woche werden erste Werbeaktionen vorbereitet. Zumal sich die hohe Preissensibilität zahlreicher Konsumenten fortsetzt. Insgesamt bleibt der Kartoffelmarkt von einer eher ruhigen Nachfrage bestimmt. Zur Vorwoche tendieren die Preise unverändert zwischen 55 bis 60 EUR/dt – je nach Kochtyp – für lose Ware. zu Preisen leicht über 100 EUR/dt (Sackware) angeboten.

Tab.: Kartoffelpreise, Marktregion Hessen, in EUR/dt netto, frei Erfasser

Waschfähig, vor Abzug Sortierkosten
Min.Max.Ø
Erzeugerpreis, festkochende Sorte182220,00
Erzeugerpreis, vorwiegend festkochende Sorte162018,00
Erzeugerpreis, mehligkochende Sorte

Getreide und Ölsaaten

Kurz vor der Ernte geraten die Erzeugerpreise erneut unter Druck. In der Folge bleibt die Abgabebereitschaft verhalten bzw. es werden keine nennenswerten Mengen gehandelt. Zudem dürfte der Bedarf der Käufer bis zum Anschluss an die neue Ernte längst gedeckt sein. Häufig sind die aktuellen Preisnennungen nur nominell zu verstehen. Sowohl in der Marktregion Hessen wie auch überregional wird mindestens eine durchschnittliche Ernte erwartet. Gleichzeitig wurden auch die Ernteprognosen am Weltmarkt angehoben. Demzufolge wird kaum mit einer Preiserholung am Kassamarkt in den nächsten Wochen gerechnet. Aufgrund der Aussicht auf Entspannung am Rohölmarkt tendieren die Rapspreise schwächer.

Tab.: Getreide- und Rapspreise, Hessen, in EUR/t

Frei LandlagerAb Hof
Min.Max.ØMin.Max.Ø
Qualitätsweizen160175169173185180
Brotweizen155170162165175172
Qualitätshafer145150147160160160
Futterweizen150168158163175169
Futtergerste145165156160175167
Raps480490485490500495

Eiermarkt

Die Absatzmöglichkeiten für Eier laufen weiterhin zufriedenstellend. Der leicht reduziert Produktionsumfang setzt sich fort. Durch die Einstallung der neuen Legehennen ist das Angebot an kleinen Eiern umfangreicher. Die Industrie nimmt kontinuierlich Eier vom Markt zu unveränderten Konditionen. In der aktuellen Woche erwarten die Marktbeteiligten gleichbleibendes Preisniveau.

Tab.: Preise für Eier in Cent/Stück

Gewichtsklasse MErzeugerpackstelleDirektvermarktung
Min.Max.ØMin.Max.Ø
Bodenhaltung16,7531,0023,1018,5035,0027,70
Freilandhaltung23,0035,0026,0133,0039,0035,50
Bioware25,5037,0032,3630,0041,5036,70

Qualitätsferkel

Ein deutlicher Rückgang des Vereinigungspreis um 10 Cent/kg SG sorgt für schlechte Stimmung am Schlachtschweinemarkt. Auch der Ferkelmarkt gerät in den Sog der fallenden Kurse. Die angebotenen Tiere wurden zu geringeren Kursen im Vergleich zur Vorwoche verkauft. Die Marktbeteiligten gehen in der aktuellen Woche von nochmals sinkenden Kursen – um ca. – 8,00 Euro pro Ferkel aus. Ein kostendeckendes Niveau für die Erzeuger wird nicht mehr erreicht.

Anzahl5.513
Preisbasis28 kg
 Min.Max.Ø
Preisspanne52,0067,7059,79
Zuschlag 28 – 30 kg1,001,50 
Zuschlag > 30 kg0,501,00 

Kälber

Die Kälberpreise werden aktuell von einer Stabilisierung der Jungbullenpreise gestützt. In den Wochen davor waren diese drastisch gefallen. Zusätzlich profitieren die Preise von rückläufigen Stückzahlen und damit kleinerem Angebot. Kälber mit guten Masteigenschaften bleiben damit knapp und gesucht. Für Holsteinkälber und Mastkreuzungen notieren die Preise in der laufenden Berichtswoche fester.

Tab.: Preise für Kälber in EUR/Tier

BullenkälberKuhkälber
Über 28 Tage ab 65 kgMin.Max.ØMin.Max.Ø
Holstein100460306150165157
Mastkreuzungen250720552395400398
Über 28 Tage ab 85 – 120 kgMin.Max.ØMin.Max.Ø
Fleckvieh260520380

Düngemittel

Zuletzt ist die Nachfrage am Düngermarkt spürbar eingebrochen. Zu den genannten Preisen sind Käufer derzeit nicht am Markt bzw. schieben Neukäufe nach hinten. Aufgrund der geopolitischen Entspannung (Straße von Hormus) könnten die Düngerpreise weiter rückläufig tendieren. Immerhin sind seit Mitte April die Notierungen für Harnstoff am Weltmarkt um nahezu 50 % zurück gegangen. Unterdessen verzögert sich die Herausgabe von aktualisierten Preislisten für das neue Wirtschaftsjahr seitens der Hersteller. Größtenteils sind die Düngerlager derzeit wie leer gefegt, um Kapazitäten für die neue Ernte vorzuhalten. Teilweise werden Restmengen mit Preiszugeständnissen abgegeben.

