Getreideernte: Erntegut auf Mutterkorn kontrollieren

Auch in diesem Jahr tritt in einzelnen Getreidebeständen Mutterkorn auf. Betroffen sein können alle Getreidearten. Trotz überwiegend trockener Witterung zur Blüte haben lange Blühphasen, beispielsweise durch spätere Seitentriebe, die Infektionsmöglichkeiten verlängert.

Mutterkorn ist hochgiftig und darf im Erntegut nur in sehr geringen Mengen enthalten sein. Besonders im Winterroggen gelten seit 2025 verschärfte Höchstgehalte. Deshalb sollte das Erntegut sorgfältig kontrolliert und bei Befall getrennt erfasst werden.

Für die kommenden Anbaujahre lässt sich das Risiko vor allem durch vorbeugende Maßnahmen im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes reduzieren:

  • weniger anfällige Sorten wählen,
  • weite Fruchtfolgen einhalten,
  • gereinigtes Saatgut verwenden,
  • Ausfallgetreide und Gräser wie Ackerfuchsschwanz konsequent bekämpfen,
  • Mutterkorn durch eine intensive Bodenbearbeitung in den Boden einarbeiten, damit die Sklerotien schneller abgebaut werden.

Eine wirksame Bekämpfung ist nur vorbeugend möglich. Daher sollten auffällige Bestände bereits während der Ernte dokumentiert werden, um die Fruchtfolge und das Bestandsmanagement im kommenden Jahr gezielt anzupassen.


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