Tab.: Düngerpreise, Marktregion Hessen, in EUR/t ab Handelslager

ab Landlagerfrei Hof
Min.Max.ØMin.Max.Ø
KAS440465451425435430
Harnstoff640640640610720668
AHL420439429390420408
DAP895895895
40er Kornkali345350346320330325

Quelle: LLH, Stand 18.06.2026


Für die 24. Woche vom 08.06. bis 14.06.2026

RINDER – Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen

Preise frei Schlachtstätte, in ct/kg Schlachtgewicht, ohne MwSt. (inkl. Tieren aus Bio-, Qualitäts- und Regionalprogrammen).
 Woche 24 (08.06. – 14.06.2026)Woche 25
Preistrend3
(Mo+Di)
Kat.HKl.StückØ-SG1
(kg/Tier)
Preis (ct/kg SG)
Spanne2Ø
Jung-
bullen
E2
U2
U3
U4
R1
R2
R3
O1
O2
O3
P2
E-P
21
708
239
*
*
385
127
*
118
49
*
1.788
466
442
464


386
421

329
366

418
621 – 730
618 – 731
616 – 636


616 – 660
611 – 651

568 – 589
560 – 597

641
637
629
*
*
628
629
*
578
572
*
627










BullenU2
R2
O2
E-P
27
42
21
173
496
366
361
404
555 – 602
556 – 665
548 – 592
578
606
559
582


OchsenE-P29382657
KüheU2
U3
U4
R1
R2
R3
R4
O1
O2
O3
O4
P1
P2
P3
E-P
22
70
70
*
165
206
83
167
362
288
98
282
139
48
2.045
415
453
480

360
384
409
290
311
349
382
247
269
295
335
613 – 667
625 – 667
622 – 629

605 – 661
611 – 667
606 – 618
562 – 633
580 – 638
587 – 619
595 – 615
496 – 551
428 – 522
507 – 528
636
632
624
*
614
616
613
569
590
598
600
503
517
524
586













FärsenU2
U3
U4
R2
R3
R4
O2
O3
O4
P1
P2
E-P
43
146
*
169
352
162
41
82
50
*
*
1.330
354
375

303
333
369
247
300
345


347
618 – 730
632 – 656

616 – 715
627 – 659
615 – 706
530 – 610
574 – 615
577 – 601


645
639
*
638
637
631
561
582
590
*
*
627










Großvieh5.365
KälberR2
E-P
*
44

158
*
893
* Datenschutz  1 Schlachtgewicht  2 Unten und oben je rund 2 % der Tiere gekappt. 3 Nur bei ausreichenden Stückzahlen.
© LEL Schwäbisch Gmünd, ADD Trier

SCHWEINE – Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen 

Preise frei Schlachtstätte, ohne MwSt. (inkl. Tieren aus Bio-, Qualitäts- und Regionalprogrammen und inkl. ITW-Boni)
 Woche 24 (08.06. – 14.06.2026)
HKl.StückØ-SG1
(kg/Tier)
Ø-MF2
(%)
Preis (ct/kg SG)
Spanne3Ø
S-V
S
E
U
R
S-P
M
81.937
33.536
33.276
5.159
401
72.447
579
100,9
98,6
99,0
99,7
100,5
98,9
189

62,0
57,9
53,4
48,3
59,4

154 – 273
149 – 286
134 – 300
104 – 298

83 – 188

163
164
160
148
164
100
1 Schlachtgewicht  2 Magerfleischanteil  3 Unten und oben je rund 1 % der Tiere gekappt.
© LEL Schwäbisch Gmünd, ADD Trier, RP Gießen

LÄMMER – Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen

Preise frei Schlachtstätte, in ct/kg, ohne MwSt. (inkl. Tieren aus Bio-, Qualitäts- und Regionalprogrammen)
 Woche 24 (08.06. – 14.06.2026)
Kat.StückØ-SG/LG1
(kg/Tier)
Preis ct/kg SG/LG
Spanne2Ø
geschlachtet pauschal abgerechnet
Lämmer32621,3900 – 1200948
1 Schlacht-/Lebendgewicht 2 Unten und oben je rund 1 % der Tiere gekappt.
© LEL Schwäbisch Gmünd,
ADD Trier, LAVE Recklinghausen, RP Gießen
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Förster,
Dr. Nikos
Zentrale
Kölnische Straße 48-50
34117 Kassel
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